Supply Chain Awards 2026: Acht Bewerbungen erreichen die Finalrunde
Am 10. November präsentieren die Finalisten beider Auszeichnungen in Frankfurt am Main ihre Konzepte vor Publikum und Jury. Anschließend kürt eine unabhängige Expertenjury die Gewinner. Auch die Teilnehmer der Veranstaltung können per Live-Voting ihre Favoriten wählen. Die Publikumsstimmen für den Supply Chain Management Award und den Smart Solution Award fließen jeweils in die Entscheidung der Jury ein. Die feierliche Preisverleihung der Supply Chain Awards 2026 geht am Abend im Anschluss an die Finalrunden über die Bühne.
Der Finaltag der Supply Chain Awards 2026 steht unter dem Motto „Navigating Next: Smart Supply Chains in an Era of Constant Change“. Teil der Agenda sind spannende Keynotes, eine interessante Podiumsrunde sowie praxisorientierte Workshops zum Supply Chain Management. Die Preisträger und Teilnehmer der Veranstaltung können sich außerdem auf die Reden der Laudatoren bei der Preisverleihung sowie auf ausgiebiges Netzwerken innerhalb der Supply Chain freuen.
Zu den Supply Chain Awards
Den Supply Chain Management Award verleihen LOGISTIK HEUTE sowie Strategy& und PwC dieses Jahr bereits zum 21. Mal: Diese Auszeichnung würdigt herausragende SCM-Konzepte, die entwickelt, umgesetzt und für andere Unternehmen wegweisend sind. Ziel ist es, die Lieferkette zu optimieren, Kosten zu reduzieren, Transparenz zu erhöhen oder die Zusammenarbeit einzelner Teams zu verbessern. Amtierender Preisträger 2025 ist Audi.
Der Smart Solution Award wird 2026 zum neunten Mal vergeben – für besonders innovative Konzepte, die sich noch in einem frühen Stadium der Umsetzung befinden. Mit diesem Preis werden Lösungen ausgezeichnet, die das Potenzial haben, traditionelle Wertschöpfungsketten künftig grundlegend zu verändern. Mit dem Smart Solution Award 2025 wurde IFCO ausgezeichnet.
Die Finalisten des Supply Chain Management Awards 2026
BASF Agricultural Solutions
BASF Agricultural Solutions treibt die digitale Transformation seines globalen Supply Chain Managements mit einer KI-basierten Plattform voran. In einem volatilen Marktumfeld, das durch End-to-End-Durchlaufzeiten von bis zu 24 Monaten, schwankende Nachfrage sowie ein globales Netzwerk von Wertschöpfungsketten geprägt ist, unterstützt die Lösung das Unternehmen dabei, schnellere und fundiertere Entscheidungen zu treffen. Ziel ist es, Resilienz und Lieferfähigkeit für Kunden weltweit zu stärken und gleichzeitig das Working Capital effizient zu steuern.
Kern des Ansatzes ist eine integrierte Plattform, die kausale KI, generative KI, Wissensgraphen und Netzwerksimulationen kombiniert. Die Anwendung verknüpft in Echtzeit interne Planungs- und Marktdaten mit externen Signalen und schafft so eine Basis für fundierte Entscheidungen. Ein Market Knowledge Graph unterstützt die Nachfrage- und Geschäftsplanung, simuliert das globale Netzwerk als digitalen Zwilling und stellt mit einem S&OP-Chatbot entscheidungsrelevante Informationen bereit. Die Lösung ist direkt mit allen relevanten Planungs- und weiteren internen Systemen verbunden.
Dadurch können Planungs- und S&OP-Teams fundiertere Entscheidungen treffen, Risiken früher erkennen und schneller auf Marktveränderungen reagieren. Nach Angaben von BASF Agricultural Solutions konnte die Genauigkeit der Absatzprognose um 20 Prozent verbessert werden. Darüber hinaus reduziert das Tool den manuellen Planungsaufwand, automatisiert Baseline-Planung für Low-Touch-SKUs und ermöglicht eine präzisere Steuerung von Beständen, Kapazitäten und Netzwerkpuffern. In der Supply-Chain-Netzwerksimulation wurde laut dem Unternehmen eine 80-prozentige Verbesserung gegenüber initialen Basismodellen erzielt.
