Familie & Kind

Macht Kirche zukunftsfähig!

Mainz, 29. April 2019 – Mit einem Gottesdienst in St. Stephan, einem Gang durch die Altstadt und einer Podiumsveranstaltung in der Akademie Erbacher Hof haben der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), das Netzwerk Diakonat der Frau und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) unter dem Leitwort „Macht Kirche zukunftsfähig!“ in Mainz den Tag der Diakonin 2019 begangen. Im Mittelpunkt stand der diakonische Auftrag der katholischen Kirche.

Die Vizepräsidentin des ZdK, Dr. Claudia Lücking-Michel sagte: „Wir sind überzeugt, dass es ein erster notwendiger Schritt hin zu einer glaubwürdigen Kirche ist, Frauen genauso wie Männern – gemäß ihrer Berufung und entsprechenden Begabung – die Diakonatsweihe zu spenden. Nur mit Männern und Frauen im diakonischen Weiheamt ist unsere Kirche zukunftsfähig!"

Die Vorsitzende des Netzwerkes Diakonat der Frau, Irmentraud Kobusch, begründete die Forderung nach der Öffnung des Diakonenamtes auch für Frauen damit: „Der Auftrag aller Christinnen und Christen zur Diakonie bildet sich auch im sakramentalen Amt ab. Dieser Auftrag bedeutet, dem Beispiel Jesu Christi zu folgen und Menschen in Freud und Leid zu begleiten. Diakonische Arbeit wird bis heute überwiegend von Frauen geleistet. Sie von diesem sakramentalen Dienst auszuschließen, lässt sich weder theologisch begründen, noch wird es dem Auftrag der Kirche gerecht."

Die Bundesvorsitzende der kfd, Mechthild Heil, erinnerte daran: „Die historischen und theologischen Argumente sind längst ausgetauscht. Nicht der Zugang von Frauen zum Amt der Diakonin ist begründungspflichtig, sondern ihr Ausschluss. Solange das diakonische Weiheamt Männern vorbehalten bleibt, schwächt dies die diakonische Kraft der Kirche und ihre Zukunftsfähigkeit. In absehbarer Zeit müssen im Zuge einer Öffnung des Amtes gemeinsame Ausbildungsgänge für Frauen und Männer realisiert werden."

Am Ende der Veranstaltung forderte die Präsidentin des KDFB, Dr. Maria Flachsbarth, im Namen der veranstaltenden Organisationen: „Die diakonische Sendung der Kirche muss von Frauen und Männern, Priestern und Laien gleichermaßen verantwortungsvoll getragen werden. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen ist nötig, damit die Kirche glaubwürdig und zukunftsfähig wird. Erneuerung kann nur gemeinsam erfolgen.“

Die diesjährige zentrale Veranstaltung zum Tag der Diakonin mit über 260 Teilnehmenden fand im Bistum Mainz große Unterstützung. Als Kooperationspartner ermöglichten die Akademie Erbacher Hof und die Pfarrei St. Stephan die Veranstaltung im Zentrum der Stadt Mainz. Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem durch den BDKJ Diözesanverband, den Caritasverband für die Diözese Mainz und den Katholikenrat des Bistums sowie das bundesweit tätige Forum Katholischer Theologinnen – AGENDA.

Initiiert wurde der „Tag der Diakonin“ vor 22 Jahren vom KDFB. 1998 trat im Rahmen des Jubiläumskatholikentages in Mainz das Netzwerk Diakonat der Frau, das stetig wächst, erstmals an die Öffentlichkeit. Zuletzt traten ihm die Katholikenräte der Bistümer Mainz und Fulda bei.

 

(Diese Meldung wird zeitgleich von den Veranstaltern versandt. Wir bitten Mehrfachversendungen zu entschuldigen)

Über Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie von Institutionen des Laienapostolates und weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft. Entsprechend dem Dekret des II. Vatikanischen Konzils über das Apostolat der Laien (Nr. 26) ist das ZdK das von der Deutschen Bischofskonferenz anerkannte Organ, das die Kräfte des Laienapostolats koordiniert und das die apostolische Tätigkeit der Kirche fördern soll. Die Mitglieder des Zentralkomitees fassen ihre Entschlüsse in eigener Verantwortung und sind dabei von Beschlüssen anderer Gremien unabhängig.

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