Gesundheit & Medizin

Nicht gesund: Bundesbürger sitzen werktags täglich 9-10 Stunden

Gerade wurde die siebte Ausgabe des DKV-Reports „Wie gesund lebt Deutschland?“ veröffentlicht. Darin werden bei den Bundesbürgern unter anderem ein Trend zum immer längeren Sitzen und ein teils geringes psychisches Wohlbefinden kritisch gewertet. Ohne umfassende Präventionsangebote steuere die Gesellschaft „mit Beginn der nächsten Jahrzehnte geradewegs auf eine gesundheits- und sozialökonomische Krise zu“, warnt einer der wissenschaftlichen Leiter, der Kölner Sportwissenschaftler Ingo Froböse, im Vorwort. Er fordert, dass Bewegung zu alltäglicher Routine wird und Sport wieder einen Platz im Zentrum der Gesellschaft einnimmt. Die Ergebnisse der Befragung von 2800 Erwachsenen sind repräsentativ – zusammenfassend wurde festgestellt:

Weniger als jeder Fünfte lebt rundum gesund

17 Prozent der Befragten erreichen nach den Kriterien des Reports Werte, die einem rundum gesunden Leben in sämtlichen abgefragten Bereichen gleichkommen: Dazu zählen Werte in den Kategorien

  • körperliche Aktivität
  • Ernährung,
  • Alkohol- und Tabakkonsum sowie
  • Stressempfinden.

Eher ungesund leben laut dem Report die 30- bis 45-Jährigen, die oft Beruf, Kinderbetreuung und Pflege Angehöriger unter einen Hut bekommen müssen. Nur jeder Zehnte in dem Alter erreicht Werte eines rundum gesunden Lebens. Die Maßstäbe, die die Forscher ansetzen, sind an Empfehlungen verschiedener Institutionen angelehnt, darunter etwa die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Die Deutschen bleiben auf ihren Stühlen kleben, und das über die Jahre immer mehr.

Als besorgniserregend stufen die Autoren die immer längeren Zeiten pro Tag ein, die die Bundesbürger im Sitzen verbringen: An Werktagen seien es nun 9,2 Stunden durchschnittlich, noch einmal eine halbe Stunde mehr als 2021. Nach Daten von 2015 hatten die Menschen damals noch 7,5 Stunden pro Tag gesessen. Am längsten sitzen laut der aktuellen Befragung die 18- bis 29-Jährigen, mit mehr als 10 Stunden täglich. Langes Sitzen könne das Risiko für das Entstehen von Herzerkrankungen, Krebs und Typ-2-Diabetes erhöhen, warnt die WHO. „Eine Verminderung der täglichen Sitzzeiten durch Bewegung reduziert das Sterberisiko erheblich“, sagte Froböse. Hier sind vor allem auch Unternehmen gefordert, die schon länger über Gesundheitsmanagement diskutieren, aber noch immer sehr wenig aktiv tun.

Workshop für wirksames Gesundheitsmanagement am 10. Oktober in München

"Vernetzt statt verkrampft: Strategien und Ideen für wirksames Gesundheitsmanagement" ist das Thema des Workshops der BBGM-Regionalgruppe Südbayern am 10. Oktober 2023 in München für

  • Unternehmer,
  • betriebliche Entscheidungsträger,
  • Personalverantwortliche,
  • Führungskräfte sowie
  • Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragte.

Unternehmensvertreter berichten über Ihre Erfahrungen und geben Impulse für die Teilnehmer. So wird u.a. Christine Büeck (Personalmanagement/BGM, Sparda-Bank München eG) darüber berichten, wie die Sparda-Bank psychische Gefährdungsfaktoren ermittelt. Die Teilnehmer dieser Tagung am 10.10.2023 befassen sich mit drei Schwerpunktthemen:

  • Ohne STRATEGIE kein wirksames BGM! – Es gibt aber keine Patentrezepte – Was tun?
  • 10 Jahre „Gefährdungsbeurteilung Psychische Belastungen“ … wie ist der Stand?
  • GESUNDE FÜHRUNG: Mehr als nur Zahlen im Blick

Der Frühbucherpreis beträgt bis 04.09.2023 für BBGM-Mitglieder 129,00 € und für Nicht-Mitglieder 169,00 €. Danach werden die Tickets jeweils 20 Euro teurer. Alle Preise verstehen sich zzgl. 19% MwSt. inkl. Verpflegung Kaffee, Tee, Getränke, Mittagessen.

Weitere Informationen und Anmeldung bei www.Kompetenzforum-Betriebliche-Gesundheit.de.

Quelle: Report der Deutschen Sporthochschule Köln und der Deutschen Krankenversicherung (DKV)

Über FQL – Fröhlich Qualität Liefern

Der Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement e.V. [BBGM] ist ein selbständiger und unabhängiger Fachverband. Der BBGM steht für alle Themen der betrieblichen Gesundheit mit dem Ziel der Stärkung, Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden und Führungskräften durch Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Der BBGM bietet internen betrieblichen Fachkräften sowie externen Akteuren für die betriebliche Gesundheitsarbeit: Orientierung, Qualifizierung und fachbezogenen Austausch. Die BBGM-Regionalgruppe Südbayern unterstützt diese Ziele aktiv mit Impulsvorträgen, Workshops, Events und Netzwerktreffen in München, die nicht nur für BBGM-Mitglieder sondern auch für andere BGM- und BGF-Interessierte zugänglich sind.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

FQL – Fröhlich Qualität Liefern
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Stephan Ehlers
Leiter BBGM-Regionalgruppe Südbayern
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