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Bericht aus der Arbeit des KA – TOP 1 der heutigen Kreistagssitzung

Landrat Manfred Görig berichtet

  • KIP 1-Maßnahmen
  • Schulbau-Projekte
  • ÖPNV – Machbarkeitsstudie

KIP 1-Maßnahmen

Schon in der Februarsitzung des Kreistages wurde ausführlich über den Stand der Umsetzung und den Änderungsbedarf, der sich daraus ergibt, berichtet. Die Änderungsanträge wurden gestellt und inzwischen genehmigt.

Zu KIP II  hatte ich schon in der Aprilsitzung von einem Gesprächstermin der Verwaltung im Finanzministerium berichtet. Dabei zeichnete sich bereits ab, dass die geplanten notwendigen Veränderungen an der Oberwaldschule Grebenhain nach den Fördergrundsätzen des Bundesprogramms als Ersatzbau zu behandeln sind und die Förderfähigkeit mit dem zuständigen Bundesministerium geklärt werden muss. Hierzu waren umfangreiche Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit Alternativkonzepten zu erstellen. Nach Abstimmung des Raumprogrammes mit der Schulleitung und der Anpassung der Planungsunterlagen durch den Architekten ist die überarbeitete Projektbeschreibung mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen im Juli dem Land vorgelegt worden. Die noch offenen Fragen konnten mittlerweile geklärt werden, nach Einschätzung des Hessischen Finanzministeriums ist die Maßnahme förderfähig. Eine abschließende Entscheidung des Bundes steht aber noch aus, so dass der Kreistag die endgültige Maßnahmenauswahl erst in der Novembersitzung treffen kann.

Schulbau-Projekte

Bleiben wir bei Baumaßnahmen. In den Sommerferien ist Hochsaison für Instandsetzungs- und Verbesserungsmaßnahmen an den Schulen im Kreis. So wurde in einem letzten Bauabschnitt das Holzpflaster in der Pausenhalle des Alsfelder Gymnasiums in der Krebsbach ersetzt. Am selben Standort musste ein Wasserschaden im Klassen- und Naturwissenschaftsbereich – entstanden bei einem gewaltsamen Einbruch – für sehr viel Geld behoben werden. An der benachbarten Max-Eyth-Schule wurden die Sanitäranlagen erneuert, ebenso an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Herbstein. An der Grundschule in Engelrod wurde in eine neue Heilzöllagerung investiert  und  an der Großsporthalle in Lauterbach sowie an der Grundschule Ober-Ohmen wurde die Flucht- und Rettungswegsituation verbessert. Die Aufzählung ist nicht abschließend, zeigt aber deutlich die Vielfältigkeit der Maßnahmen mit einem Auftragsvolumen von fast einer Dreiviertelmillion Euro.

Grundschul-Erweiterung in Homberg

Die Sommerferien stehen aber auch für den Einstieg in größere Baumaßnahmen wie die Grundschulerweiterung in Homberg/Ohm oder sie stehen für den Wechsel von Bauabschnitten wie an der Vogelsbergschule in Schotten. Beispielhaft sei hier angeführt, dass im Umfeld der zukünftigen Baustelle in Homberg verkehrssichere Fußwege für unsere Schülerinnen und Schülern eingerichtet wurden, die lärmintensiven Abbrucharbeiten konnten abgeschlossen werden und auch der Abraum und Bauschutt wurden soweit wie möglich abtransportiert, so dass sich der Schul- und Baustellenbetrieb nach den Sommerferien so wenig wie möglich gegenseitig behindern. Umzüge von Klassen oder der Verwaltung wurden in Schotten organisiert und umgesetzt und die Flucht- und Rettungswege dem Baubetrieb angepasst. Die Bauarbeiten laufen kontinuierlich weiter.

Die im Frühjahr begonnene Dachsanierung der Großsporthalle in Alsfeld geht voran und liegt im geplanten Zeitrahmen. Auch die Kostenanschläge, das sind die Angebotssummen, liegen im erwarteten Bereich von rund 1,9 Mio. Euro. Der Fertigstellung zum Ende September steht aus jetziger Sicht nichts entgegen. Auch werden im Zuge der Dachssanierung die Beanstandungen aus der letzten TÜV-Prüfung an Teilen der der technischen Gebäudeausstattung behoben.

