Energie- / Umwelttechnik

Die Wärmewende wird ohne den Ausbau der Stromnetze nicht gelingen

Die Wärmewende der Bundesregierung sieht vor, dass ab 2024 jedes Jahr 500.000 Wärmepumpen mit elektrischem Antrieb an das Netz angeschlossen werden – bis 2030 sollen es insgesamt sechs Millionen solcher Geräte sein. Besonders an extrem kalten Tagen stellen Wärmepumpen jedoch eine erhebliche Belastung für das Stromnetz dar, da sie einerseits viel Wärme erzeugen müssen und andererseits ihre Effizienz unter diesen Bedingungen sinkt. Um eine Überlastung des Netzes zu verhindern, ist also ein umfangreicher Ausbau notwendig.

„Natürlich ist die Investition in innovative Heiztechnik begrüßenswert. Dennoch dürfen wir dabei eines nicht vergessen: das Stromnetz. Denn auch dieses muss sich weiterentwickeln. Großen Handlungsbedarf gibt es beispielsweise bei den Netzen im lokalen Bereich, über die der Strom bis zum Hausanschluss weitergeleitet wird. Diese Verteilnetze spielten in der energiepolitischen Debatte bislang eine eher geringe Rolle. Dabei müssen gerade sie massiv ausgebaut werden, denn mit einer wachsenden Zahl von Einspeisungen und großen Verbrauchern wird der Betrieb der Verteilnetze immer anspruchsvoller. Bisher fließt der Strom nämlich nur in eine Richtung: vom Kraftwerk zum Verbraucher. In Zukunft wird der Strom aber in beide Richtungen fließen, z.B. indem Verbraucher selbst erzeugte Solarenergie in das Netz einspeisen. Gleichzeitig muss das Netz auch Schwankungen in der Erzeugung abfedern können, etwa wenn die Sonne nicht scheint und weniger Solarenergie erzeugt wird. Um solche Phasen zu überbrücken, sind sehr viel mehr Energiespeicher notwendig, indem zum Beispiel auch Wärmepumpen netzdienlich genutzt werden können. Erzeugte Energie muss zwischengespeichert werden, um in Zeiten geringerer Erzeugung, flexibel darauf zurückgreifen zu können. In diesem Kontext ist auch über die marktrechtliche Integration zu sprechen. So fordern die Verteilernetzbetreiber einen direkten Zugriff auf flexible Assets wie die Wärmepumpen. Eaton hingegen fordert die Etablierung lokaler Märkte für Flexibilitätreserven, damit diese Leistungen der Besitzer von Wärmepumpen entsprechend vergütet werden, um entsprechende wirtschaftliche Anreize zu generieren.

Nur mit einem intelligenten Netz und belastbaren Speichermöglichkeiten lassen sich diese Herausforderungen lösen und unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern überwinden. Das heißt auch das neben dem Ausbau erneuerbarer Energie und der Etablierung innovativer Heiztechnik schnellstmöglich die Gesetze angepasst werden, um die Flexibilisierung des Netzes zu ermöglichen.“

Dirk Kaisers, Segment Leader Distributed Energy EMEA bei Eaton

Über die Eaton Electric GmbH

Eaton ist ein Anbieter von Energiemanagement-Lösungen. Das Unternehmen bietet energieeffiziente Lösungen, die den Kunden effektiv dabei helfen, elektrische, hydraulische und mechanische Energie effizienter, sicherer und nachhaltiger zu nutzen. Eaton hat sich dem Ziel verschrieben, durch den Einsatz von Energiemanagement-Technologien und -Dienstleistungen für mehr Lebensqualität zu sorgen und die Umwelt zu schützen.

Das 1911 gegründete Unternehmen Eaton ist seit 100 Jahren an der NYSE notiert. Im Jahr 2022 verzeichnete es einen Umsatz von 20,8 Milliarden US-Dollar und ist in über 170 Ländern vertreten. Weitere Informationen finden Sie unter www.eaton.de. Folgen Sie Eaton auf Twitter und LinkedIn.

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