• Gesundheit & Medizin

    Die neue Ausgabe der NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA), Nr. 72, für Tierärzt*innen zum Download bereit auf www.ava1.de

    Die NUTZTIERPRAXIS AKTUELL (NPA), eine Fachzeitschrift für Tierärztinnen und Tierärzte der Nutztierpraxis, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit aktuellen Themen der tierärztlichen Bestandsbetreuung von Rinder- und Schweinebetrieben. Die moderne Nutztiermedizin sieht nicht primär die Behandlung, bzw. Therapien von einzelnen Tieren, sondern sieht vordergründig den Tierbestand auf einem landwirtschaftlichen Betrieb als Ganzes. Das tierärztliche Ziel der Bestandsbetreuung ist die Gesunderhaltung der anvertrauten Tierherde. Der Beruf des Nutztier-Veterinärs hat sich zum „Gesundheitsmanager“ eines landwirtschaftlichen Betriebes gewandelt. Diese so genannte Präventivtiermedizin dient der Tiergesundheit auf hohem Niveau, dem Tierschutz, dem Tierwohl und natürlich auch dem Verbraucherschutz, derweil Arzneimittel nur noch auf minimalstem Niveau zum Einsatz kommen. Seit über zwanzig Jahren steht diese PRÄVENTIV-TIERMEDIZIN der Agrar-…

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    Die Klauen tragen die Milch: Klauenorthopädie- und Klauenpflege-Workshop in der AVA

    Die Tiermedizinprofessorin Dr. Kerstin Müller der Tierärztlichen Hochschule in Hannover prägte den Satz: „Die Klauengesundheit gilt als zentraler Indikator einer erfolgreichen Milchkuhhaltung“- wie recht sie damit hat … . Die fachgerechte funktionelle Klauenpflege gilt als eine der wichtigsten Vorbeuge- und Kontrollmaßnahmen für die Klauengesundheit in Milchviehherden. In so manchem Milchviehbetrieb wir die Klauenpflege der Milchkühe oft, aus welchen Gründen auch immer, mehr oder weniger vernachlässigt. „Nicht „gepflegte“ Klauen öffnen Tür und Tor für Klauenerkrankungen, die sehr schmerzhaft werden können. Tierschutz, Tierwohl und Tiergesundheit verlangen die Durchführung einer funktionellen Klauenpflege in einem zeitlichen Abstand von normalerweise 4 – 6 Monaten“, so Ernst-Günther Hellwig, Gründer und Leiter der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA),…

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    Fütterungskontrolle und -Fütterungsoptimierung im Milchkuhbestand sind das A&O gesunder Kühe

    Tierärzte und Tierärztinnen in der tiermedizinischen Betreuung von Milchkühen sind heute mehr denn je gefordert, auch weit über den Rand ihres tiermedizinischen Fachwissens die Gesundheit ihrer anvertrauten Milchkuhbetriebe auf hohem Niveau zu sichern. Die Aufgabe der modernen Nutztiermedizin dient nicht mehr primär der tierärztlichen Behandlung lediglich kranker Tiere, sondern gesunde Tiere eines Betriebes müssen so betreut werden, dass sie erst gar nicht erkranken. Man bezeichnet diese Form der Betreuung als Präventivtiermedizin, bzw. die „Managementbegleitung“ des landwirtschaftlichen Miulchviehhofes. Dazu ist es unabdingbar, auch mit anderen Beratungsspezialisten des Betriebes eng zusammenzuarbeiten, um gemeinsam, also mit Tierärzten, Futter-, Stallbau-, Ökonomieberatern u.a. mit dem Landwirt oder Produktionsleiter, die Tiergesundheit, das Tierwohl und die Betriebsökonomie…

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    Neue Aufgaben für Tierärzte: modernes Futter– und Fütterungscontrolling im Schweinestall