Mittlerweile sind die Ferien vorüber, das neue Schuljahr ist geräuschlos angelaufen. Rund 895 Schülerinnen und Schüler wurden als neue Erstklässler in die Grundschulen aufgenommen. Das sind rund 10% mehr als im Vorjahr.

Machbarkeitsstudie

Eine erfreuliche Mitteilung kann ich Ihnen nach der jüngsten Sitzung des ZOV-Vorstandes machen: Der ZOV beteiligt sich an einer Machbarkeitsstudie für die Beschleunigung der Vogelsbergbahn, die vom RMV in Auftrag gegeben wird. Die Kosten betragen 60.000 Euro und werden je zur Hälfte vom RMV und dem ZOV getragen.

Dies geht auf einen Antrag der Grünen vom Oktober vergangenen Jahres zurück, der in abgeänderter Form im HFW im Februar beschlossen wurde. Der Kreisausschuss beschloss – ebenfalls im Februar -, beim ZOV-Verkehr zu beantragen, diese Machbarkeitsstudie anzuregen.

Der Kooperationsvertrag dient dem Ziel, die Machbarkeit schnellerer SPNV-Verbindungen von der Vogelsbergbahn und darüber hinaus nach Frankfurt Rhein-Main zu untersuchen. Dazu sind die Leistungen einer ingenieurtechnischen Machbarkeitsstudie über mögliche infrastrukturelle Ausbaumaßnahmen sowie einer Wirtschaftlichkeitsprüfung zur Beurteilung der Förderfähigkeit an ein dafür qualifiziertes Beratungsbüro zu vergeben.

Waldbrandszenario

Ein Waldbrandszenario besonderer Größenordnung hielt am 16. Juni rund 820 Einsatzkräfte aus Katastrophenschutz, Feuerwehr, Polizei, THW, Forst, DRK, Rettungsdiensten und weiteren freiwilligen Helfern auf Trab. Geübt wurde im Großraum Lauterbach, Alsfeld, Grebenau und Schwalmtal, in einem 38 Quadratkilometer umfassenden Waldgebiet. Doch ging es nicht ausschließlich um das Löschen eines Brandes – die Großübung hielt 23 sogenannte Szenarien mit unterschiedlichsten Aufgabenstellungen bereit. An der Vorbereitung hat der Katastrophenschutzstab des Kreises monatelang gearbeitet und ein detailliertes 200-seitiges Kompendium zur Übung erstellt.

Arbeitgeberveranstaltung

Zum Abschluss meines Berichtes möchte ich noch auf zwei Veranstaltungen hinweisen. So führt die KVA Vogelsbergkreis – Kommunales Jobcenter am Donnerstag, dem 30.08.2018, ab 19.00 Uhr, die diesjährige Arbeitgeberveranstaltung im Wartenberg-Oval in Angersbach durch.

Die Veranstaltung dient der Öffentlichkeitsarbeit und dem Dialog mit den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern im Vogelsbergkreis. Für einen Themenabend und Diskussion zum Thema „Personalmanagement im digitalen Zeitalter“ konnte Herr Christian Radons, Firma CLAAS, gewonnen werden. Am Beispiel des Unternehmens CLAAS wird der Referent aufzeigen, wie sich diese neuen, gestiegenen Anforderungen auf die Gestaltung von Arbeitsplätzen, Arbeitszeitmodellen und sinnstiftenden Aktivitäten auswirken werden – selbst in der Branche der landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge .

Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zur Information über die Angebote der KVA Vogelsbergkreis – Kommunales Jobcenter. Hier möchten wir insbesondere auf die Regionalprojekte hinweisen, die wir seit 2014 erfolgreich durchführen.

