Medien

Förderdings: 6,7 Mio. Euro an 29 Projekte, darunter „Die Mittagsfrau“, „Guglhupfgeschwader“ und „Die Ibiza Affäre“

Die Regisseurinnen Barbara Albert, Mara Eibl-Eibesfeldt und Anika Decker inszenieren neue Kinofilme, die der FFF Bayern in der Produktion fördert. Die Firma W&B Television produziert einen Mehrteiler über die sogenannte Ibiza-Affäre für Sky Studios. Diese vier und 25 weitere Projekte hat der Vergabeausschuss für die FFF Film- und Fernsehförderung gestern mit insgesamt 6,7 Mio. Euro zur Förderung empfohlen. Die Höchstsumme von 1 Mio. Euro ging an die Literaturverfilmung Die Mittagsfrau.  

FFF Aufsichtsratsvorsitzende und Digitalministerin Judith Gerlach: „Die Kinos brauchen für einen erfolgreichen Neustart nach Corona dringend gute Filme. Deshalb freut es mich sehr, dass wir mit dem FFF Bayern so spannende Projekte fördern können wie beispielsweise die Literaturverfilmung Ein ganzes Leben von Hans Steinbichler oder eine neue Verfilmung der beliebten Kinder- und Jugendbuchreihe Die drei ???. Persönlich kann ich die nächste Folge der Eberhofer-Krimis Gugelhupfgeschwader kaum erwarten. Mit solchen Blockbustern made in Bavaria wird der Neustart gelingen.“

Produktion Kinofilm

Mit 4,7 Mio. Euro fördert der FFF Bayern die Produktion von acht Kinofilmen. Alle Produktionsfirmen sitzen in München.

Die Verfilmung der Lucky Bird Pictures von Julia Francks Bestseller Die Mittagsfrau erzählt die Geschichte der Halbjüdin Hélène, die ihr Erwachsenwerden und die Liebe ihres Lebens im Berlin der Roaring Twenties erlebt. Schicksalsschläge und eine Scheinehe berauben sie nach und nach ihrer Identität. Regie führt Barbara Albert nach einem Drehbuch von Meike Hauck. Ein großer Teil der Dreharbeiten wird in Bayern stattfinden. Der FFF, der bereits die Entwicklung des Projekts unterstützt hat, fördert die Produktion mit 1 Mio. Euro.

Auch die Firma Claussen+Putz realisiert eine Literaturverfilmung: Mariana Lekys Bestseller Was man von hier aus sehen kann. Autor und Regisseur Aron Lehmann wird die Geschichte über Luise, die mit ihrer Großmutter Selma und ihren skurrilen Nachbarn und Freunden in einem abgelegenen Dorf im Westerwald lebt, nach eigenem Drehbuch inszenieren. Der FFF fördert die Produktion mit 800.000 Euro.

Die Desert Flower Filmproduktion bringt ein Kinderbuch von Kirsten Boie auf die große Leinwand: Thabo. Detektiv und Gentleman – Der Nashornfall. Die Autoren Martin Gypkens und Ursula Gruber haben den Stoff adaptiert, Mara Eibl-Eibesfeldt wird den Film inszenieren. Die Detektivgeschichte für Kinder spielt in einem Wildreservat in Swasiland und wird in Koproduktion mit südafrikanischen Partnern umgesetzt. Der FFF Bayern fördert das Projekt mit 600.000 Euro und hatte es bereits in der Entwicklung unterstützt.

Mit 400.000 Euro Fördermitteln beteiligt sich der FFF an der neuen Komödie von Autorin und Regisseurin Anika Decker. Liebesdings handelt von einem Schauspielstar, der in eine Schmutzkampagne gerät. Der Kinofilm ist das erste gemeinsame Projekt von Anika Decker und der Constantin Film Produktion. Ebenfalls von der Constantin produziert wird der neue Eberhofer-Fall Guglhupfgeschwader, den der FFF mit 500.000 Euro fördert.

Die weiteren geförderten Kinofilme sind die Verfilmung von Robert Seethalers Roman Ein ganzes Leben von der Bavaria Filmproduktion unter der Regie von Hans Steinbichler nach einem Drehbuch von Ulrich Limmer, die Familienunterhaltung Die Drei ??? – Erbe des Drachen von Wiedemann & Berg Film unter der Regie von Tim Dünschede, der auch mit Anil Kizilbuga das Drehbuch nach einer Erzählung von André Marx schrieb, sowie die Opernverfilmung Orpheus in Love von schöne neue Filme unter der Regie von Axel Ranisch nach einem Drehbuch von Sönke Andresen.