    Aufgrund der vielfältigen „politischen Anforderungen (N-Bilanzierung) an „Input“ (Futterkomponenten) und „Output“ (Kot, Harn, Gülle), finden mehr und mehr neue, ausgeklügelte Futterrezepturen Einsatz in der Schweinefütterung. Fast ohne so genannter Sicherheitszuschläge im Eiweißangebot, niedrige Mineral- und Spurenelementanteile im Futter, gezielter Einsatz von limitierenden Aminosäuren, usw. mit dem Ziel ist, jede „Futterverschwendung“ zu vermeiden und den Austrag über die Gülle auf den Acker von Sticksoff, Calcium, Phosphor, usw. so gering wie möglich und selbstverständlich umweltverträglich gestalten zu können. Damit verändern sich auch für die Veterinärmediziner in der Schweinepraxis mit rasanter Geschwindigkeit die Aufgaben im Rahmen der tierärztlichen Bestandsbetreuung. Neben Schweinehaltern, landwirtschaftlichen Beratern und Futterlieferanten sind auch Tierärzte mehr und mehr gefordert, mit…

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    Fütterungscontrolling im Milchkuhbetrieb: Einzigartiges AVA-Fortbildungskonzept für Tierärzte und Landwirte

    Die traditionelle Rolle des Tierarztes in der Nutztiermedizin, den Landwirt (Tierwirt) nur in Fragen der Tiergesundheit zu beraten, bzw. als „Feuerwehrtierarzt“ zu agieren, ist endgültig vorbei und Geschichte. Im übertragenden Sinn gilt der Satz: „Wird die Kuh optimal ernährt, sind die Tiere gesund“. Natürlich hat eine Vielzahl anderer Faktoren auch Einfluss auf die Tiergesundheit. Es zeigt sich aber deutlich, dass der Schwerpunkt „Fütterungscontrolling“ mit und durch den Tierarzt aus dem Beratungskonzept nicht mehr wegzudenken ist. Für moderne Tierarztpraxen ist diese „moderne Bestandsbetreuung“ heute selbstverständlich. Außergewöhnlich und hervorzuheben sind die praxisnahen Fortbildungen zu Themen der tierärztlichen Bestandsbetreuung der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA), einer Fortbildungsgesellschaft für Tierärzte und Landwirte im Münsterland. Hier…

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    Gesundheits- und Ernährungspsychologie, Prof. Dr. Christoph Klotter, als Gastreferent auf der 23. AVA-Haupttagung im Mai 2023 in Bad Salzschlirf

    Auf Einladung der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) aus dem münsterländischen Steinfurt, beginnt der Ernährungspsychologie Prof. Christoph Klotter seinen Gastvortrag am 19. Mai auf der AVA-Tierärztetagung mit dem italienisches Sprichwort: ‘Zwischen der Absicht und der Umsetzung liegt das Meer‘. Mit anderen Worten: Die fundamentale Diskrepanz zwischen Essenswunsch und Essensrealität zeigt die gerade in der jetzigen Zeit übertriebenen ethischen Vorstellungen über „gesunde“ Ernährung. „Man ist erst ein guter Mensch, wenn man vegan oder vegetarisch lebt und sei damit allen anderen moralisch überlegen. Gerne erhebt „man“ – die Schicht der vermeintlich höher Gebildeten und Finanzstärkeren – sich über den „dummen Proll, der noch Fleisch isst“ . Das ist ideologisch motiviert und entspricht einer…

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    23. AVA-Haupttagung für mehr Tiergesundheit, Tierwohl und Tierschutz- 18.-21.Mai in Bad Salzschlirf (Fulda)

