Familie & Kind

Großbrand in Bangladesch zerstört Hunderte Häuser / Tausende Menschen benötigen dringend Hilfe

Nach einem verheerenden Großbrand in der Siedlung Kalshi im Stadtteil Pallabi, Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, benötigen Tausende Menschen dringend humanitäre Hilfe. Das Feuer zerstörte am 25. Mai 2026 mehr als 600 Unterkünfte, Geschäfte und kleine Betriebe. Schätzungen zufolge sind mindestens 6.000 Menschen betroffen. Da häufig viele Familien gemeinsam in einer Unterkunft leben, könnte die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen. Die Vermutungen liegen aktuell bei bis zu 20.000 betroffenen Menschen.

Die Flammen breiteten sich aufgrund der dichten Bebauung und der überwiegend aus leicht entflammbaren Materialien errichteten Unterkünfte rasend schnell aus. Enge Straßen und Wege, sowie Wasserknappheit erschwerten die Löscharbeiten erheblich.

Viele Familien verloren innerhalb weniger Stunden ihr Zuhause, ihre persönlichen Besitztümer und ihre Existenz. Bis zu 250 kleine Geschäfte und Handwerksbetriebe sind verbrannt, ebenso wie Geldersparnisse, die viele vor dem anstehenden Eid-ul-Azha-Fest zu Hause aufbewahrten.

Zahlreiche Menschen schlafen derzeit im Freien, unter Brücken oder am Straßenrand. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.

„Die Situation ist auch deshalb schwierig, da viele offizielle Stelle wegen des Eid ul Azha-Festes geschlossen waren. “ sagt Annette Rost, Geschäftsführerin von ShelterBox Germany e.V. „Unsere Priorität ist es, betroffene Familien so schnell wie möglich mit Notunterkünften und lebenswichtigen Hilfsgütern zu unterstützen.“

Dazu gehören unter anderem Zelte, Zeltplanen, Werkzeuge und Materialien für den Bau provisorischer Unterkünfte.

Die hohe Zahl der obdachlos gewordenen Menschen und die schwierigen infrastrukturellen Bedingungen vor Ort stellen Hilfe und den Wiederaufbau vor große Herausforderungen.

ShelterBox hat bereits mehrere Male erfolgreich Einsätze in Bangladesch durchgeführt:

2025 Brand in Karail
2024 Zylon im Südwesten des Landes
2019 und 2017 nach Überflutungen
2007 Zyklon

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