Fahrzeugbau / Automotive

Neue Scheibenbremsenmodelle und eine neue digitale Steuerung: „Wir machen es immer schwerer, einen Unfall zu haben“

 

– Digitales und vernetztes Bremssystem für weitgehend unfallfreie Zukunft des Straßenverkehrs
– SYNACT und NEXXT: zwei neue Scheibenbremsenmodelle
– GSBC: neue digitale Plattform für die Bremssteuerung
– Fahrerassistenzsysteme: Abstandsregeltempomat, Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Abbiegeassistent

Knorr-Bremse, der Weltmarktführer von Bremssystemen und ein führender Anbieter von sicherheitskritischen Subsystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, präsentiert unter dem Motto "We enhance traffic safety" auf der IAA Nutzfahrzeuge seine wichtigsten Neuerungen zum Thema Verkehrssicherheit. Dazu gehören auch diverse Fahrerassistenzsysteme.

Mit einer breit angelegten Produktoffensive unternimmt Knorr-Bremse die nächsten Schritte in Richtung einer unfallfreien Verkehrszukunft. Zwei neue Scheibenbremsenmodelle und seine neue digitale Plattform für die Bremssteuerung stehen dabei besonders im Fokus.

Dr. Peter Laier, im Vorstand der Knorr-Bremse AG verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge: "Ein digitales und vernetztes Bremssystem, ausgestattet mit Komponenten, die das technische Potenzial voll ausschöpfen, das ist die Schlüsseltechnologie für die nächsten Schritte in Richtung einer weitgehend unfallfreien Zukunft unseres Straßenverkehrs. Bremssteuerung und Radbremsen bilden zusammen die Plattform für eine breite Palette von flexibel konfigurierbaren Sicherheitsfunktionen, die neue Maßstäbe setzt. Wir schaffen die Voraussetzung für weitere Synergiepotenziale sowohl im Fahrzeugbau als auch bei Betrieb und Wartung."

Dr. Laier ergänzt: "Knorr-Bremse beschäftigt sich seit gut 100 Jahren mit der Fahrdynamik von Nutzfahrzeugen. Vor rund 30 Jahren haben wir den Grundstein für den weltweiten Siegeszug der Nutzfahrzeugscheibenbremse gelegt. Seitdem verbessern wir diese Systeme kontinuierlich. Jetzt stellen wir eine neue Generation vor. Wir machen es immer schwerer, einen Unfall zu haben."

Bernd Spies, Vorsitzender der Geschäftsführung der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge, führt aus: "Bisher standen Entwickler bei den Radbremsen in einem Zielkonflikt: optimieren von Eigengewicht oder Leistungsfähigkeit? Konstruktionsbedingt bietet die Ein-Stempel- Bremse Vorteile beim Gewicht, besitzt mit der klaren Tendenz zum Schrägverschleiß aber auch Nachteile bei der Wirtschaftlichkeit. Diesen Schrägverschleiß konnten wir in der Leistungsklasse bis 19 kNm entscheidend verringern und zugleich mit der neuen Ein-Stempel- Bremse NEXTT den Gewichtsvorteil voll ausspielen. In der höheren Leistungsklasse bis 30 kNm ist die Zwei-Stempel-Konstruktion nach wie vor ungeschlagen, das haben intensive Tests gezeigt."

SYNACT®: das Zwei-Stempel-Modell für die schweren Nutzfahrzeuge

In der Leistungsklasse von 30 kNm tritt SYNACT nicht nur mit 4 kg weniger Eigengewicht und weiter verbesserter Robustheit und Servicefähigkeit gegenüber der Vorgängergeneration an. Darüber hinaus ist das neue Scheibenbremsenmodell modular aufgebaut.Dieses Modulsystem erlaubt es, weltweit höchste Herstellungsstandards sicherzustellen und mit möglichst geringer Modifikation regional unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Ausstattungsoptionen wie ACR (Active Caliper Release) oder zusätzliche Sensorik geben dem Betreiber Möglichkeiten, weitere Kraftstoffeinsparungen in der Größenordnung von 1% zu realisieren oder die digitalen Voraussetzungen für flexible Wartungsintervalle und eine vorausschauende Wartungsplanung zu schaffen. Am Stand in Hannover zu sehen sind die Axial- und Radial-Variante für den Einsatz bei Trucks und Bussen.