    „Guter Tierschutz dient u.a. dem Schutz der menschlichen Gesundheit und darf auch in Zeiten der Sparpolitik nicht vernachlässigt werden…“. Das fordert Dr. med. vet. Madeleine Martin, die seit 1992 Landestierschutzbeauftragte des Landes Hessen ist. Auf Einladung der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) aus dem münsterländischen Steinfurt, referiert neben vielen anderen Fachreferent:innen die hessische Tierschutzbeauftragte, Dr. Madeleine Martin, anlässlich der 23. AVA-Haupttagung vom 18. bis 21. Mai 2023 in Bad Salzschlirf, in der Nähe von Fulda. In der gemeinsamen Sektion der Schweine- und Rindertierärzte am 19. Mai, wird sie mit den anwesenden Nutztierärzt:innen über die Aufgaben einer Landestierschutzbeauftragten diskutieren, die auch den praktischen Tierärzt:innen bei ihrer täglichen Arbeit auf den landwirtschaftlichen Betrieben…

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    Eutergesundheit im Milchkuhbetrieb- Die große Aufgabe und Verantwortung für Tierarzt und Landwirt

    Der Tierarzt hat nicht nur die Aufgabe, die Tiergesundheit eines landwirtschaftlichen Betriebes auf hohem Niveau zu halten; er ist auch dem Tierschutz, dem Tierwohl und dem Verbraucherschutz verpflichtet. Natürlich ist in letzter Konsequenz der Landwirt für die Tiergesundheit seiner Herde verantwortlich. Dieser ist aber verpflichtet, seinen, den Bestand betreuenden Tierarzt, in allen Fragen, die die Tiergesundheit mit allen Folgen betreffen, zu Rate zu ziehen. Die so genannten „Tierarztkosten“, die der Landwirt gerne niedrig halten möchte, sind letztendlich „Tiergesundheitskosten“, mit dem Ziel, die Milchkuhherde gesund zu erhalten. Das dient natürlich – im positiven Sinne – der Betriebsökonomie und auch dem Tierschutz, dem Tierwohl und Verbraucherschutz. Eine gesunde Herde gebraucht auch nur…

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    Was haben eine Frauenarztpraxis und eine Tierarztpraxis gemeinsam? Zumindest ein Ultraschallgerät

    Die gynäkologische Ultraschalluntersuchungen von Milchkühen, nicht nur auf Trächtigkeiten (Gravidität), ist heute eine selbstverständliche tierärztliche Dienstleistung im Rahmen einer modernen tierärztlichen Bestandsbetreuung von Milchviehbetrieben. Der Landwirt, besser Milchviehmanager, muss neben vielen anderen Dingen den Graviditätszustand seiner Milchviehherde genau kennen, um mit gesunden Milchkühen sein gesetztes Produktionsziel zu erreichen. Ungefähr 60 Tage nach der Geburt sollte eine gesunde Milchkuh für eine erneute Trächtigkeit bereit sein und auch besamt werden. Drei bis vier Wochen nach dieser, in der Regel artifiziellen Insemination, wird die erste Ultraschallträchtigkeitskontrolle durch den Tierarzt durchgeführt. Die Ultraschalluntersuchung bietet den Vorteil, die Gravidität bereits relativ früh sicher festzustellen, um nichttragende Tiere frühzeitig zu erkennen und diese zur weiteren Behandlung…

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    Tierärztliche Betreuung von „neuen/modernen“ landwirtschaftlichen Nutztieren

    Neben Schafen und Ziegen müssen Tierarztpraxen heutzutage u.a. auch Lamas und Alpakas betreuen, sich also intensiver mit den individuellen „Eigenschaften“ dieser Spezies vertraut machen. Gerade Alpakas und Lamas werden mehr und mehr als Therapietiere in vielen Bereichen der Heilpädagogik und Therapie eingesetzt; man bezeichnet sie gerne als die Delfine der Weide. Somit wird der Nutztierarzt sich mehr und mehr mit diesen „neuen und modernen“ Tierarten beschäftigen müssen, um auch hier eine gute tierärztliche Versorgung zu gewährleisten. Im Studium wurden Lamas und Alpakas eher selten abgehandelt – moderne Tierarztpraxen sollten aber dieses „Portfolio“ heute unbedingt mit anbieten. Lamas und Alpakas gelten in Deutschland seit 1996 als landwirtschaftliche Nutztiere (natürlich auf Schaf…