-
Deutsche Herzstiftung mit neuem Vorsitzenden
Zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Herzstiftung e. V. (www.herzstiftung.de) wurde Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung gewählt. Professor Voigtländer, Kardiologe und Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien-Krankenhauses in Frankfurt am Main, löst damit Prof. Dr. med. Dietrich Andresen (Berlin) ab. „Ich freue mich sehr, die erfolgreiche Arbeit meiner Vorgänger Thomas Meinertz und Dietrich Andresen fortsetzen zu können. Beide haben die Deutsche Herzstiftung in den vergangenen zehn Jahren in hervorragender Weise weiterentwickelt“, betont der neue Mann an der Spitze der Herzstiftung. Neuer Stellvertretender Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. med. Heribert Schunkert, Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen, Deutsches Herzzentrum München. Plötzlicher Herztod „Alle Anstrengungen der Deutschen Herzstiftung in Aufklärung und…
-
Herzmedizin fürs Ohr: Herzstiftung startet Podcast-Reihe
Die Deutsche Herzstiftung startet zum Weltherztag mit ihrer eigenen Podcast-Produktion unter dem Titel „imPULS – Wissen für Ihre Gesundheit“. Damit wird das breite Informationsangebot um ein besonderes Audioformat erweitert. „Medizinisches Know-how hilft, eine Brücke zwischen Arzt und Patient zu bilden. In unseren Podcast-Gesprächen mit Herzspezialisten und Herz-Kreislauf-Patienten wollen wir herzmedizinisches Wissen künftig spannend vermitteln“, erklärt Martin Vestweber, Geschäftsführer der Deutschen Herzstiftung. Alle 14 Tage stellen sich Herzexpertinnen und Experten im Gespräch mit Ruth Ney, Medizin-Redakteurin der Herzstiftung und examinierte Apothekerin, den wichtigsten Fragen zu aktuellen Themen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der neue Podcast ist erreichbar unter www.herzstiftung.de/podcasts Worum geht es in den Podcasts? Neue Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Herzerkrankungen,…
-
Aus dem Takt: Herzstiftung informiert zum Weltherztag über Rhythmusstörungen
Herzrhythmusstörungen sind für Betroffene meist mit Ängsten und hohem Leidensdruck verbunden. Das Tückische an Rhythmusstörungen ist: Je nach Ursache, Ursprung im Herzen und Schweregrad, können sie entweder harmlos oder akut lebensbedrohlich, sogar tödlich sein. Diese Bedrohlichkeit führte unlängst der tragische Herzstillstand des dänischen Fußballprofis Christian Eriksen während der EM (heute wieder genesen) deutlich vor Augen. In Deutschland werden jährlich über 490.000 Menschen wegen Herzrhythmusstörungen im Krankenhaus behandelt. Allein an der häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern leiden hierzulande ca. 1,8 Millionen Menschen. Nicht jede Herzrhythmusstörung ist bedrohlich oder sofort behandlungsbedürftig. Meistens führen erst Beschwerden wie Herzstolpern, Herzjagen und plötzliches Aussetzen des Herzschlages viele Betroffene zum Kardiologen. „Je nach Art der Rhythmusstörung und…
-
Nicht nur lästiges Herzstolpern: Was man über Vorhofflimmern wissen muss
Herzrhythmusstörungen sind für Betroffene meist mit Ängsten und hohem Leidensdruck verbunden. Das Tückische an Rhythmusstörungen: Je nach Ursache, Ursprung im Herzen und Schweregrad, können sie entweder harmlos oder akut lebensbedrohlich, sogar tödlich sein. Vorhofflimmern, die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung mit ca. 1,8 Millionen Betroffenen in Deutschland, kann gerade beim ersten Anfall auch Angst machen und Panik auslösen, wenn das Herzstolpern plötzlich einsetzt und es zu heftigen Schlägen bis in den Hals hinauf, Druckgefühl im Brustkorb und Luftnot kommt. Das Herz schlägt dann meistens völlig unregelmäßig und schnell mit einem Puls von bis zu 160 Schlägen pro Minute. „Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die manchmal aber auch ohne größere Symptome…
-
Auch für herzkranke Kinder gilt: Jede Bewegung zählt!
Kein Sport in Schule und Verein, zu wenig Bewegung mit Freunden: Zu den unerfreulichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zählt für viele Kinder und Jugendliche ein ausgeprägter Bewegungsmangel und in Folge der Verlust der körperlichen Fitness. Besonders schwerwiegend können die Folgen für Mädchen und Jungen mit angeborenen Herzerkrankungen sein. „Die wahren Konsequenzen von zu wenig Bewegung und zu viel Sitzen während der Lockdown-Maßnahmen werden sich erst nach der Pandemie bemerkbar machen, vielleicht erst in Jahren oder Jahrzehnten“, warnt die Kinderkardiologin Prof. Dr. med. Renate Oberhoffer-Fritz vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung und ihrer Kinderherzstiftung „herzblatt“. Darin schildert die Ärztin, wie stark nicht nur…
-
Reisen mit Herzkrankheit: Was sollte man beachten?
