Kunst & Kultur

Michael Sanderling dirigiert Programm rund um Mozart

„Mozartiana“ nannte Peter Iljitsch Tschaikowski seine Suite, die er Werken seines verehrten Vorgängers widmete. So heißt auch das gesamte Konzertprogramm, in dem neben dieser Suite die Ouvertüre zu „Don Giovanni“ und Max Regers selten zu hörende „Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart“ erklingen.

Neben Bach war wohl Mozart der Komponist, der seine Nachfolger am nachhaltigsten zu Referenzen auf sein Werk inspirierte.

Tschaikowski, der dessen Oper „Don Giovanni“ für „die herrlichste Oper, die es gibt“ hielt, komponierte seine Suite „Mozartiana“ jedoch auf der Grundlage von vier weniger bekannten Werken Mozarts. Anlass war der 100. Jahrestag der Uraufführung des „Don Giovanni“. Am Beginn der Suite steht eine Gigue, ein ausgesprochen „experimentelles“ Stück mit gewagter Chromatik. Das folgende rätselhafte Menuett enthält Dissonanzen, die zu den schneidendsten zählen, die Mozart zu Papier brachte. Es übertrifft an Wagemut noch die Adagio-Einleitung des berühmten „Dissonanzen-Quartetts“ KV 465. Die „Preghiera“ beruht auf einer Klavierübertragung Liszts von Mozarts berühmter Motette „Ave verum corpus“. Die Verbindung von Kunstfertigkeit und Schlichtheit hat die Kommentatoren bei diesem kurzen Werk immer wieder beeindruckt.

Die abschließenden Variationen folgen denen über „Unser dummer Pöbel meint“, eins von Mozarts anspruchsvollsten Klavierwerken. Tschaikowski wird hier ganz dem übersprudelnden Humor gerecht, den Mozart in dieser Variationenfolge zeigt. Seine farbenfrohe Instrumentation unterstützt den unerschöpflichen Phantasiereichtum der Komposition.

Max Reger schließlich, der Mozart verehrte, schuf mit seinen Mozart-Variationen ein zu Unrecht selten zu hörendes Orchesterwerk. Das von Reger verwendete Thema entstammt der Klaviersonate in A-Dur KV 331/300i. Schon Mozart verwendet es für Variationen, die bereits ein recht großes Form- und Ausdrucksspektrum aufweisen. Im Gegensatz zu Mozart finden sich bei Reger häufige Takt- und Tonartenwechsel. Der Verlauf des Werks kann als allmähliche Entfernung vom Grundthema verstanden werden, das in der Schlusspassage triumphal wiedergefunden wird.

Eventuelle Restkarten ab 18 Euro (Schüler und Studenten: 9 Euro) sind an der Abend- bzw. Tageskasse erhältlich.

Programm:

1. Dezember 2018, Samstag, 19.30 Uhr
2. Dezember 2018, Sonntag, 11.00 Uhr
Konzertsaal
KULTURPALAST

Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zur Oper „Don Giovanni“ KV 527 (1787)

Peter Iljitsch Tschaikowski: Suite Nr. 4 G-Dur op. 61 „Mozartiana“ (1887)

Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132 (1914)

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