Mit der Anwendung zeigt BASF Agricultural Solutions, wie sich moderne KI-Technologien in einem globalen Supply-Chain-Umfeld produktiv einsetzen lassen, um Resilienz, Transparenz und Entscheidungsqualität nachhaltig zu erhöhen. Der weltweite Rollout der Plattform soll bis 2027 abgeschlossen sein. Gleichzeitig bietet die Plattform Potenzial für weitere Ausbaustufen und zusätzliche Anwendungsfälle.
Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom entwickelt mit dem Telco Circularity Score (TCS) einen branchenspezifischen Kennzahlenrahmen, um Zirkularität entlang der gesamten Wertschöpfungskette mess- und steuerbar zu machen. Ausgangspunkt ist das Konzernziel, bis 2030 nahezu vollständig zirkulär bei Technik und Endgeräten zu werden, bei gleichzeitig fehlender einheitlicher Definition, Berechnungsmethode und Kennzahlenlogik für die Telekommunikationsbranche. Ziel ist es, Zirkularität nicht länger nur zu berichten, sondern aktiv zu steuern. In Zeiten volatiler Lieferketten und knapper Rohstoffe unterstützt Zirkularität konkret Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und den Erhalt von Ressourcen.
Kern des Ansatzes ist ein Score, der 14 Kennzahlen in vier gleich gewichteten Clustern zu einer einzigen Steuerungsgröße verdichtet: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Sammlung sowie Abfall. Jede Kennzahl wird gegen eine definierte Ambition für 2030 gemessen und zunächst auf Cluster-, dann auf Gesamtebene aggregiert. Der Rahmen umfasst Netztechnik, IT und Endgeräte, einschließlich bereits verkaufter Geräte. Für diese bietet die Telekom Kundinnen und Kunden über Rückkauf- und Mietmodelle einfache Wege, um sie in den Kreislauf zurückzubringen. Definitionen, Ambitionen, Datenquellen und Systeme sind je Kennzahl verbindlich dokumentiert.
Der Score schafft eine neue Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen in Beschaffung, Technik und Produktmanagement und ist segmentübergreifend im Business Review integriert. Für die Beschaffung von Netztechnik arbeitet die Deutsche Telekom an einem „Refurbished First“-Prinzip einschließlich Gewährleistung, ergänzt um einen internen, länderübergreifenden Marktplatz für gebrauchte Komponenten. Bei Festnetzgeräten verschiebt sich das Geschäftsmodell in Europa vom Verkauf zur Miete. Mit dem Telco Circularity Score zeigt die Deutsche Telekom, wie sich Zirkularität aus der Nachhaltigkeitsberichterstattung in die operative Steuerung überführen lässt. Erklärtes Ziel ist es, den TCS zum globalen Branchenstandard zu machen: Gemeinsam mit der Industrieallianz JAC (Joint Alliance for
Corporate Social Responsibility) treibt die Telekom die Standardisierung voran.
Swarovski
Swarovski richtet seine Global Supply Chain konsequent auf Wachstum aus. Mit dem Transformationsprogramm „GSCignite“ stärkt das Unternehmen seine vertikal integrierte Lieferkette und macht sie zu einem Treiber für Wachstum, Resilienz, Innovation und Margenstärke. Das Leitmotiv „Transform while we Perform“ macht den Anspruch klar: Swarovski schöpft das Potenzial des bestehenden Netzwerks täglich aus und gestaltet zugleich die Lieferkette der Zukunft. Drei strategische Hebel treiben dabei das Programm voran: World-Class Manufacturing, Sales & Operations Planning sowie Digital Transformation & Innovation. Gleichzeitig stärkt Swarovski gezielt Talente, Fähigkeiten und Kultur. Mit dem Ansatz „One Plan“ bündelt das Unternehmen Nachfrage, Angebot und Finanzsicht in einem gemeinsamen, unternehmensweiten Prozess. Klare Verantwortlichkeiten, AI/ML-gestützte Prognosen und szenariobasierte Entscheidungen schaffen dabei eine einheitliche Sicht auf Prioritäten, Zielkonflikte und Leistung.
