Inlandstourismus erreicht im ersten Halbjahr 2026 einen Rekord — im Juni brechen die Übernachtungen von Gästen aus Deutschland um 3,6 Prozent ein
Im Juni kehrte sich das Bild um. Die Betriebe verzeichneten 48,9 Millionen Übernachtungen, 2,9 Prozent weniger als im Juni 2025. Der Rückgang ging dabei allein auf Gäste aus dem Inland zurück: Ihre Übernachtungen sanken um 3,6 Prozent auf 41,2 Millionen, während die von Gästen aus dem Ausland um 1,6 Prozent auf 7,7 Millionen zulegten.
Wo eine Saison so unregelmäßig anläuft, verschiebt sich die Anforderung an die Ausrüstung: gefragt ist weniger Spezialisierung als Verwendbarkeit über mehrere Anlässe. Das betrifft besonders das Schuhwerk — wasserdichte Barfußschuhe für Damen zum Wandern etwa decken Wege ab, die je nach Wetter trocken oder nass sind.
Was die Statistik für Juni und das Halbjahr ausweist
Wie das Statistische Bundesamt meldet, ergeben sich folgende Werte:
- Erstes Halbjahr 2026: 223,8 Millionen Übernachtungen, 0,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und damit ein neuer Höchstwert.
- Der bisherige Höchstwert lag bei 223,1 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr 2025.
- Halbjahr nach Herkunft: 187,4 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem Inland, 36,4 Millionen von Gästen aus dem Ausland.
- Juni 2026: 48,9 Millionen Übernachtungen, 2,9 Prozent unter dem Vorjahresmonat.
- Juni nach Herkunft: 41,2 Millionen aus dem Inland, ein Minus von 3,6 Prozent, und 7,7 Millionen aus dem Ausland, ein Plus von 1,6 Prozent.
Der Rekord und der Einbruch stammen aus derselben Reihe
Ein Rekord im Inlandstourismus und ein rückläufiger Juni schließen einander nicht aus. Die ersten Monate des Jahres trugen den Zuwachs; der Juni zog ihn wieder nach unten, ohne ihn aufzuheben. Der Abstand zum bisherigen Rekord beträgt lediglich 0,7 Millionen Übernachtungen.
Bemerkenswert ist die gegenläufige Bewegung nach Herkunft. Gäste aus dem Ausland kamen im Juni häufiger, Gäste aus dem Inland seltener — ein Muster, das eher für Zurückhaltung bei den eigenen Ausgaben spricht als für ein unattraktives Reiseziel. Wer den Sommer näher am Wohnort verbringt, braucht anderes Schuhwerk als für zwei Wochen am Stück, etwa schnell trocknende Badeschuhe für Kinder mit UV-Schutz für den Nachmittag am Wasser.
„Eine Saison, die im Halbjahr einen Rekord aufstellt und im Juni einbricht, planen Sie nicht mehr über den Kalender. Sie planen sie über die Frage, was mehrere Zwecke abdeckt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Ein Monatswert im Sommer hängt am Wetter
Einzelne Sommermonate schwanken stark, weil Witterung, Ferienlage und Feiertage zusammenwirken. Hinzu kommt die Lage von Pfingsten: Der Feiertag fiel 2025 auf den 8. Juni, 2026 dagegen auf den 24. Mai. Reisetage, die im Vorjahr in den Juni zählten, fielen in diesem Jahr in den Mai.
Zu beachten ist außerdem, was die Statistik erfasst: Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben ab zehn Schlafgelegenheiten. Tagesausflüge, Campingplätze unterhalb dieser Grenze und Aufenthalte bei Verwandten tauchen darin nicht auf — gerade sie prägen aber den Sommer im Inland.
Woran sich die zweite Jahreshälfte messen lässt
Die Zahlen für Juli legt das Statistische Bundesamt im September vor, die für August im Oktober.
Entscheidend wird sein, ob der Juni ein Ausreißer bleibt oder der Beginn einer Reihe ist. Für die Ausstattung folgt daraus eine schlichte Konsequenz. Wer nicht weiß, ob der eigene Sommer aus einer langen Reise oder aus vielen kurzen Wegen besteht, rüstet sich besser für den zweiten Fall — er tritt in beiden Varianten ein.
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