Bildung & Karriere

Turmbau zu Osnabrück: Technische Methoden im Einsatz

Gleich zu Beginn des technischen Studiums erlernen Studierende der Hochschule Osnabrück ingenieurmäßiges Arbeiten in Theorie und Praxis. Zugleich machen sie sich schon in den ersten Semestern mit ihren künftigen Berufsfeldern vertraut. Das Fach „Orientierung und Methoden“ ist nur ein Beispiel für die gute Unterstützung der Studierenden in der Startphase. In dieser und weiteren Kategorien erreicht die Hochschule Osnabrück eine Spitzenposition im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE).

Welches Team baut aus einer Rolle Alufolie den höchsten Turm? – Dieser Herausforderung haben sich jetzt rund 160 Studierende des Maschinenbaus und der Fahrzeugtechnik an der Hochschule Osnabrück gestellt. Die 41 Teams haben dafür eine Stunde Zeit. Sie arbeiten konzentriert und genau. Die Folie wird gedreht, gefaltet, zu Stäben, Kreisen, Zylindern, Netzen oder Pyramiden geformt. Baupläne werden präzisiert, es wird geflucht und gelacht.

Neues Fach vermittelt wissenschaftliche Methoden und gibt Berufsorientierung

Was sich nach Spiel und Spaß anhört, habe einen ernsten Hintergrund, erklärt der Studiendekan Prof. Dr. Norbert Bahlmann: „Gleich zu Beginn des Studiums wollen wir das Verständnis dafür wecken, wie wichtig technische Methoden für den Beruf einer Informatikerin oder eines Ingenieurs sind.“ Deshalb steht neben der Mathematik und anderen Grundlagenfächern neuerdings das Fach „Orientierung und Methoden“ auf dem Stundenplan aller Erst- und Zweitsemester der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik. Einerseits lernen Studierende, in welchen Branchen und Arbeitsfeldern sie später tätig sein können. Firmenbesuche und Vorträge von Gästen aus der Praxis stoßen dabei auf besonders großes Interesse. Andererseits geht es darum, unterschiedliche wissenschaftliche Methoden kennenzulernen und praktisch anzuwenden. Im zweiten Semester erhalten Studierende eine spannende Aufgabe und zeigen, was sie alles über Projektmanagement, ingenieurmäßiges Arbeiten und wirkungsvolles Präsentieren gelernt haben.

Kreatives Arbeiten im Team zeigt gute Ergebnisse

Die Professoren des Studienbereichs Maschinenbau Norbert Austerhoff, Norbert Bahlmann und Matthias Reckzügel haben sich für den Turmbau-Wettbewerb entschieden. Nach einer Stunde gibt es für sie viel zu bestaunen: 41 Türme unterschiedlichster Konstruktion sind in einem Hörsaal und im Foyer des SL-Neubaus verteilt. Die „kleineren“ Exemplare sind bis 1,5 m hoch, andere haben die Marke von vier bis fünf Metern erreicht oder gar überschritten. Der Turm des Siegerteams ist stolze 5,85 m hoch und steht direkt vor einer Treppe – das ist praktisch für den Studiendekan Prof. Bahlmann, der zur Messung eine Etage hochgehen muss. Jan Niklas Kaufmann, Alwin Keibel, Thomas Meyer und René Nauber freuen sich über ihren Erfolg: „Wir haben uns vor einigen Wochen ein Konzept überlegt und es erst einzeln, dann gemeinsam ausprobiert. Dass der Turm am Ende so hoch wird, damit hätten wir nicht gerechnet.“