Die Wirkung zeigt sich im gesamten Wertschöpfungsnetzwerk: Swarovski steigert Produktionsleistung und Produktqualität, senkt Logistik- und Overheadkosten, reduziert Bestände und sichert zugleich eine hohe Produktverfügbarkeit in den regionalen Distributionszentren. Am Traditionsstandort Wattens verbindet Swarovski moderne, modulare Anlagen mit umfassender technologischer Expertise, um neue Marktchancen zu erschließen.
Die Digitalisierung ist ein entscheidender Treiber dieser Transformation und schafft Echtzeittransparenz entlang von Produktion, Logistik und Planung. Künstliche Intelligenz unterstützt die Teams dabei, schneller zu entscheiden, vorausschauender zu planen und Verbesserungen rascher umzusetzen. Initiativen wie der GSC AI Club, der interne AI Idea Award und von Mitarbeitenden entwickelte KI-Agenten bringen dabei neue Ideen direkt in die Umsetzung.
Seit dem Start im Jahr 2023 hat GSCignite Swarovski dabei unterstützt, seine Organisation und sein Netzwerk neu auszurichten und gleichzeitig die Cash-Generierung des Unternehmens zu stärken. Bis 2030 entwickelt das Unternehmen die Lieferkette zu einem agilen, effizienten, resilienten, kapitaleffizienten und digital gestützten Netzwerk. Externe Auszeichnungen für Arbeitgeberqualität, Arbeitssicherheit und Supply-Chain-Führung bestätigen die Richtung. Am Ende gilt: Technologie eröffnet neue Wege – den Unterschied machen die Menschen, die sie mit Erfahrung, Verantwortung und Ideen zum Leben bringen.
TK Elevator
Mit seiner Bewerbung für die Supply Chain Awards 2026 präsentiert TK Elevator (TKE) die vollständige Neuausrichtung von Procurement & Supply Chain Management (PSM) in sämtlichen Dimensionen: Strategie, Prozesse und Organisation. Ausgangspunkt war der Carve-out von thyssenkrupp im August 2020. Statt gewachsene Strukturen fortzuschreiben, entschied sich TKE für einen Greenfield-Ansatz und baute die globale Beschaffung unter dem Leitbild „ONE PSM“ neu auf – mit klarer Führung von Strategie, Ausführung und Enablement durch ein Center of Excellence.
Kern der Transformation ist ein durchgängiger digitaler Backbone: Die Jaggaer-Suite standardisiert Source-to-Pay-Prozesse global mit einem Volumen von rund 1,6 Milliarden Euro und mehr als 3.700 Nutzern, ein Control-Tower-Modell und das Alpega-TMS schaffen vollständige Lieferkettentransparenz in der Logistik, Sphera und IntegrityNext überwachen mehr als 4.000 Lieferanten. Parallel wurde die Lieferkette strukturell resilienter: Die Modularisierung der globalen Plattformen EOX und HELIX reduzierte die Variantenkomplexität um mehr als 80 Prozent, die Lieferantenzahl für strategische Subsysteme um 70 Prozent. Der Nutzen zeigt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette: eine Verbesserung der jährlichen Einsparungen um mehr als 60 Prozent, eine Verbesserung des Return on Investment von 25 Prozent, eine Liefertreue von über 95 Prozent sowie um 20 Prozent gesenkte Seefrachtkosten – und über fünf Jahre und mehrere globale Krisen hinweg keine einzige Lieferunterbrechung. Nachhaltigkeit ist dabei integraler Bestandteil der Beschaffung: TKE hält ein EcoVadis-Gold-Rating mit 86 Prozent im Bereich Sustainable Procurement und wurde 2024 und 2025 als CDP Supplier Engagement Leader ausgezeichnet. Bis 2027 strebt TKE Level 4 im eigenen Reifegradmodell an – mit Fokus auf KI-Integration und strategische Lieferantenpartnerschaften.
