Energie- / Umwelttechnik

Weiterer Rückschritt beim Gewässerschutz: Umweltministerium muss jetzt nachbessern

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung der Pläne zum Gewässerschutz gemäß europäischer Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) für unsere Flüsse, Seen und für das Grundwasser als auch der Pläne zum Hochwasserschutz nach Hochwasserrisikomanagementrrichtlinie (HWRM-RL) erklärt Holger Sticht, Landesvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Datschland in NRW:

„Die heute veröffentlichten Pläne zeigen einmal mehr, wie wenig Interesse die Landespolitik und das zuständige Ministerium an einer ambitionierten Gewässerpolitik hat. Gegenüber dem Entwurf von Dezember 2020 wurden Umsetzungsfristen noch einmal verlängert. Dabei hat inzwischen jeder Bürger und jede Bürgerin in NRW mitbekommen, wie heftig sich die bereits irreversiblen Temperaturerhöhungen auf die Gewässer auswirken: Dürren wie in den Jahren 2018 bis 2020 wechseln sich mit Katastrophenhochwasserereignissen ab. Gewässer fallen wochenlang trocken; Grundwasserstände sinken auf Rekordtiefs; dann reißen Extremhochwasser Menschen in den Tod. Eine weitere Verschleppung der notwendigen Maßnahmen zum Ressourcenschutz, zum Artenschutz an Gewässern und in Auen, zum Schutz der Menschen vor Wasserfluten in unverantwortlich. Hier muss Umweltministerin Heinen-Esser zügig nachbessern, um den Schutz der für die Bevölkerung lebenswichtigen Ressource Wasser, den Arten- und Hochwasserschutz sicherzustellen.“

Ankündigung: 
Im Januar wird der BUND NRW eine grundlegende Bewertung der mehrere Tausend Seiten umfassenden Pläne veröffentlichen. Zahlreiche Stressoren unserer Gewässer und unseres Wassers wie stoffliche Belastungen von Grundwasser und Flüssen, Verbauung der Auen und intensive Wasserentnahmen werden nicht ausreichend angegangen. 

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