Kunst & Kultur

Spätwerke: Dresdner Philharmonie mit Strauss und Korngold

Die „Vier letzten Lieder“ von Richard Strauss gelten als eine Art musikalisches Vermächtnis des Altmeisters. Auch Erich Wolfgang Korngolds Sinfonie Fis-Dur zählt zum Spätwerk des ehemaligen „Wunderkinds“ und wird allgemein als Summe seines Schaffens angesehen. Mit Bertrand de Billy am Pult und der Sopranistin Maria Bengtsson hat sich die Dresdner Philharmonie ausgewiesene Kenner beider Werke eingeladen.

Seinem Sohn Franz, so sagt die Überlieferung, seien die "Vier letzten Lieder" von Richard Strauss zu verdanken. Als er seinen Vater in dessen letzten Lebensjahren einmal in großer Melancholie antraf, habe er ihm geraten, doch das Grübeln zu lassen und Lieder zu schreiben. Ob es dieser gutgemeinte Rat war oder nicht – entstanden sind Lieder „für hohe Singstimme und Orchester“, die zum Schönsten gehören, was das Repertoire für Sopranstimmen zu bieten hat. Maria Bengtsson, die als Einspringerin für Anna Netrebko über Nacht bekannt wurde, gilt als neuer Geheimtipp ins Sachen Strauss und erregte erst kürzlich mit einer Einspielung der "Vier letzten Lieder" Aufsehen. Bertrand de Billy hat mit ihr bereits mehrfach zusammen konzertiert und wird die schwedische Sopranistin nun dem Dresdner Publikum vorstellen.

Erich Maria Korngold wurde von der Komponisten“elite“ seiner Zeit für seine außerordentliche Frühreife bewundert. „Gegen dieses Kind sind wir alle arm“, meinte Richard Strauss nach der Durchsicht von dessen ersten Kompositionen, und auch Gustav Mahler und Alexander Zemlinky waren überzeugt, es mit einem Wunderkind zu tun zu haben. Korngold enttäuschte nicht, er feierte Erfolge mit seinen Opern, allen voran „Die tote Stadt“ ebenso wie mit Kammermusik, Liedern und Orchesterwerken. Mit Operetten schuf er sich ein zweites Standbein, sehr zum Missfallen seines Vaters, und als er ab 1934 in Hollywood zum Filmmusikkomponisten avancierte, schien er gänzlich für die Klassikwelt verloren. Nach dem 2. Weltkrieg versuchte er, daran anzuknüpfen, was allerdings nicht gelang, weil in Europa mittlerweile andere Klangsprachen gefragt waren.

Die Sinfonie Fis-Dur ist Korngolds einzige Sinfonie und ist in Teilen sicher sein modernstes Werk. Mit kühnen Dissonanzen und rhythmischer Zerrissenheit bestätigt gerade der erste Satz diese Einschätzung, andererseits spart Korngold auch nicht mit Reminiszenzen an Techniken der Filmmusikkomposition und Anklängen an die Tonsprachen Bruckners und Mahlers. Viel zu selten im Konzertsaal zu hören, ist dieses Meisterwerk nach 2006 erst das zweite Mal überhaupt mit der Dresdner Philharmonie zu erleben.

Jeweils 18.45 Uhr findet eine Konzerteinführung mit Albert Breier statt.

Tickets ab 18 Euro (Schüler und Studierende: 9 Euro) sind über den Ticketservice im Kulturpalast und an der Abendkasse erhältlich.

Programm:

22. JUN 2018, Freitag, 19.30 Uhr
23. JUN 2018, Samstag, 19.30 Uhr    
KULTURPALAST

Arnold Schönberg: Notturno für Streicher und Harfe (1896)

Richard Strauss: „Vier letzte Lieder“ für hohe Singstimme und Orchester (1948)

Erich Wolfgang Korngold: Sinfonie Fis-Dur op. 40 (1952)

Bertrand de Billy, Dirigent
Maria Bengtsson, Sopran
Dresdner Philharmonie

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