Auch Menschen mit Herzkrankheiten wie koronare Herzkrankheit (KHK), Herzrhythmusstörungen und Herzklappenerkrankungen müssen in der Regel nicht aufs Reisen verzichten. Wenn viele Ältere und Menschen mit Herzerkrankungen den Spätsommer zum Verreisen nutzen, sollten sie allerdings ein paar Punkte beachten. „Wer herzkrank ist, sollte seine Reise gut planen, um seine Gesundheit nicht zu gefährden“, betont der Herzspezialist und Herzstiftungs-Experte Privatdozent Dr. med. Magnus Baumhäkel in einem Experten-Beitrag unter www.herzstiftung.de/urlaub-herzpatient „Grundsätzlich sollten Betroffene immer rechtzeitig mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt Rücksprache halten, ob und wann eine Reise möglich ist oder nicht“, so der niedergelassene Kardiologe und Gefäßspezialist in Saarbrücken. Herzkranke sollten sich bereits rund drei Wochen vor der Reise nochmals untersuchen zu lassen, damit…
-
Herzinfarkt und Schlaganfall vor 35? Ohne mich!
Oft kommt die Diagnose erst, wenn es zu spät ist: nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlichem Herztod. Mediziner beklagen, dass die Dunkelziffer der Personen mit der genetisch vererbbaren und lebensbedrohlichen Stoffwechselkrankheit Familiäre Hypercholesterinämie (FH) sehr hoch ist. Nach Schätzungen sind in Deutschland bis zu 270.000 Menschen Träger des Gendefekts für eine FH, eine angeborene Störung des Lipidstoffwechsels. „In Deutschland sind nur weniger als ein Prozent der Betroffenen mit dieser Erbkrankheit diagnostiziert, die zu massiv erhöhten LDL-Cholesterinspiegeln im Blut führt und unbehandelt noch vor Erreichen des 35. Lebensjahres zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann“, betont Professor Dr. med. Heribert Schunkert, Direktor der Klinik für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen am Deutschen Herzzentrum München und…
-
Wetterempfindlich: Das sollten Herz-Kreislauf-Patienten beachten
Wetterextreme und kurzfristige Änderungen im Wetterablauf machen vielen Menschen schwer zu schaffen. Das gilt besonders für Alte und chronisch Kranke. „Wetterempfindlich sind meist Menschen, deren Körper durch Alter oder chronische Krankheiten wie Rheuma, Asthma sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits geschwächt ist oder bei denen eine Abweichung von der normalen Regulation besteht, etwa ein zu niedriger oder ein zu hoher Blutdruck“, bestätigt der Medizin-Meteorologe Professor Dr. Andreas Matzarakis in der aktuellen Ausgabe 3/2021 der Herzstiftungs-Zeitschrift HERZ heute. Der Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung (ZMMF) in Freiburg i. Br. weist ferner darauf hin, dass das Herz-Kreislauf-System „mit seinen komplexen vegetativen, hormonellen und biorhythmischen Regel- und Steuervorgängen für Wetterreize besonders sensibel“ ist. Wetterextreme wie…
-
Seltene Schlaganfallgefahr bei Herzklappenersatz: Schützender Filter
Schlaganfälle gehören zu den seltenen, aber schwerwiegenden Komplikationen einer Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI). Bei diesem Klappenersatz-Verfahren wird die künstliche Ersatzklappe mit einem Katheter über der defekten Aortenklappe positioniert. Dabei besteht die Gefahr, dass Partikel aus der verkalkten Herzklappe oder der Körperschlagader (Aorta) freigesetzt werden, mit dem Blut ins Gehirn gelangen und dort einen Schlaganfall verursachen. In Deutschland wurden allein 2019 über 24.000 TAVI durchgeführt (Deutscher Herzbericht 2020). Mit den in den vergangenen Jahren verbesserten Implantationstechniken und der Wahl zwischen verschiedenen Klappentypen (selbst- beziehungsweise ballonexpandierbare Klappen) ist das nur noch selten der Fall. „Doch auch heute kommt es bei etwa zwei bis drei Prozent aller TAVI-Prozeduren zu Schlaganfällen mit bleibenden Folgen“, erklärt die…
-
Herzklappenersatz: Besser chirurgisch oder per Katheter?
Herzklappenerkrankungen lassen sich heute gut therapieren. In Deutschland leiden rund 13 Prozent der über 75-Jährigen an einer undichten oder verengten Herzklappe. Seit knapp 20 Jahren stehen neben klassischen chirurgischen Eingriffen auch kathetergestützte Verfahren zur Verfügung. Sie gelten als schonender und sind insbesondere für Patienten geeignet, bei denen eine Operation am offenen Herzen als zu riskant erscheint. Doch auch kathetergestützte Eingriffe wie die Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) bergen Risiken. Über 24.000 TAVI wurden allein im Jahr 2019 in Deutschland durchgeführt. „Ob ein klassisches chirurgisches Verfahren oder die Kathetertechnik für einen Patienten infrage kommt, hängt von den therapiespezifischen Risiken ab und davon, welche Therapieform für den Patienten das langfristig beste Ergebnis verspricht“, erklärt Professor…