Marktplatz Ausbildung

Am Donnerstag, 13.09.2018, veranstaltet die KVA Vogelsbergkreis – Kommunales Jobcenter zudem die Ausbildungsmesse „Marktplatz Ausbildung 2018“. Die Messe findet von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr  in der Hessenhalle in Alsfeld statt. 95 Aussteller, zumeist Vogelsberger Unternehmen, werben beim Marktplatz Ausbildung um ihre Azubis von morgen und stellen  205 verschiedene Ausbildungsberufe und berufliche Wege vor.

In Anbetracht der großen Resonanz ist es erstmalig erforderlich, auch die Halle 2 der Hessenhalle mitzubenutzen.

Im Vortragsraum werden interessante Vorträge zum Thema Ausbildung (Wie bewerbe ich mich richtig / Das überzeugende Anschreiben und  Bewerber Knigge / Verhalten im Vorstellungsgespräch) angeboten.  Zusätzlich zum Messestand in der Halle stellen dort verschiedene Unternehmen sich und deren Ausbildungsmöglichkeiten noch einmal in einer Kurzpräsentation vor.

Neben den Schülerinnen und Schülern der Vogelsberger Schulen steht die Messe allen interessierten Jugendlichen und Eltern offen. Es wird wieder mit ca. 2000 bis 2500 Besucherinnen und Besuchern gerechnet.

Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens  Mischak berichtet

  • Extreme Trockenheit und die Folgen
  • Ökolandbau Modellregion
  • Dorf- und Regionalentwicklung
  • Unternehmerdialog
  • Neue Räume vhs

Trockenheit und die Folgen

Die extreme Trockenheit war und ist Thema der letzten Wochen und Monate und hat auch in den Vogelsberger Betrieben zu Ernteeinbußen und zu erheblichen Problemen bei der Versorgung der Tiere mit Grundfutter geführt. Insgesamt fand die Ernte ca. vier Wochen früher als gewohnt statt.

Nach ersten Schätzungen sind die größten Ernteverluste neben Raps (ca. 50 %) und Silomais (ca. 30 – 40 %) beim Ackerfutter und Grünland mit durchschnittlich 50 bis 60 % eingetreten. Insbesondere beim Grünfutter konnte in manchen Gemarkungen gar kein zweiter oder dritter Schnitt gemacht werden. Beim Silomais und beim Ackerfutter wird eine minderwertige Qualität erwartet, wodurch es zu zusätzlichen Energieverlusten bei der Futterversorgung kommt, welche wiederum über den Einsatz und Zukauf anderer Energieträger (z.B. Getreide) ausgeglichen werden müssen und die Betriebe finanziell belasten.

Aufgrund dieser Ausnahmesituation in vielen Regionen Deutschlands werden seitens des Bundes und des Landes Hessen neben den bereits ergriffenen Maßnahmen (z.B. Nutzung von Brachen) und entsprechender Folgemaßnahmen (Nutzung der Zwischenfrüchte) auch finanzielle Unterstützungen und eine vorzeitige Auszahlung der Prämien diskutiert.

Die Trockenheit hat auch dazu geführt, dass wir Anfang August ein Verbot zur Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen und Seen erlassen haben. Derzeit sehen wir keinen Anlass, dieses generelle Wasserentnahmeverbot ganz oder auch nur teilweise (z. B. für größere Gewässer) aufzuheben. Eine Entspannung der Situation liegt nicht vor.

Ökolandbau – Modellregion

Sie haben sicherlich davon gehört: Der Vogelsbergkreis ist am 26.06.2018 vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) als eine von fünf neuen Ökolandbau Modellregionen anerkannt worden. Die Modellregion soll das gesamte Gebiet des Vogelsbergkreises umfassen. Ziel ist es, nachhaltige Vermarktungs- und Verarbeitungsstrukturen auf zu bauen. Mit ca. 22% ökologisch bewirtschafteter Fläche übersteigt der Vogelsbergkreis den hessischen Durchschnitt um das Doppelte und erreicht schon heute den im Ökoaktionsplan Hessen angestrebten Flächenanteil von 20%.