Produktion Fernsehfilm und -serie

Mit 1 Mio. Euro insgesamt fördert der FFF die Produktion von zwei TV-Serien.Die Firma W&B Television wird im Auftrag von Sky Studios den Polit-Thriller Die Ibiza Affäre produzieren: die Verfilmung des spektakulären Polit-Skandals, der 2019 zum Sturz der gesamten österreichischen Regierung führte. Die Mini-Serie basiert auf den exklusiven Rechten an dem Bestseller der beiden SZ-Journalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier und weiteren entscheidenden Quellen. Die Drehbücher für die fiktionale Serie stammen von Stefan Holtz und Florian Iwersen. Der FFF fördert das Projekt mit 550.000 Euro.

Weitere 450.000 Euro gehen an Törtel (AT). Die Animationsserie basiert auf der dreiteiligen gleichnamigen Buchreihe von Wieland Freund und erzählt von einer Underdog-Schildkröte, die in jeder Folge in den Culture Clash zwischen Mensch und Tier gerät und dabei über sich und ihre Langsamkeit hinauswächst. Die Caligari Film- und Fernsehproduktion wird 26 Folgen für das ZDF produzieren. Regie führt Hubert Weiland nach Drehbüchern von Jonathan Evans, Jimmy Hibbert und Dörte Cochelin.

Produktion Nachwuchsfilm

Sieben Projekte junger Filmemacherinnen und Filmemacher fördert der FFF Bayern mit insgesamt 527.000 Euro: einen Debütfilm, vier Abschlussfilme an der Hochschule für Fernsehen und Film München und zwei Filme von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern.

Mit dem preisgekrönten Kurzfilm Jupiter machte Autor und Regisseur Benjamin Pfohl seinen Abschluss an der HFF München. Nun entwickelt er diesen Kurzfilm unter demselben Titel weiter und wird seinen Debütfilm vorlegen. Durch einen Schicksalsschlag gerät eine Familie in die Fänge eines obskuren Kultes. Als dieser zu einer höheren Existenz auf dem Jupiter gelangen will, muss sich die heranwachsende Tochter entscheiden, ob sie ihnen folgt oder ihren eigenen Weg auf der Erde geht. Das Drehbuch schrieb Benjamin Pfohl dieses Mal gemeinsam mit Silvia Wolkan. Wie schon den Kurzfilm wird auch den Langfilm die Produktionsfirma Dreifilm realisieren, fotografieren wird abermals Tim Kuhn. Der FFF fördert das Projekt mit 300.000 Euro.   

Projektentwicklung

Der FFF fördert mit insgesamt 105.000 Euro drei Projekte in der Phase der Entwicklung: eine Dokumentarfilm-Reihe, einen Kinofilm und ein VR-Projekt. Dieses handelt von Musik: Klang der Epochen wird eine internationale Virtual Reality-Doku-Serie, die an sechs architektonisch und musikalisch bedeutende Orte in Europa führen wird. Unter der Führung der Sopranistin Regula Mühlemann entsteht eine visuelle und musikalische Reise, die die klassischen Erzählmuster des Dokumentarfilms überschreitet. Die Ottobrunner Firma Beyond Frames wird das Projekt umsetzen, Regie führt Michael Gebendorfer, der das Drehbuch gemeinsam mit Silke Zimmermann schrieb. Der FFF fördert das VR-Projekt mit 15.000 Euro.

Außerdem wurde die Entwicklung des historischen Familiendramas Der 67. Sommer (Produktion: Reynard Films) mit 40.000 Euro gefördert. Der ägyptisch-österreichische Autor und Regisseur Abu Bakr Shawky, dessen Debütilm Yomeddine 2018 im Wettbewerb von Cannes lief, erzählt in der internationalen Koproduktion die Geschichte seiner Eltern, die einander durch einen Briefwechsel kennengelernt haben.

Stoffentwicklung

Die Stoffe dreier Spielfilme und zweier Dokumentarfilme werden mit insgesamt 132.000 Euro FFF Fördermitteln entwickelt.

In My Heart is in the Highlands erzählt Autorin Judith Angerbauer (Produktion: Akzente Film und Fernsehproduktion) von einer jungen Frau, die 1949 mit 200 anderen Frauen nach Island auswandert und dort am Ende der Welt  mit ihrem Kriegstrauma konfrontiert wird. Autorin Alexandra Wesolowski (PSSST! Film) beschreibt in Baba (AT), wie sich der Blick der Augenärztin Zuzanna (62), die vor 30 Jahren aus Polen eingewandert ist, auf Deutschland und die Rolle ihrer Familie nach einem traumatischen Ereignis verändert.Die geförderten Treatmententwicklungen für zwei Dokumentarfilme befassen sich mit dem NS-Künstler Hermann Kaspar (Franziska von Stenglin, Violet Pictures) und dem Image der Care-Arbeit (Die zärtliche Revolution, Annelie Boros, Viktor Schimpf Filmproduktion).

Verleih und Vertrieb

Für die Zeit nach der Wiedereröffnung der Kinos fördert der FFF folgende Filme mit insgesamt 300.000 Euro im Verleih: Weißbier im Blut (Tobis Film), Tides (Constantin Film Verleih), France (MFA+Film Distribution) und Windstill (W-film Distribution).

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