Finanzen / Bilanzen

Nach Rekord-Dividenden: Steigende Depotrisiken beachten

In den letzten Wochen erfreuten viele börsennotierte Unternehmen Aktionäre mit Rekord-Ausschüttungen. Doch so schön hohe Dividendenzahlungen sind, eine zu starke Fokussierung auf Erträge birgt auch Risiken. Warum eine ausgewogene Wertpapier-Diversifikation wichtig ist und wie Anleger ihr Depot sinnvoll ergänzen.

Für Dividendenjäger ist das Frühjahr die schönste Zeit des Jahres. Deutsche Aktienunternehmen veröffentlichen ihre Jahresbilanzen und zahlen Dividenden an die Aktionäre. In diesem Jahr sind die Ausschüttungen so hoch wie noch nie, das Rekordergebnis von 2018 wurde noch einmal um 6,6 Prozent übertroffen. Noch stärker stiegen die Dividenden internationaler Unternehmen. Nach dem „Janus Henderson Global Dividend Index“ legten sie um 7,8 Prozent zu.

Keine Garantie auf Dividendenzahlung

Immer mehr Anleger sehen dividendenstarke Aktien daher als gute Einnahmequelle und als wichtigen Baustein, um die Depotrendite zu stabilisieren. „Dabei gibt es ein Problem: Hohe Dividenden sind nicht garantiert“, warnt Tom Friess, Geschäftsführer des VZ VermögensZentrums. „Aktionäre können und dürfen sich nicht darauf verlassen, dass diese Strategie langfristig funktioniert.“

Tatsächlich könnte die Rally schneller vorbei sein, als es den Aktionären lieb ist. Denn die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sind derzeit ungewiss und können sich weiter eintrüben. Außerdem verfolgen dividendenstarke Unternehmen häufig Geschäftsmodelle mit kontinuierlichen Gewinnen. Doch viele Märkte und Technologien sind im Wandel, und die Unternehmen könnten plötzlich vor großen Herausforderungen stehen. Dann drohen Kursschwankungen und Dividendenkürzungen.

Jetzt prüfen: Dividenden, Diversifikation und Anlageziel

„Dividenden sollten nicht das einzige Kriterium bei der Wertpapierauswahl sein“, rät Friess. Bei zu starker Dividenden-Fokussierung könnten wichtige Top-Performer wie Internetwerte außen vor bleiben. Auch erhöht eine starke Dividendenfokussierung Anlagerisiken, denn die Diversifikation im Depot sinkt. Nicht wenige Anleger setzen zu sehr auf Heimat-Werte wie DAX-Aktien. Andere Regionen, aber auch Branchen und Währungen sind häufig unterrepräsentiert.

Anleger sollten sich daher fragen: Haben die Dividendenaktien meine Erwartungen erfüllt? Bin ich mit der Gesamtrendite meines Depots zufrieden? Weist mein Depot eine ausreichende Risikostreuung auf? Und: Stimmt meine Anlagestrategie noch mit meinen finanziellen Zielen überein? „Falls nicht, besteht Handlungsbedarf“, so Tom Friess.

Ideen für die Diversifikation des Depots

„Langfristig erfolgreiche Anleger profitieren von einer ausgewogenen Wertpapier-Diversifikation“, sagt der VZ-Chef. Wie diese aussehen kann, zeigt das Ausschüttungsmandat des VZ (siehe Grafik). Es setzt unter anderem auf Anlagealternativen wie Substanz-Werte, Anleihen und ETFs. „Damit erzielen Anleger planbare Erträge, stellen ihr Wertpapier-Depot breit auf und stabilisieren Kursverläufe“, erklärt Friess. Sein Rat: „Anleger sollten jetzt prüfen, inwiefern ihr Depot von diesen Werten profitieren kann.“

Über die VZ VermögensZentrum GmbH

Das VZ VermögensZentrum berät Anleger zu Geldanlagen, Ruhestandsplanung, Vermögensverwaltung und Vorsorge- oder Nachlassplanung. Als unabhängiger Finanzberater und Vermögensverwalter unterstützen wir unsere Kunden seit dem Jahr 2000 an unserem Hauptsitz in München und in unseren Niederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt/Main und Nürnberg.

Das VZ VermögensZentrum vertreibt und vermittelt keine Produkte. Wir finanzieren uns rein aus Beratungshonoraren und Verwaltungsgebühren. Dadurch sind wir nur unseren Kunden verpflichtet und frei von Interessenkonflikten.

Die VZ VermögensZentrum GmbH in Deutschland ist eine Tochter der Schweizer VZ Holding. Mit ihrem Hauptsitz in Zürich und rund 30 Niederlassungen in der Schweiz beschäftigt die VZ Holding insgesamt mehr als 1000 Mitarbeiter in der Schweiz und in Deutschland.

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