Die Finalisten des Smart Solution Awards 2026
byeagain
Mit seiner Circular-Supply-Chain-Plattform entwickelt byeagain einen KI-basierten Ansatz, um Retouren, B-Ware und nicht mehr als Neuware verkaufsfähige Produkte grundlegend neu zu bewerten und wieder in den Markt zurückzuführen. Ausgangspunkt sind operative und wirtschaftliche Herausforderungen im Handel: Retouren und B-Ware werden bislang häufig abgeschrieben, stark rabattiert, über Liquidation mit Margenverlust abgegeben oder sogar zerstört. Hinzu kommen ein hoher interner operativer Aufwand im Umgang mit Rückläufern, unkontrollierte Sekundär- und Graumärkte, fehlende Transparenz über den Warenzustand sowie steigender regulatorischer Druck rund um Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Ziel von byeagain ist es, Retouren in einen profitablen, zirkulären und skalierbaren Umsatzstrom zu verwandeln – wirtschaftlich tragfähig, operativ skalierbar und gesellschaftlich inklusiv.
Kern des Ansatzes ist eine durchgängige Refurbishment-Lösung, die KI in einen datengetriebenen End-to-End-Prozess integriert und damit das Refurbishment nicht standardisierter Waren im industriellen Maßstab ermöglicht. Das System automatisiert intelligent die Entscheidung, wie jedes einzelne Produkt geprüft, verarbeitet, wiederaufbereitet und erneut eingesetzt wird. Der Prozess umfasst die Übernahme von Retouren und B-Ware, Wareneingang, datenbasierten Qualitätscheck und Bewertung, professionelle Reinigung und optionale Reparatur, transparentes Grading und Dokumentation,
Lagerung und europaweites Fulfillment sowie den Wiederverkauf über passende Kanäle. Ergänzt wird dies durch ESG-Berichterstattung und Kundensupport. Für den Wiederverkauf bietet byeagain drei flexible Modelle: über die eigenen Kanäle des Partners, über Marketplace-Integrationen unter dem jeweiligen Markennamen sowie über einen diskreten, markengeschützten Verkauf durch byeagain – ganz nach den Anforderungen an Markenschutz und Positionierung.
Mit der Aufnahme ins Finale des Smart Solution Awards 2026 zeigt byeagain, wie sich KI-gestütztes Refurbishment im industriellen Maßstab produktiv einsetzen lässt, um aus einem operativen Problem wieder ein wirtschaftlich nutzbares Produkt zu machen. byeagain verfolgt die Vision einer Handelsbranche, in der Produkte standardmäßig wiederverwendet – und nicht zerstört – werden und Kreislaufwirtschaft kein Kompromiss, sondern selbstverständlicher Bestandteil des Handels ist.
Freshflow
Freshflow entwickelt eine KI-Auto-Dispo für Obst und Gemüse, also ein System, das die tägliche Bestellung im Markt übernimmt. Es ist die letzte große Warengruppe im Lebensmitteleinzelhandel, die weitgehend von Hand bestellt wird. Trockensortimente werden seit über 20 Jahren systemgestützt disponiert; in der Ultrafrische scheitern dieselben Verfahren nach Darstellung des Unternehmens nicht an der Rechenleistung, sondern an der Datengrundlage, an der Haltbarkeit und an der Schwankung der Nachfrage. Die Datengrundlage leidet schon daran, dass lose Ware keinen eigenen Barcode hat, dass mehrere Sorten unter einem PLU-Code laufen und dass eine ganze Melone im Markt geschnitten und unter anderer Nummer verkauft wird.