Dorf- und Regionalentwicklung

Kommen wir zu einem ganz anderen Thema aus dem Sachgebiet Dorf- und Regionalentwicklung: Nach Lautertal, Grebenhain, Schotten, Kirtorf, Schwalmtal und Schlitz wird 2018 die Stadt Alsfeld (ohne Kernstadt) in das Hessische Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen. Damit sind nun sieben Kommunen im Vogelsbergkreis als gesamtkommunale Förderschwerpunkte anerkannt. Ende des Jahres startet die einjährige Konzeptphase mit der IKEK-Erstellung. Nach dem erfolgreichen Abschluss schließt sich ab 2020 bis 2025 die Förder- und Umsetzungsphase an.

Mit der parallel anlaufenden Innenstadtentwicklung im Rahmen des Städtebaulichen Denkmalschutzes sind die Voraussetzungen für eine ganzheitliche und integrierte Zukunftsentwicklung für Alsfeld geschaffen. 

Ein Teilbereich der Kernstadt Kirtorf wurde im Juli 2018 als erster „Strategischer Sanierungsbereich“ der Dorfentwicklung in Hessen anerkannt. Die Stadt Kirtorf erhält damit zusätzliche Mittel aus der Dorfentwicklung für Ankauf und Rückbau sowie Planungen, Freiflächengestaltung und Erschließungsmaßnahmen. Zwei private Vorhabenträger erhalten eine höhere Förderpriorität und einen höheren Förderhöchstbetrag. Hintergrund:

Als identitätsstiftende Maßnahmen der Dorfentwicklung sollen in den Ortskernen einzelne kommunale-private Kooperationen (wie z.B. kommunale Grundstücksbereitstellung und privater Neubau, kommunale Freiflächengestaltung und private Sanierung oder kommunaler Rückbau und private Umnutzung) in festgelegten (kleineren) Sanierungsbereichen mit Förderpriorität gefördert werden.

Schotten-Wingershausen hat den Vogelsbergkreis in diesem Jahr im Landesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten. Die Landeskommission würdigte die vielfältigen gemeinschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Unternehmen mit dem dritten Platz und einem Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro.

Die Preisverleihung mit Staatsministerin Priska Hinz findet am 23. September 2018 in Wartenberg (Wartenberg Oval in Angersbach) stand.      

vhs: QM-Testat und neue Räume

Damit wäre ich fast am Ende meines Berichtes, zum Abschluss möchte ich noch darüber informieren, dass die vhs des Vogelsbergkreises erneut erfolgreich einen mehrjährigen Qualitätsmanagementprozess durchlaufen und ein bis zum 25.05.2022 gültiges QM-Testat nach LQW (Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung) erhalten hat. Im Rahmen der Testierung wurden wiederum neue strategische Ziele für den nächsten Testierungszeitraum vereinbart, die dieses Mal unter dem Leitthema

„Land.Leben.Lernen.

Neue Horizonte@Vogelsberg

Wir sind da!“

stehen.

Mit dem Ende der Sommerferien ist die vhs mit einem Teil ihrer Seminarräume in Lauterbach umgezogen. Die bisherigen vier Räume Am Eichberg 5 wurden zugunsten der Eichberg-Grundschule und weiterer Nutzungspläne des Kreises aufgegeben. Im Gebäude der Schule an der Wascherde stehen der vhs nun insgesamt 6 große, gut klimatisierte und modern ausgestattete Seminarräume zur alleinigen Nutzung zur Verfügung, mit einem separaten vhs-Eingang (mit ausreichend Parkplatz) auf der Rückseite der Schule.

Gesundheitsbericht 2018

Und schließlich möchte ich noch darauf hinweisen, dass der Gesundheitsbericht 2018, den das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises herausgegeben hat, erschienen ist. Hier wurden die Ereignisse der Schuleingangsuntersuchungen 2014 – 2016 unter Berücksichtigung der Ergebnisse im Bereich des Landes Hessen aufgearbeitet.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Kreisausschuss des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341 Lauterbach
Telefon: +49 (6641) 977-0
Telefax: +49 (6641) 977-336
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E-Mail: sabine.galle-schaefer@vogelsbergkreis.de
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