-
Covid-19: Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler berücksichtigen
"Die aktuelle Situation für chronisch herzkranke Kinder und Jugendliche und deren Familien ist nach über einem Jahr in der Corona-Pandemie aufgrund der fehlenden Impf-Perspektive nach wie vor unbefriedigend. Bis ein zugelassener Impfstoff für diese vulnerable Gruppe zur Verfügung steht, müssen ihre besonderen Bedürfnisse bei der Ausgestaltung und Umsetzung von Schutz-, Test-, und Impfkonzepten verstärkt in den Blick genommen werden. Das Ziel muss es sein, ihre Teilhabe am sozialen Leben durch einen bestmöglichen Schutz zu ermöglichen", erklärt die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Frau Prof. Dr. Claudia Schmidtke, anlässlich eines Austausches mit Vertreterinnen und Vertretern des Aktionsbündnisses Angeborene Herzfehler, einem Zusammenschluss aller bundesweit agierenden Organisationen für Menschen mit angeborenem Herzfehler. "Wenn chronisch kranke…
-
Vorhofflimmern: Alkohol kann Herzrhythmusstörung auslösen
Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für Vorhofflimmern, und zwar auch bei gesunden Menschen ohne Vorerkrankungen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitären Herz- und Gefäßzentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) (1). „Dass übermäßiger Alkoholkonsum dem Herzen schadet, ist zwar längst bekannt“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Andreas Götte vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt der Medizinischen Klinik II: Kardiologie und internistische Intensivmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn. Doch diese neue Studie zeige, so Götte, dass das Organ schon bei einem kleinen Glas Wein oder Bier am Tag aus dem Takt kommen könne. „Mit der neuen Studie müssen wir erkennen, dass auch schon kleine Mengen Alkohol das Flimmern auslösen können“, so der Spezialist für…
-
Dramatischer Rückgang der Patientenzahlen im Corona-Lockdown
Diese Kampagne ist der DGK ein besonders wichtiges Anliegen, weil wir im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 beobachten mussten, dass deutlich weniger Menschen mit akuten Herzproblemen in die Krankenhäuser kamen. Die rasche Behandlung von akuten Herzerkrankungen, aber auch Ver-schlechterungen von bekannten Herzerkrankungen ist essenziell für die erfolgreiche Behandlung und eine Vermeidung von Spätfolgen. Wir haben inzwischen verlässliche Zahlen vorliegen, die uns zeigen, wie dramatisch der Rückgang des Patientenaufkommens während des ersten Lockdowns war. Eine Untersuchung aus Hessen zeigte, dass im März und April des vergangenen Jahres 40 % weniger Patienten mit akutem Koro-narsyndrom in den Notaufnahmen und Kliniken vorstellig wurden (1). Es ist ausgeschlossen, dass die Rate dieser Erkrankungen tatsächlich…
-
Herz- und Gefäßkomplikationen in der Pandemie: Wie sich Herzpatienten davor schützen
Die Corona-Pandemie und ihre Dynamik mit steigenden Infektionsraten und SARS-CoV-2-Mutationen stellt den Alltag von Millionen Herz-Kreislauf-Patienten in Deutschland vor enorme Herausforderungen mit vielen Ängsten und offenen Fragen. Wie gefährlich eine Covid-19-Ansteckung bei bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung werden kann, variiert von Fall zu Fall. Die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Komplikationen bei schweren Covid-19-Verläufen beläuft sich nach Schätzungen derzeit auf fünf bis zehn Prozent der Covid-19-Erkrankten. „Bei einer massiven Herzschwäche kann es gefährlich werden“, warnt der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Jüngere Untersuchungen von Krankenhausdaten zeigen außerdem, dass bei den beatmungspflichtigen Covid-19-Patienten, d. h. mit schweren Verläufen, der Anteil von Patienten mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes und Herzinsuffizienz deutlich höher liegt…
-
Ein krankes Herz kann niemals warten – Trotz Corona: Warnsignale des Herzens nicht ignorieren
Mit der dritten Corona-Welle und steigenden Covid-19-Infektionen befürchten Herzspezialisten, dass in den kommenden Wochen der Pandemie Herzkranke mit akuten Herzbeschwerden erneut Kliniken und Praxen meiden könnten. Besonders fatal zeigte sich das bereits im ersten Lockdown: Menschen scheuten bei Verdacht auf Herzinfarkt und anderen notfallartigen Herzbeschwerden den lebensrettenden Notruf 112 oder den Weg in die Notfallambulanz – aus Angst vor Ansteckung mit SARS-CoV-2 oder wegen befürchteter pandemiebedingter Kapazitätsengpässe in den Kliniken im Zuge von Verschiebungen vieler elektiver Eingriffe am Herzen. „Mit jeder Minute, die man mit Symptomen eines Herzinfarkts abwartet ohne den Notarzt unter der 112 zu alarmieren und den Herzinfarkt sofort medizinisch versorgen zu lassen, verlässt man das optimale Zeitfenster…