Dazu kommen Streckenlieferungen vom Erzeuger, die je nach Markt zehn bis 50 Prozent des Frische-Umsatzes ausmachen und in der Warenwirtschaft nie ankommen. Was dort als Bestand steht, hat mit dem Regal deshalb wenig zu tun. Die Haltbarkeiten wiederum stehen nirgends im System: Eine
Erdbeere hält ein bis drei Tage, eine Kartoffel mehrere Wochen. Bei der einen kostet jede Kiste zu viel bares Geld, bei der anderen kostet jede Kiste zu wenig verlorenen Umsatz. Dazu springt die Nachfrage täglich mit Wetter, Saison und Aktionen. Pro Abteilung sind das 80 bis 150 Bestellentscheidungen pro Tag, überwiegend aus Erfahrung und Intuition. Die Folgen bleiben nicht im Markt, denn die Marktbestellung ist das erste Bedarfssignal, auf dem Verteilzentren, Zentralen und Lieferanten ihre Planung aufbauen. Ist es verzerrt, fängt kein Lagerbestand den Fehler auf. Die Ware verdirbt vorher.
Genau hier setzt Freshflow an: als zusätzliche Ebene über der vorhandenen Warenwirtschaft, die dabei unverändert weiterläuft. Eine tägliche Simulation bestimmt je Artikel und Markt den verkaufsfähigen Bestand, den die Warenwirtschaft nicht führt. Ein je Markt trainiertes Prognosemodell wertet mehr als 120 externe Datenpunkte je Artikel und Tag aus, darunter Wetter, Ferien, Aktionen und Kannibalisierung zwischen Artikeln. Zuletzt wird gewichtet, wie schwer das Verderbsrisiko gegenüber einer Lücke im Regal wiegt. Heraus kommt eine Bestellmenge je Artikel in ganzen Gebinden, die die Fachkraft am Tablet annimmt oder ändert.
Logivations
Logivations entwickelt mit dem „Echtzeit Digitalen Zwilling“ eine KI-basierte Plattform, um Transparenz und Steuerung in Lager- und Produktionslogistik grundlegend weiterzuentwickeln. Ausgangspunkt sind intransparente reale Prozessabläufe, eine Warenbuchung, die bislang nur über zahlreiche manuelle Scans möglich ist, sowie fehlende Übersicht über Fahrzeugpositionen, Auslastung und Beladungszustände. Hinzu kommen Gefahrensituationen, die zu spät erkannt werden, und eine Nachschubsteuerung, die häufig lediglich auf Sicht oder Durchschnittswerten basiert. Ziel ist es, operative Prozesse in Echtzeit sichtbar und steuerbar zu machen und Einsparungspotenziale faktenbasiert statt über Bauchgefühl zu erschließen.
Kern des Ansatzes ist das „W2MO Real Time Location & Recognition System“ (RTL&RS), das KI-Kameras, Objekterkennung und den „W2MO Digitalen Zwilling“ zu einer integrierten Lösung verbindet. Deckenkameras lokalisieren Fahrzeuge, Paletten, Behälter und Personen indoor wie outdoor – nach einmaliger Erstidentifikation und ohne Tags, Labels oder Fahrzeugumbau. Die Objektlokalisierung erfolgt direkt an der Kamera und ermöglicht eine verteilte, dezentralisierte und parallelisierte Softwarearchitektur auf Basis von Standardkomponenten („Commercial off-the-shelf"). Die Plattform deckt Flottenmanagement für gemischte Flotten aus AGVs, Staplern und Robotern ab, unterstützt VDA 5050, ohne dieses Protokoll zwingend zu erfordern, verbucht Picks und Puts automatisch ins LVS – auch in Regalen über KI-basierte Gabelhöhenbestimmung – und ist mit generativer KI sowie über ein unternehmensweites Netzwerk standortübergreifend nutzbar. Der Datenschutz wird durch lokale Verarbeitung auf der Kamera und Personenverpixelung DSGVO-konform sichergestellt.