Frühe Vernetzung hilft während des gesamten Studiums

Der Wettbewerb habe ihnen viel Freude bereitet und sie noch mehr zusammengebracht, erzählen die Teammitglieder. „Es war ein toller Einstieg ins Studium“, sagt Alwin Keibel. Einen großen Vorteil des neuen Fachs sieht er darin, sich schon früh zu vernetzen und einander während des gesamten Studiums zu unterstützen. Die vier Kommilitonen haben gleich im ersten Semester eine Lerngruppe gebildet und bereiten sich gemeinsam auf Prüfungen vor. Drei von ihnen haben zuvor Fachausbildungen zum Feinwerkmechaniker, technischen Modellbauer beziehungsweise Konstruktionsmechaniker absolviert, der vierte – ein Gymnasium. Deshalb profitiert die ganze Gruppe von unterschiedlichen Fachkenntnissen ihrer Mitglieder. Mit ihrer Studienwahl sind die Maschinenbau-Studenten sehr zufrieden: „Wir kommen alle aus der Gegend. Die Hochschule Osnabrück hat einen tollen Ruf und ist direkt um die Ecke – darum haben wir uns hier beworben und die Entscheidung keinen Moment bereut“, erzählt René Nauber, seine Kommilitonen nicken zustimmend.

Auch für Prof. Bahlmann ist das gemeinsame Lernen ein Schlüssel zum Erfolg: „Das technische Studium empfinden viele gerade zu Beginn als sehr anspruchsvoll. Grundlagenfächer wie Mathematik oder Mechanik sind kein Spaziergang und zugleich unentbehrlich, um weiterzukommen. Um den Anschluss nicht zu verpassen, hilft es den meisten, in einem Team zu lernen.“

Die Hochschule Osnabrück bietet zudem einen ganzen Strauß an Hilfen zu Studienstart an – beispielsweise Studienvorbereitungskurse, um Fachkenntnisse aufzufrischen und sich am neuen Studienort zurechtzufinden. Beliebt sind auch Tutorien und Mentoring-Programme, die von älteren Mitstudierenden geleitet werden. Dank der „flexiblen Studieneingangsphase“ können Studierende den Lernstoff des ersten Studienjahres auf drei Semester strecken, um mehr Zeit für Übungen in Kleingruppen zu gewinnen. Das LearningCenter der Hochschule unterstützt Studierende in Einzelgesprächen, Gruppenberatungen und Seminaren darin, sich mit eigenen Zielen auseinanderzusetzen und das Studium strategisch zu organisieren.

CHE-Ranking: Hochschule Osnabrück bietet sehr gute Unterstützung zu Studienbeginn

So viel Starthilfe kommt bei den Studierenden sehr gut an: Davon zeugt das aktuelle Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), das in diesem Jahr technische Fächer bewertet hat. Die Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Osnabrück erreicht dabei eine  Spitzenposition gleich in mehreren Kategorien: Unterstützung am Studienanfang, Raumausstattung, IT-Struktur, Ausstattung der Praktikumslabore und Kontakte zur Berufspraxis. Gelobt wird zudem, dass die Abschlüsse meist in angemessener Zeit erreicht werden. Auch die Verzahnung der Lernorte im dualen Studium wird positiv bewertet. Prof. Dr. Alexander Schmehmann, Dekan der Fakultät und zugleich Vizepräsident für Studium und Lehre, freut sich über die sehr guten Ergebnisse: „Das Urteil der Studierenden zeigt uns, dass unsere passgenauen Angebote zu Studienanfang Früchte tragen. Auch die sehr guten Bewertungen für die Labor- und IT-Infrastruktur sowie für Kontakte zur Berufspraxis sind ein wertvoller Beweis, dass wir unseren Auftrag in praxisorientierter Lehre sehr ernst nehmen.“

Bewerbungsphase läuft bis 15. Juli

Wer sich für ein Studium an der größten und beliebtesten Fachhochschule Niedersachsens interessiert, kann sich ab jetzt im Online-Bewerbungsportal der Hochschule Osnabrück um einen Studienplatz bewerben. An den beiden Standorten Osnabrück und Lingen werden insgesamt rund 3.760 Studienplätze vergeben. Studieninteressierte können aus über 100 verschiedenen Bachelor- und Master-Studiengängen wählen. Neben Agrar-, Ernährungs-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften gibt es unter anderem Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Informatik, Landschaftsarchitektur, Musik, Theater, Medien und Design. Bis zum 15. Juli ist eine Bewerbung möglich.

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