-
Ein krankes Herz kann niemals warten – Trotz Corona: Warnsignale des Herzens nicht ignorieren (Pressetermin | Online)
Gemeinsames Online-Pressegespräch der Deutschen Herzstiftung, der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) (Live-Stream mit Chat-Möglichkeit) – Termin: Mittwoch, 31. März 2021, 11:00 – 11:30 Uhr (plus 15 Minuten Fragen an die Experten), Online-Zugang unter: https://www.herzstiftung.de/live/ Mit der dritten Welle und steigenden Covid-19-Inzidenzen befürchten Herzspezialisten in den kommenden Wochen der Pandemie, dass erneut Herzkranke in hoher Zahl mit akuten Beschwerden die Kliniken und Praxen meiden könnten. Besonders fatal zeigte sich das bereits im ersten Lockdown: Menschen scheuten bei Verdacht auf Herzinfarkt oder anderen notfallartigen Herzbeschwerden aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus oder wegen befürchteter Kapazitätsengpässe in den Kliniken…
-
Ein krankes Herz kann niemals warten
Gemeinsames Online-Pressegespräch der Deutschen Herzstiftung, Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) (Live-Stream mit Chat-Möglichkeit) – Termin: Mittwoch, 31. März 2021, 11:00 – 11:30 Uhr (plus 15 Minuten Fragen an die Experten), Online-Zugang unter: https://www.herzstiftung.de/live/ Mit der dritten Welle und steigenden Covid-19-Inzidenzen befürchten Herzspezialisten in den kommenden Wochen der Pandemie, dass erneut Herzkranke in hoher Zahl mit akuten Beschwerden die Kliniken und Praxen meiden könnten. Besonders fatal zeigte sich das bereits im ersten Lockdown: Menschen scheuten bei Verdacht auf Herzinfarkt oder anderen notfallartigen Herzbeschwerden aus Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus oder wegen befürchteter Kapazitätsengpässe in den Kliniken den…
-
„Eine Hausärztin kann das besser beurteilen als ein behördlich vorgegebenes Schema“
Wer soll wann gegen das Coronavirus geimpft werden? Die Kriterien für die Impfreihenfolge sind klar definiert, um besonders verwundbare Bevölkerungsgruppen zuerst zu impfen. Wichtigstes Ziel dabei: Das Gesundheitssystem „möglichst effizient vor einer drohenden Überlastung durch zu viele Schwerkranke zu schützen“, wie es Ethikrat-Mitglied Prof. Dr. Wolfram Henn im Interview mit der „HERZ heute“-Redaktion der Deutschen Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/interview-ethikratmitglied klarstellt. Das sind insbesondere die ältesten Menschen und solche, die in Pflegeeinrichtungen leben und arbeiten und im Falle einer Infektion am wahrscheinlichsten im Krankenhaus landen und dort intensivmedizinisch betreut werden müssen. Für vertrebar hält es der Medizinethiker indes, wenn Hausärzte im Zuge der Impfkampagne die Impfreihenfolge unter bestimmten Voraussetzungen flexibler handhaben würden:…
-
Covid-19-Impfkampagne: Deutsche Herzstiftung begrüßt Einbindung der Hausärzte
Die Deutsche Herzstiftung begrüßt die Einbindung der Hausarztpraxen in die Corona-Impfkampagne. Insbesondere für Menschen mit schweren chronischen Leiden, darunter auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ist eine Covid-19-Infektion mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf verbunden. Für sie besonders, aber auch für die Bevölkerung insgesamt, ist ein erhöhtes Tempo in der Versorgung mit der Corona-Schutzimpfung von enormer Wichtigkeit. „Wir begrüßen es sehr, dass die niedergelassenen Hausärzte in ihren Praxen Impfungen zum Schutz vor Covid-19-Infektionen durchführen können. Nur so lässt sich deutlich mehr Tempo in die Impfkampagne bringen“, betont Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Hausärzte sind in aller Regel Impfspezialisten und verfügen somit über die notwendige Kompetenz, gegen Covid-19…
-
Thrombosegefahr bei schwer kranken Covid-19-Patienten: Störer im Gerinnungssystem gefunden
Bereits in der ersten Corona-Pandemiewelle kam es bei Covid-19-Patienten mit einem schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf zu schweren Störungen des Gerinnungssystems mit Komplikationen wie tiefen Beinvenenthrombosen und Lungenembolien bis hin zu Organversagen und Tod. Experten schätzen, dass rund 20 Prozent der Covid-19-Patienten als Begleiterkrankung schwere Gerinnungsstörungen mit der Folge venöser Thromboembolien aufweisen. Den Grund für die häufige Thrombosebildung bei Covid-19-Patienten vermuten Mediziner in einer übermäßigen Gerinnbarkeit des Blutes, der Hyperkoagulation, die sie auf eine Entzündungsreaktion im Zuge der Covid-19-Erkrankung zurückführen. Die Gefäßverschlüsse können auch zu Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Eine gesteigerte Aktivierung des Gerinnungssystems bei Covid-19-Patienten beginnt in aller Regel vier Tage nach stationärer Aufnahme, wie Mediziner am Tübinger…