Internationaler E-Waste Day am 14. Oktober: afb social & green IT setzt auf Geräte, die länger leben
Wie groß die Herausforderung ist, zeigt der Global E-waste Monitor 2024 von UNITAR und ITU: Im Jahr 2022 fielen weltweit 62 Millionen Tonnen Elektroschrott an, 82 Prozent mehr als 2010. Nur 22,3 Prozent davon wurden nachweislich ordnungsgemäß gesammelt und recycelt. Auch Europa, die Region mit der höchsten dokumentierten Sammelmenge pro Kopf, erreichte lediglich eine dokumentierte Quote von 42,8 Prozent. Pro Kopf fielen dort 17,6 Kilogramm Elektroschrott an, dokumentiert gesammelt und verwertet wurden 7,5 Kilogramm. Bei mehr als der Hälfte fehlt somit der Nachweis einer ordnungsgemäßen Sammlung und Verwertung.
Besonders niedrig sind die Quoten bei kleinen Geräten: Sie machen laut Monitor ein Drittel des weltweiten Aufkommens aus, werden aber nur zu 12 Prozent recycelt. Bei kleiner IT- und Telekommunikationstechnik wie Laptops und Mobiltelefonen liegt die dokumentierte Quote weltweit bei 22 Prozent. Die Botschaft des WEEE Forum an Verbraucherinnen und Verbraucher ist deshalb klar: Jedes Gerät mit Stecker, Kabel oder Akku ist am Ende seines Lebens Elektroschrott und gehört an eine offizielle Sammelstelle oder in die Rücknahme des Handels, nicht in den Hausmüll.
„Es gibt derzeit keine nachhaltig produzierte IT-Hardware. Gewinnung der Rohstoffe und Herstellung belasten Umwelt und Menschen erheblich. Aus Nachhaltigkeitssicht ist es deshalb am sinnvollsten, vorhandene Geräte so lange wie möglich zu nutzen“, sagt Daniel Büchle, CEO von afb. „Recycling ist wichtig, setzt aber erst am Ende an. Wer ausgediente Laptops, Smartphones und PCs an einen zertifizierten Refurbisher übergibt, statt sie einzulagern oder zu entsorgen, gibt den Geräten ein zweites Leben.“
Für Unternehmen und Behörden ist der Weg dorthin klar geregelt: afb holt nicht mehr benötigte Hardware ab, löscht die Daten zertifiziert, prüft und bereitet die Geräte auf und bietet sie anschließend wieder an. Was sich nicht mehr aufarbeiten lässt, wird fachgerecht recycelt. Partnerunternehmen erhalten dazu auditfähige Löschnachweise sowie transparente Wirkungsdaten, die sie in ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung nutzen können.
„Jedes Gerät, das wir aufarbeiten, schafft sinnvolle Arbeit für Menschen mit Behinderung“, betont Büchle. „Ökologie und Inklusion gehören bei uns untrennbar zusammen. Der E-Waste Day erinnert daran, dass jede Entscheidung über den Verbleib eines Geräts Folgen hat. Wir laden alle Organisationen ein, diese Entscheidung bewusst zu treffen.“
Im vergangenen Jahr hat afb rund 728.000 Geräte aufgearbeitet und damit 68.000 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart.
Quelle: Global E-waste Monitor 2024 (4. Ausgabe), Global E-waste Statistics Partnership, UNITAR und ITU, März 2024; WEEE Forum, International E-Waste Day 2026.
afb social & green IT ist Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen. Durch zertifiziertes IT-Remarketing trägt afb dazu bei, Ressourcen zu schonen und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen. Seit 2004 übernimmt afb nicht mehr benötigte IT- und Mobilgeräte von Unternehmen und Behörden, löscht Daten zertifiziert, bereitet die Geräte auf und vermarktet sie weiter. Aktuell beschäftigt afb rund 700 Mitarbeitende, davon mehr als 40% mit Behinderung.
Für dieses Green-IT-Konzept wurde afb unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis (2024, 2021 und 2012), dem German SDG Award (2022) und als Europas Sozialunternehmen 2020 ausgezeichnet. afb ist geprüft und zertifiziert vom TÜV Süd (ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001), als Entsorgungsfachbetrieb und als Microsoft Authorized Refurbisher.
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