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Mit Medienkunst zur Partizipation – Bremer Kreative gestalten mit interaktiver Lichtkunst-Installation den Hauptbahnhof Offenbach neu

Der Offenbacher Hauptbahnhof steht im Mittelpunkt der dortigen Stadtentwicklung und erstrahlte am Sonntag, dem 18. März, zur Eröffnung der „Luminale 2018“ in Offenbach in neuem Licht. Partizipative und interaktive 3D-Projektionen des Bremer EU-Projekts „The People´s Smart Sculpture PS2“ zierten die Fassade und den Innenbereich des Bahnhofs. Die Besucherinnen und Besucher konnten mit Betaville, einer Software zur partizipativen Stadtplanung, ihre Version des Hauptbahnhofs gestalten. Unter dem Leitmotiv "Radiance“ soll sich vom Hauptbahnhof aus die Kreativität auf die gesamte Stadt ausbreiten und so zur Entwicklung der strukturschwächeren Stadt beitragen. Realisiert wurden die Installationen als ein digitales Partizipations-Lab mit dem Titel „The People´s Smart Sculpture“ von der Hochschule Bremen (HSB) und dem M2C Institut für angewandte Medienforschung Bremen (M2C).

Dieses temporäre Lab befasste sich unter der Leitung von Martin Koplin mit digitalen und künstlerischen Methoden in der partizipativen Stadtentwicklung. „Aus den guten Erfahrungen der Bremer wollen wir lernen“, so Kai Schmidt, Stadtparlamentarier und Mitglied der dortigen Stadtentwicklungsinitiative „HB OF“. Er lud das Bremer Team rund um das gleichnamige EU-Projekt „The People´s Smart Sculpture PS2“ (gefördert von Creative Europe von 2014-2018) als Eröffnungsevent der „Luminale 2018“ ein, um erfolgreiche Bremer Methoden und Erfahrungen auf die Stadt Offenbach anzuwenden. Die Initiative „HB OF“ arbeitet für Offenbach am partizipativen Re-Design und der Neu-Nutzung des dortigen Hauptbahnhofsareals, dessen sämtliche Geschäftsflächen leer stehen.

Die Initiative brachte die „Luminale“, die international etablierte Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung, nach Offenbach an den Hauptbahnhof. Die „Luminale“ lockt noch bis zum 23. März auch internationale Besucherinnen und Besucher aus Stadtentwicklung, Forschung, Kunst, Design, Architektur, Kreativität, Handel, Industrie, Handwerk und Immobilienwirtschaft an. Die „Luminale“ setzt sich dieses Jahr intensiv mit digitaler Kunst und Kreativmethoden in der Stadtentwicklung auseinander und erwartet insgesamt ca. 200.000 Besucher.

Die Bremer geben ihr Wissen um Methodik und die in der praktischen Arbeit erworbenen Erfahrungen zur digitalgestützten Partizipation gern weiter. Denn im Digital Impact Lab im Bremer Westen werden die auf der „Luminale“ vorgestellten Methoden bereits seit einem Jahr erfolgreich genutzt. Das Digital Impact Lab ist im Bereich Digitalisierung, digitale Bildung und digital-partizipative Stadtentwicklung aktiv und hat sich in seiner Arbeit auf den strukturschwächeren Bremer Stadtteil Gröpelingen fokussiert, einen Schwerpunkt der aktuellen Bremer Stadtentwicklung. Es trägt so zur Verbesserung von Chancengleichheit und besseren beruflichen Perspektiven im Bremer Westen bei.

Zum Bremer Team von HSB und M2C gehörten auch Stephan Siegert, Koordinator des Digital Impact Labs, der Systementwickler Artjem Disterhof, die PS2-Lichtkünstler Lorenz Potthast und Tim Georg Heinze (Xenorama), die PS2-Medienkünstler Elwira Wojtunik and Popesz Csaba Láng (Elektro Moon Vision) und Franz Betz (trafolab – LichtKunstLabor). Als „The People´s Smart Sculpture PS2“- Projektteam verwandelten sie gemeinsam den Baukörper des Hauptbahnhofs und dessen Fassade mit ihrer interaktiven und partizipativen Lichtkunst-Installation in einen Raum, inspiriert vom Wandeln durch Räume beim Reisen, illuminiert mit visuellen Muster, die die Funktion des Bahnhofs als technischen und sozialen Knotenpunkt im Stadtzentrum hinterfragen. Dabei wandelten sie Echtzeitdaten von Raumbewegungen in Lichtstrukturen um. Mit Betaville konnten Besucherinnen und Besucher ihre eigenen Ideen zum Re-Design des Bahnhofs multimedial einbringen und durch ihre Bewegungen zusätzlich die Lichtstrukturen steuern. Das temporäre PS2-Lab in Offenbach war ein voller Erfolg und zeigt hervorragend, welches Potential in der Verbindung aus digitalen und kreativen Methoden und moderner Teilhabe an der Stadtentwicklung steckt.

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