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QUL Naturlatexmatratzen tragen nicht zur Meeresverschmutzung durch Mikroplastik bei

Dass Plastik und Mikroplastik die Meere vergiftet, ist mittlerweile bekannt. Dass es von dort über die Nahrungskette zu uns Menschen zurückgelangen und unsere Gesundheit schädigen kann, auch. Meist denken wir dabei zuerst an PET-Flaschen, Verpackungsmüll und Kosmetika als Verursacher. Doch auch synthetische Matratzen könnten ihren Teil dazu beitragen, z.B. über mikroskopisch kleine Teilchen, die sich beim Waschen aus dem Bezug lösen. Unverfänglich sind dagegen Matratzen aus natürlichen Materialien. Diese erkennt man am Siegel des QUL, Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V., der seit 25 Jahren für schadstoffarme Naturmatratzen ohne Plastik steht.

Matratzenbezüge aus Synthetik tragen oft klangvolle Namen, die den neuesten Stand der Wissenschaft suggerieren. Die vorgeblich immer perfekteren Materialien bestehen jedoch zumeist aus Polyester- oder Polyurethan-Fasern, für noch mehr Komfort zusätzlich mit Kunststoff-Vliesen versteppt. Hersteller und Handel empfehlen sie geradezu fürs häufige Waschen, doch genau darin besteht die Gefahr: ähnlich wie bei Kunststoff-Textilien können sich beim Waschen Faserteilchen aus den Matratzenbezügen lösen und ins Abwasser gelangen. Da die Kläranlagen diese mikroskopisch kleinen Partikel nicht komplett herausfiltern können, verbleibt nur ein Teil im Klärschlamm. Ein nicht unerheblicher Rest treibt über die Flüsse ins Meer.

Eine neue Spezies – der Matratzenfisch

Chemikalien, die den Kunststoff-Fasern während der Produktion hinzugefügt wurden, gelangen über die angeschwemmten Feinst-Partikel in den Nahrungskreislauf der Ozeane. Aber nicht nur das. Mikroplastik, so der BUND Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland, wirke im Meer aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften wie ein Magnet für alle im Wasser befindlichen Schadstoffe. Auf den Meeresboden sinkendes oder im Wasser treibendes Mikroplastik sei derart angereichert damit, dass es die Meeresorganismen vergifte, die es passiv oder mit der Nahrung aufnehmen. Was nicht daran verendet, wird vom nächstgrößeren Meerestier gefressen. Mikroplastik konnte mittlerweile mehrfach in Meeressäugetieren und Fischen nachgewiesen werden. Grotesk aber denkbar also, dass der nächste Fisch auf unserem Teller auf diese Weise ein bisschen was von unserem Matratzenbezug enthält.

Matratzenbezüge einfach nicht waschen, dann ist alles gut?

Auch wenn Matratzenbezüge aus Kunstfasern sicher nicht der größte Verursacher der nachhaltigen Verschmutzung der Ozeane sind, sieht der Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen, QUL e.V. die Produktion von Kaltschaummatratzen insgesamt als potentiell umweltbedenklich an. „Wir können uns durchaus das Szenario vorstellen, dass feinste Teile des Polyurethans, aus dem eine Kaltschaummatratze besteht, in die Umwelt gelangen.“, gibt Annette Esklony vom QUL zu bedenken. „Z.B., wenn die Matratze am Ende doch nicht fachgerecht thermisch entsorgt, also verbrannt wird, sondern auf einer Deponie landet.“

QUL-Matratzen aus natürlichen Materialien als Alternative

Die Mitglieder des QUL, Matratzenhersteller und Vorproduzenten, verzichten daher seit nunmehr 25 Jahren auf Kunststoffe. Matratzen mit dem QUL-Siegel werden nicht nur regelmäßig und streng auf mögliche Rückstände kontrolliert, sie bestehen ausschließlich aus 100% natürlichem Latex ohne Erdöl-Anteil und rein natürlichen Bezügen. Plastik und Mikroplastik sind bei QUL-zertifizierten Matratzen kein Thema. Wer aus hygienischen Gründen den Bezug waschen möchte, findet mit mechanisch ausgerüsteten, nicht einlaufenden Baumwoll-Varianten auch hier eine Lösung. 

Der Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL e.V.) stellt seit 1994 Kriterien für die Standards von Naturmatratzen auf. Er ist heute eine der wesentlichen Instanzen zur Schadstoffprüfung von Matratzen und hat mit dem QUL-Naturlatex-Label ein eigenes Gütesiegel für höchste Verbrauchersicherheit ins Leben gerufen. Dem QUL gehören derzeit 14 Matratzenhersteller, Latexlieferanten und -verarbeiter an.

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