Musik

Bürgerschreck Bauhaus: Eine musikalisch-visuelle Erkundung im Rahmen der Liszt Biennale Thüringen 2019

Während die neu berufenen Meister des Bauhauses den Aufbruch in die Moderne unternahmen, verharrte die benachbarte Musikhochschule – damals noch „Staatliche Musikschule Weimar“ – in einer Art traditionalistischer Kulturkonkurrenz. Das Bauhaus veranstaltete eigene Konzerte, zu denen in der Festwoche vom August 1923 namhafte Komponisten anreisten, darunter Ernst Krenek, Stefan Wolpe und Igor Strawinsky. Im Rahmen der Liszt Biennale Thüringen 2019 präsentiert das Projekt „Bürgerschreck Bauhaus“ am Freitag, 7. Juni um 19:30 Uhr im Maschinensaal des e-werks einige ihrer Werke und setzt sie in Beziehung zur Bildkunst der Bauhausmeister.

In der szenischen Einrichtung von Sebastian Gühne wird eine experimentelle Zeitreise in die Wechselwirkung beider Künste unternommen. Dabei treffen Schauspielerinnen, Schauspieler und eine Sängerin des Deutschen Nationaltheaters Weimar auf Professorinnen und Professoren der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Es erklingen unter anderem „Sieben frühe Lieder“ von Stefan Wolpe auf Texte u.a. von Kokoschka, Morgenstern und Rilke, außerdem die „Kleine Suite“ für Klarinette und Klavier von Ernst Krenek. Nach der Pause kommt unter der Leitung von Prof. Ekhardt Wycik und in der szenischen Einrichtung von Sebastian Gühne die „Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinsky zur Aufführung.

Es spielt ein hochkarätiges Ensemble der Musikhochschule, bestehend aus den Professor*innen Thomas Steinhöfel (Klavier), Kathrin ten Hagen (Violine), Dominik Greger (Kontrabass), Thorsten Johanns (Klarinette), Uwe Komischke (Trompete), Christian Sprenger (Posaune) und Markus Leoson (Schlagwerk) sowie dem Lehrbeauftragten und Fagottisten der Staatskapelle Weimar, David Mathe. Aus dem DNT-Ensemble wirken Simone Müller, Nahuel Häfliger und Max Landgrebe (Schauspiel) sowie Emma Moore (Sopran) mit. Für Projektionen ist Ioannis Oriwol zuständig. Gefördert wird der „Bürgerschreck Bauhaus“ von der Thüringer Staatskanzlei.

Über das Bauhaus als „Bürgerschreck“ hat Peter Merserburger in seinem Buch „Mythos Weimar“ geschrieben. Und als solcher wurde die neu gegründete Ausbildungsstätte mit ihren unkonventionellen Methoden von den Einwohnern dieser „Kleinstadt mit großem Ruf“ durchaus empfunden. Das Projekt im e-werk widmet sich den „Rändern“ der Bauhauszeit, nicht ihren architektonischen Spuren; also jenen Projekten, die Weimar (ein weiteres Mal in seiner vielhundertjährigen Geschichte) zum Treffpunkt für die künstlerische Avantgarde machten.

Im Kalendarium vom Weimar tauchten sie alle auf: der Komponist Igor Strawinsky, dessen „Geschichte vom Soldaten“ im seit 1919 umbenannten Deutschen Nationaltheater 1923 zur Aufführung kam; Stefan Wolpe, ebenfalls Komponist, der befreundet war mit der Gesangspädagogin Gertrud Grunow, einer der Meisterinnen des Bauhauses, deren Harmonisierungslehre und Forschungen über den Zusammenhang von Farbe, Form und  Ton Stefan Wolpes Arbeiten inspirierten; oder der Maler Wassili Kandinsky, der von Walter Gropius, als Lehrer gewonnen werden konnte und Vorlesungen hielt – beeindruckende künstlerische Manifeste, die den Studierenden die Lust an neuem Denken einpflanzen sollten. Und last but not least kreierte Oskar Schlemmer in Weimar sein Triadisches Ballett.

Eintrittskarten zum Preis von 18,20 Euro, ermäßigt 9,50 Euro, gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Information Weimar und an der Theaterkasse des DNT Weimar sowie auch an der Abendkasse. Der Eintritt für Weimarer Studierende beträgt 6,50 Euro.

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