Mit dem „Echtzeit Digitalen Zwilling“ zeigt Logivations, wie sich KI-basierte Objektlokalisierung und -erkennung in einem realen Logistikumfeld produktiv einsetzen lassen, um Transparenz, Effizienz und Entscheidungsqualität nachhaltig zu erhöhen. Über die Integration von KI-Robotik – etwa dem Pixel PT – entsteht zugleich die Grundlage für eine vollständig digitalisierte, autonome Intralogistik aus einer Hand sowie für weitere Ausbaustufen und zusätzliche Use Cases.
traide AI
traide AI ist eine KI-Plattform für automatisierte Zolltarifklassifizierung und ganzheitliche Handelsregulatorik. Die Plattform hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein gravierendes Problem des internationalen Handels zu lösen: die manuelle Klassifizierung von Waren in Zolltarifnummern. Der Prozess kostet Unternehmen Tausende von Arbeitsstunden, und bei fehlerhafter Durchführung kann dies zu hohen Geldstrafen führen. Gegründet 2021 in Berlin von Leonie Althaus, Philipp Friebertshäuser und Hendrik Niemann, verfolgt traide AI die Vision, dass jedes Unternehmen weltweit rechtskonforme Handelsentscheidungen in Sekunden statt Wochen treffen kann.
Mittelständische und große Unternehmen aus Automobilindustrie, Medizintechnik, Maschinenbau, E-Commerce und Logistik, darunter Siemens Healthineers, BMW, Nexans, Ingram Micro und IGUS, vertrauen auf die spezialisierte KI von traide AI. Zolltarifierung, Exportkontrolle und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften werden dadurch schneller, rechtssicher und skalierbar gestaltet. Die firmeneigene KI basiert auf einem domänenspezifischen Modell, das mit mehr als 500.000 validierten Zolltarifentscheidungen trainiert wurde, liefert rechtskonforme Begründungen und schlägt Zolltarifnummern sowie Warenbeschreibungen vor. Die Plattform deckt das gesamte Compliance-Spektrum ab: traideStarter für schnelle Ad-hoc-Klassifizierung, traideCompliance für Massenklassifizierung mit ERP-Integration und traideExport für Exportkontrolle mit Dual-Use-Prüfung. Darüber hinaus erkennt sie automatisch Melde- und Dokumentationspflichten im Rahmen von CBAM, EUDR sowie Embargos und Sanktionsregelungen.
Mehr als 300 Unternehmen vertrauen heute auf traide AI und haben über fünf Millionen Artikel klassifiziert. Kunden profitieren von der Verkürzung der Klassifizierungszeit von Stunden auf wenige Minuten, deutlich weniger Rechercheaufwand und nachträglichen Korrekturen sowie der nahtlosen Integration in ERP-Systeme wie SAP S/4HANA für vollständige Prüfungssicherheit.
Weitere Informationen zu den Supply Chain Awards unter: https://supply-chain-awards.com und https://logistik-heute.de/supply-chain-awards
Der HUSS-VERLAG ist ein moderner B2B-Verlag, der mit Fachzeitschriften und periodisch erscheinenden Sonderpublikationen die Fach- und Führungskräfte der Wirtschaftszweige Logistik und Automotive sowie der Branchen Touristik, Transport, Aftersales und Personenbeförderung mit Produkten, Praxis- und Hintergrundwissen versorgt. Auch die Webpräsenzen der Fachmagazine haben sich zu gesuchten Informationsportalen entwickelt. Im HUSS-VERLAG erscheinen aktuell die Fachzeitschriften LOGISTIK HEUTE, LOGISTRA, taxi heute, busplaner, VISION mobility, Unterwegs, PROFI Werkstatt und die Zeitung Transport samt Sonderveröffentlichungen und digitale Medien. Der HUSS-Verlag verleiht Preise, wie BEST OF mobility, BESTER AUTOHOF, den Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit, den Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis, Taxi des Jahres, die BESTE PROFI Werkstatt-Marke, die BESTE LOGISTIK MARKE, LOGISTRA best practice und den Supply Chain Management Award. Geschäftsführer des HUSS-VERLAGS sind Christoph Huss und Rainer Langhammer. Der HUSS-VERLAG ist Teil der HUSS-Unternehmensgruppe mit Sitz in München und Berlin.
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