NEXTT: das hocheffiziente Ein-Stempel-Modell für Trailer und leichte Nutzfahrzeuge

Mit ihrer Ein-Stempel-Konstruktion und dem daraus resultierenden geringen Gewicht von 29 kg setzt NEXTT in der Klasse bis 19 kNm Bremsmoment neue Maßstäbe bezüglich der Wirtschaftlichkeit. Auch diese neue Scheibenbremse ist modular aufgebaut und kann mit ihrer einheitlichen Innenmechanik schnell und effizient an unterschiedliche Anwendungsfälle und an regionale Anforderungen angepasst werden. Zusätzliche Ausstattungsoptionen wie etwa ACR bieten weitere Möglichkeiten zur Kostenminimierung für Fahrzeugbetreiber.

Die neue Bremssteuerung GSBC

Die Global Scalable Brake Control (GSBC) von Knorr-Bremse – 2018 zum ersten Mal öffentlich am Stand in Hannover zu sehen – bietet mit dem neuen System aus offener Steuerungssoftware und weitgehend vereinheitlichten Hardwarekomponenten eine konsolidierte Plattform für die unterschiedlichen Anforderungen an die Bremssteuerung in den einzelnen Märkten weltweit. Mit ihr führt Knorr-Bremse die bislang strikt getrennten Systemwelten von ABS und EBS zusammen.

Der modulare Aufbau von GSBC ermöglicht die flexible Wahl zwischen ABS und EBS in einer Fahrzeugplattform je nach zum Beispiel regionalen Anforderungen. Vier Basis-Pakete – von Compact über Standard und Premium bis hin zu Advanced – gliedern die Kernfunktionen.

Kunden können sich die diversen Ausstattungsoptionen abgestimmt auf den Fahrzeugtyp zusammenstellen. Das Spektrum reicht dabei von im Markt etablierten Features wie ABS, Traktionskontrolle oder ESP über das abgestimmte Zusammenspiel von Betriebsbremse, Retarder und Abgasklappen (Brake Blending) oder Lenkungsfunktionen, die ausschließlich über das Bremssystem selbst realisiert werden, bis hin zur Anfahrhilfe am Berg oder der automatischen Aktivierung der Bremse bei geöffneter Kabinen- oder Bustür.

Das Unfallrisiko senken kann der Einsatz von Fahrerassistenzsystemen. Abstandsregeltempomat, Notbremsassistent, Spurhalteassistent oder Abbiegeassistent setzen auf den Grundfunktionen des Bremssystems auf und können bei Bedarf dank der modularen Softwarearchitektur von GSBC einfach ergänzt und sicher konfiguriert werden. Für den Fahrzeughersteller ergeben sich mit GSBC zusätzlich einfachere Systemlayouts, die bei Einbau der einzelnen Hardwarekomponenten in die Fahrzeuge signifikante Einsparungen ermöglichen.

Am IAA-Stand von Knorr-Bremse wird die Funktionsvielfalt, die sich auf der Basis von GSBC realisieren lässt, in diversen Animationen zu sehen sein. Die Hardware kommt bereits bei den Fahrzeugdemonstrationen von Knorr-Bremse auf dem Freigelände der Messe zum Einsatz.

Facetten der Verkehrssicherheit

Viele weitere Produkte aus dem Knorr-Bremse Portfolio tragen zur optimierten Sicherheit im Straßenverkehr bei. Einige sind an der Themeninsel Traffic Safety zu sehen, darunter die Luftaufbereitungseinheit (EAC) mit integrierter Parkbremse, vorwärts- und rückwärtsgerichteten Kameras und Radarsensoren. Mit dazu gehört der Zwei-Kolben-Kupplungskompressor, komplett in Aluminiumausführung. Er spart gegenüber dem Vorgängermodell weiter Gewicht ein und stellt die Druckluft zur Verfügung, die die vielen unterschiedlichen Bremsfunktionen erst ermöglicht.

