Gesundheit & Medizin

Ein Blick auf Deutschlands Rezepte: Die Top-Medikamente und die Gründe für hohe Preise

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben Todesursache Nr. 1 in Deutschland 
  • Herz-Kreislauf-Medikamente stehen auf fast jedem dritten Rezept– Apotheken retten Leben
  • Teure Spezialmedikamente treiben die Gesamtkosten
  • 2025 hat NOVENTI 174 Mio. E-Rezepte abgerechnet, E-Rezept-Quote bei über 80 %

Blutdrucksenker, Cholesterinmedikamente oder Herztabletten: Arzneimittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören weiterhin zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten in Deutschland. Fast jedes dritte Rezept, das NOVENTI 2025 abgerechnet hat, enthält ein entsprechendes Präparat. Das zeigt eine neue Auswertung des Unternehmens, das einer der größten Rezeptabrechner Deutschlands ist und im vergangenen Jahr über 174 Mio. E-Rezept abgerechnet hat.

Der Grund ist klar: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Todesursache Nr. 1 und zählen generell zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in Deutschland (Quelle: Statistisches Bundesamt). Viele Menschen nehmen dauerhaft Medikamente ein, um Blutdruck, Herzfunktion oder Cholesterinwerte zu kontrollieren.

Volkskrankheiten: Apotheken sind entscheidend für die Prävention
Gerade bei diesen Volkskrankheiten spielen Apotheken vor Ort eine wichtige Rolle in der Prävention und Begleitung der Therapie. Neben der Arzneimittelabgabe bieten viele Apotheken auch pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) an – etwa Blutdruckmessungen oder Medikationsberatungen. Damit können Patientinnen und Patienten ihre Gesundheitswerte regelmäßig kontrollieren und ihre Therapie besser im Blick behalten.

Mark Böhm, Vorstandsvorsitzender NOVENTI Health SE: „Apotheken sind für viele Menschen die erste Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen. Mit Angeboten wie Blutdruckmessungen unterstützen sie Patientinnen und Patienten dabei, ihre Therapie besser zu verstehen und Erkrankungen frühzeitig im Blick zu behalten – und retten so Leben.“

Schmerzmittel und Diabetesmedikamente folgen auf den nächsten Plätzen
Nach Herzmedikamenten werden besonders häufig Medikamente für das Nervensystem verschrieben – dazu zählen vor allem Schmerzmittel oder Begleitmedikamente bei anderen Erkrankungen. Sie machen rund 17 Prozent der Rezepte bei NOVENTI im Jahr 2025 aus. Auf Platz drei liegen Arzneimittel für Verdauung und Stoffwechsel, etwa Diabetesmedikamente oder Mittel gegen Magenprobleme, mit gut 12 Prozent Anteil.

Ein Rezept kostet im Schnitt über 100 Euro
Der durchschnittliche Wert eines Rezepts lag 2025 bei 102,60 Euro. Allerdings variiert der Preis stark – je nachdem, welche Medikamente verschrieben werden. Papierrezepte sind insgesamt deutlich teurer als elektronische Rezepte. Das liegt vor allem daran, dass auf einem Papierrezept bis zu drei Medikamente stehen können, während beim E-Rezept jede Verordnung einzeln ausgestellt wird. 2025 hat Papierrezept durchschnittlich 230,90 Euro gekostet, ein E-Rezept 73,53 Euro.

„Hochpreiser“: Wenige Medikamente verursachen einen großen Teil der Kosten
Während viele häufig verschriebene Medikamente eher günstig sind, entstehen die größten Arzneimittelkosten im Gesundheitssystem durch sehr teure Spezialtherapien. Dazu gehören etwa Medikamente gegen Krebs oder Autoimmunerkrankungen. Ein Beispiel sind sogenannte immunmodulierende Medikamente. Ein Rezept dafür kostet im Durchschnitt mehr als 1.700 Euro.

Diese Art von Rezepten wird auch als „Hochpreiser“ bezeichnet (hier: Rezepte mit einem Wert höher als 1.200 €). 2022 machten diese noch knapp 41 Prozent aller bei NOVENTI eingereichten Rezepte aus, während es 2025 bereits rund 46 Prozent waren – ein Anstieg von 5 Prozent in drei Jahren.

Was Patientinnen und Patienten wissen sollten
Für die meisten Menschen bedeutet das: Die häufigsten Medikamente sind gleichzeitig nicht die teuersten. Die hohen Kosten im Gesundheitssystem entstehen vor allem durch moderne Spezialtherapien für schwere Erkrankungen – während Standardmedikamente für Volkskrankheiten wie Bluthochdruck vergleichsweise günstig bleiben.

Alle Informationen zum NOVENTI Rezept Report 2025 gibt es auf: www.noventi.de/noventi-data-hub

Datenbasis:
Alle Aussagen und präsentierten Informationen basieren auf den Abrechnungsdaten von NOVENTI aus den Jahren 2022 bis 2025. NOVENTI rechnete 2025 über 174 Mio. E-Rezepte ab. Für die Analyse wurden neben E-Rezepten auch Papierrezepte einbezogen. Die Daten sind nach dem international anerkannten ATC-Code-System für Arzneimittel und Arzneistoffe (Anatomisch-Therapeutisch-Chemisches Klassifikationssystem) geclustert, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt und gepflegt wird.

Über NOVENTI Health SE

NOVENTI ist ein führender Anbieter von Software, Finanzdienstleistungen und digitalen Plattformen im deutschen Gesundheitsmarkt. Mit den Dienstleistungen und Produkten in den Bereichen Abrechnung, Warenwirtschaft und Branchensoftware steht NOVENTI sämtlichen Leistungserbringerinnen und Leistungserbringern des Gesundheitswesens mit Professionalität und Expertise zur Seite. Dazu zählen unter anderem Apotheken, Arztpraxen, Physiotherapiepraxen, Sanitätshäuser und Pflegedienste sowie deren Kundinnen und Kunden bzw. Patientinnen und Patienten. NOVENTI begleitet seine Kundinnen und Kunden in digitalen Transformationsprozessen wie dem E-Rezept, bietet hybride Lösungen und vernetzt sowohl die Dienstleisterinnen und Dienstleister im Gesundheitsmarkt als auch die Menschen miteinander, um damit die Zukunftsfähigkeit der Leistungserbringerinnen und Leistungserbringer zu sichern. Seit der Gründung im Jahre 1900 als Interessenvertretung von Münchner Apotheken ist NOVENTI bis heute ein apothekereigenes Unternehmen. Einziger Gesellschafter der NOVENTI Group ist der FSA e. V., der rund 3.000 Apothekerinnen und Apotheker zu seinen Mitgliedern zählt. NOVENTI mit Hauptsitz in München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeitende und erzielt einen Abrechnungsumsatz von über 30 Mrd. Euro.

Vorstand: Mark Böhm (Vorstandsvorsitzender) I Frank Steimel (stellv. Vorstandsvorsitzender)
Weitere Informationen: www.noventi.de | NOVENTI – Mehr Zeit für Gesundheit

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

NOVENTI Health SE
Berg-am-Laim-Straße 105
81673 München
Telefon: +498943184500
Telefax: +49 (89) 43184-460
http://www.noventi.de

Ansprechpartner:
Christina Fischer-Friedrich
Head of Communications
E-Mail: presse@noventi.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel