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Atemnot und Abgeschlagenheit: Herzschwäche kann dahinterstecken
Fünf bis sechs Liter Blut pro Minute pumpt das Herz durch unseren Körper und versorgt so unsere Organe mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen. Schädigt aber ein Herzinfarkt oder ein unbehandelter Bluthochdruck den Herzmuskel, so dass der an Pumpkraft verliert und es kommt zur chronischen Herzschwäche (Herzinsuffizienz), hat das schwerwiegende Folgen. Nicht nur das Herz selbst, auch andere Organe wie Gehirn, Nieren oder Muskeln nehmen Schaden. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Herzschwäche lebensbedrohlich bis hin zu Herzversagen oder plötzlichem Herztod werden. Bundesweit sind pro Jahr rund 465.000 Klinikaufnahmen wegen einer entgleisten Herzschwäche zu verzeichnen, rund 40.000 sterben daran. „Tückisch an der Herzschwäche ist, dass sie meistens mit Atemnot und einer Leistungsabnahme…
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Sieben Schritte für ein gesundes Herz
Herzinfarkt, Herzschwäche, Bluthochdruck, Schlaganfall: Herz- und Kreislauferkrankungen führen jedes Jahr zu sehr vielen Klinikeinweisungen und Sterbefällen. Allein wegen der koronaren Herzkrankheit (KHK), der Grunderkrankung des Herzinfarkts, werden in Deutschland fast 660.000 Menschen stationär aufgenommen. Über 122.000 Menschen sterben daran, darunter befinden sich fast 49.000 Herzinfarkttote. Allerdings ist die Hälfte der KHK-Fälle auf den heutigen Lebensstil zurückzuführen: Rauchen, Bewegungsmangel, Fettleibigkeit, schädlicher Dauerstress und ungesunde Ernährung, die wiederum zu Risikokrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen (hohe Cholesterinwerte) führen. Mit dem Weltherztag ruft die Deutsche Herzstiftung die Bundesbürger zur frühzeitigen Vorsorge in Form eines gesunden Lebensstils auf, um Risikokrankheiten für Herz- und Gefäßleiden zu vermeiden. Sieben Schritte können dabei helfen. Denn eine Umstellung…
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Wissen über Herzinfarkt-Vorboten rettet Leben
Der Herzinfarkt kommt plötzlich, aber nicht aus heiterem Himmel. Umso tragischer ist, dass jedes Jahr fast 49.000 Herzinfarkttote in Deutschland zu beklagen sind. Viele der Sterbefälle wären zu verhindern, weil etwa 30 Prozent der Patienten am akuten Herzinfarkt versterben, noch bevor sie die Klinik erreichen. „Diese hohe Infarktsterblichkeit außerhalb der Klinik hat mehrere Gründe: In den ersten Minuten und Stunden nach Verstopfung der Herzkranzarterie ist das Sterberisiko besonders hoch. Fatalerweise zögern Betroffene bei einem Herzinfarkt immer noch zu lange, den Notruf 112 abzusetzen, damit ein Rettungswagen mit Notarzt kommt“, betont der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Ein Grund für dieses Zögern dürfte mangelndes Wissen…
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Wie aus heiterem Himmel? HERZ IN GEFAHR durch koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt (Pressetermin | Online)
Verengungen der Herzkranzgefäße, in der Fachsprache koronare Herzkrankheit (KHK), stellen die Vorläuferkrankheit des Herzinfarkts und die häufigste Herzerkrankung mit Millionen Betroffenen in Deutschland dar. Jährlich sterben über 122.000 Menschen an der KHK, darunter rund 49.000 am Herzinfarkt. Viele der lebensbedrohlichen Verläufe dieser Volkskrankheit mit Herzinfarkt und Herzschwäche als Folge ließen sich durch rechtzeitige Erkennung der Vorboten (z. B. Brustschmerz/-enge) sowie durch konsequente Vorbeugung und Behandlung vermeiden. Um die Bevölkerung über die wichtigsten Aspekte zu informieren, stellt sich anlässlich des Weltherztags (29.9.) der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stv. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung und Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien-Krankenhauses, Cardioangiologisches Centrum Bethanien (CCB) Frankfurt a. M., den wichtigsten Fragen zu…
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Covid-19 und akutes Organversagen: Forscher nehmen Entzündungszellen ins Visier
Die Angst vor schwerwiegenden Verläufen der Coronavirus-Erkrankung besonders unter den Risikogruppen mit chronischen Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist weiterhin groß. Infektionen mit Sars-CoV-2 führen bei einigen Patienten zu schweren Lungenentzündungen mit hoher Sterblichkeit. Menschen mit Herz- und Gefäßerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung und erleiden häufiger besonders schwere Komplikationen. Ursache dafür kann zum einen ein akutes Ereignis wie Herzmuskelentzündung, Herzinfarkt und die Entgleisung einer Herzschwäche sein oder ein besonders schwerer Verlauf einer Lungenentzündung auf dem Boden der Covid-19-Erkrankung. „An allen Ausprägungen solcher Komplikationen – ob von Herz und Gefäßen ausgehend oder bedingt durch eine Coronavirus-Infektion – ist das Immunsystem aufgrund der Entzündungsaktivitäten maßgeblich beteiligt“, berichtet Dr.…
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Fehlende Spenderherzen: Kunstherzen können unterstützen
Eine Herzmuskelentzündung, langjähriger Bluthochdruck oder ein überstandener Herzinfarkt: Herzschwäche – medizinisch Herzinsuffizienz – kann viele Ursachen haben und trifft manchmal auch junge Menschen. Jedes Jahr kommt es in Deutschland allein wegen Herzschwäche zu über 465.000 Klinikeinweisungen. Bei hochgradiger Herzschwäche bleibt oft als letzte Option die Transplantation eines gesunden Herzens. Doch schon heute setzen Chirurgen wegen des Organmangels mehr künstliche Herzen als Spenderherzen ein. Nahezu 1.000 schwer herzkranke Menschen werden in Deutschland pro Jahr mit einem Herzkammerunterstützungssystem, wie die „Kunstherzen“ präzise heißen, versorgt. Ursprünglich als Übergangslösung bis zur Transplantation gedacht, werden die Systeme immer häufiger zur Dauerlösung. Der Grund ist ein extremer Mangel an Spenderorganen. „Wenn alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, ist…
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Niedriger Blutdruck: Harmlos oder bedenklich für das Herz?
Die Beschwerden sind schwer von Befindlichkeitsstörungen zu unterscheiden, der Leidensdruck kann hoch sein: Schwindel, Benommenheit, Flimmern vor den Augen, morgendliche Müdigkeit, Antriebsmangel, Konzentrations- und Leistungsschwäche. Auch kalte Hände und Füße, ein Gefühl des Luftmangels, Herzklopfen und innere Unruhe können auftreten. Einen niedrigen Blutdruck durch körperliche Veranlagung, der nicht auf eine Vorerkrankung zurückgeht, haben in Deutschland bis zu drei Millionen Menschen. „Viele Betroffene fühlen sich von Beschwerden wie Müdigkeit oder Herzrasen beeinträchtigt“, berichtet Prof. Dr. med. Thomas Meinertz vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Diese Form des niedrigen Blutdrucks tritt (bis zur Menopause) häufiger bei jüngeren Frauen als bei älteren Personen auf. Bekanntlich kann ein zu hoher Blutdruck gefährlich für Herz…
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Herzschädigung bei Covid-19: Kann SARS-CoV-2 eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) verursachen?
Der Schaden, den es anrichten kann, ist enorm. Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist auch deshalb ein sehr ernst zu nehmender Krankheitserreger für die Medizin, weil es sämtliche Organe befallen kann. Selbst genesene Patienten berichten von Folgewirkungen in Nieren, Lunge, Herz und Gehirn. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurden bei Covid-19-Patienten neben Symptomen wie Atemwegsprobleme bis hin zur Luftnot sowie Fieber und Husten auch vermehrt Herz- und Gefäßkomplikationen beschrieben. Dass SARS-CoV-2 den Herzmuskel schädigen kann, ist mittlerweile bekannt. „Allerdings kennen wir noch nicht die genauen Mechanismen, mit denen das neuartige Coronavirus das Herz schädigt, wenn es den Herzmuskel befällt“, räumt der Kardiologe und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Herzstiftung Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer…
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Deutsche Herzstiftung mit neuer Website
Vollständig überarbeitet und modernisiert, erstrahlt die Website der Deutschen Herzstiftung im neuen Look. Herzgesunden und chronisch herzkranken Menschen auf unabhängige Weise Informationen zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen in zeitgemäßer Funktionalität noch leichter zugänglich zu machen und gut verständlich zu vermitteln: das ist das Ziel des neuen digitalen Auftritts herzstiftung.de der Deutschen Herzstiftung, der größten gemeinnützigen unabhängigen Anlaufstelle für Herz-Kreislauf-Patienten in Deutschland. „Wir sehen uns in der Pflicht, den vielen Millionen Herzpatienten mit Herz- und Kreislauf-Erkrankungen und ebenso ihren Angehörigen schnell Zugang zu verlässlichen medizinischen Inhalten zu ermöglichen. Deshalb haben wir in die Modernisierung unseres gesamten digitalen Auftritts investiert und damit in den Kernbereich unseres Informations-Service, den wir noch gezielter auf die individuellen Bedürfnisse…
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Corona-Pandemie und Kinderherzen: Bei welchem angeborenen Herzfehler besonders vorsichtig sein?
Die Corona-Pandemie betrifft nicht nur Gesunde, sondern auch Menschen mit angeborenem Herzfehler und deren Familien. Die Verunsicherung unter ihnen ist groß, gerade auch, weil bestehende Einschränkungen gelockert werden und nach den Sommerferien wieder ein normaler Schulbetrieb anlaufen soll und in der Arbeitswelt Büropräsenz unter Auflagen wieder ermöglicht wird. Die Pandemie stellt Eltern herzkranker Kinder und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) vor enorme Herausforderungen mit vielen offenen Fragen zum richtigen Verhalten. Für welchen der ca. 40 angeborenen Herzfehler besteht bei einer Covid-19-Erkrankung ein besonders hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Intensivpflicht und künstlicher Beatmung – also wie gefährdet sind etwa Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit nur palliativ behandelten Herzfehlern, die…