Knorr-Bremse: Shaping tomorrow’s transportation. Together.

Neben der Verkehrssicherheit prägen die Megatrends Konnektivität, Emissionsreduzierung, E-Mobility und automatisiertes Fahren die Mobilitätsbranche in den kommenden Jahren. Knorr-Bremse begleitet seine Kunden dabei als Systempartner in die Zukunft und treibt die Entwicklung in allen vier Kernfeldern in enger Abstimmung mit seinen Kunden voran. Auf den großen Leitmessen 2018 der Nutzfahrzeugbranche – IAA und Automechanika – präsentiert Knorr-Bremse sein Leistungsspektrum. Die Aktivitäten und Innovationen beinhalten zukunftsweisende Technologien der Verkehrssicherheit und automatisierte Transportlösungen im Fern- und Stadtverkehr, gegliedert sind sie unter dem Motto Shaping tomorrow’s transportation. Together.

Treffen Sie Knorr-Bremse vor Ort auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 20. bis 27. September in Hannover, Halle 17, Stand A30/Außenbereich D107, und auf der Automechanika vom 11. bis 15. September in Frankfurt am Main, Halle 3.0, Stand 91 und Stand 98.

Über die Knorr-Bremse AG

Knorr-Bremse ist Weltmarkführer für Bremssysteme und ein führender Anbieter sicherheitskritischer Subsysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Die Produkte von Knorr-Bremse leisten weltweit einen maßgeblichen Beitrag zu mehr Sicherheit und Energieeffizienz auf Schienen und Straßen. Seit mehr als 113 Jahren treibt das Unternehmen als Innovator in seinen Branchen Entwicklungen in den Mobilitäts- und Transporttechnologien voran und hat einen Vorsprung im Bereich der vernetzten Systemlösungen. Knorr-Bremse ist einer der erfolgreichsten deutschen Industriekonzerne und profitiert von den wichtigen globalen Megatrends: Urbanisierung, Elektrifizierung und Umwelteffizienz, Digitalisierung und automatisiertes Fahren.

Rund 28.000 Mitarbeiter an über 100 Standorten in mehr als 30 Ländern setzen sich mit Kompetenz und Motivation ein, um Kunden weltweit mit Produkten und Dienstleistungen zufriedenzustellen. Lokalisierung ist ein zentraler Fokus der Strategie von Knorr-Bremse. Knorr-Bremse liefert Brems-, Einstiegs-, Steuer- und Hilfsenergieversorgungssysteme, Klima- und Fahrerassistenzsysteme für Schienenfahrzeuge sowie Brems-, Lenk-, Antriebs- und Getriebesteuerungs- und Fahrerassistenzsysteme für Nutzfahrzeuge.

Im Jahr 2017 erwirtschaftete Knorr-Bremse in seinen beiden Geschäftsdivisionen weltweit einen Umsatz von 6,2 Mrd. EUR (IFRS). Ein umfassendes Nachmarkt- und Servicegeschäft sowie hohe Eintrittsbarrieren verleihen diesen Umsätzen zunehmend konjunkturell unabhängige Stabilität. Das Unternehmen verfügt über ein starkes, unternehmerisch handelndes und erfahrenes Management. Darüber hinaus sind technologische Exzellenz, Zuverlässigkeit, Leidenschaft und Verantwortung tief in der Unternehmenskultur verankert.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Knorr-Bremse AG
Moosacher Straße 80
80809 München
Telefon: +49 (89) 3547-0
Telefax: +49 (89) 3547-2767
http://www.knorr-bremse.de

Ansprechpartner:
Eva Doppler
Corporate Communications
Telefon: +49 (89) 35471498
Fax: +49 (89) 444454-193
E-Mail: eva.doppler@knorr-bremse.com
Alexandra Bufe
Head of Corporate Communications
Telefon: +49 (89) 3547-1402
E-Mail: alexandra.bufe@knorr-bremse.com
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.