• Gesundheit & Medizin

    FVDZ: Es braucht den politischen Willen

    Gesunde Zähne sind nicht für alle Menschen selbstverständlich. Häufig sind orale Erkrankungen sowohl Ursache als auch Folge von Armut und sozialer Ungleichheit. Karies und Parodontitis sind eine zentrale Herausforderung für das Gesundheitssystem, zumal sich Erkrankungen im Mundraum negativ auf die Gesamtgesundheit auswirken. „Das zeigt, es braucht den politischen Willen, diesem wichtigen Thema adäquate Beachtung zu schenken“, sagt Harald Schrader, Bundesvorsitzender des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), anlässlich des WHO-Weltgesundheitstages am 07. April 2023, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gesundheit für alle“ steht. Laut Schrader steht allerdings ausgerechnet die erst vor zwei Jahren eingeführte und langfristig angelegte Parodontitis-Therapie auf der Kippe. Schuld daran sei das im Herbst 2022 verabschiedete…

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    Fit, aber richtig

    Paradox? Bei vielen, die auf ihre Ernährung achten, steigt die Häufigkeit erosiver Zahnschäden. Verantwortlich dafür sind natürliche Säuren in Obst und Gemüse, die Zähne angreifen und auflösen können. „Die Häufigkeit von Erosionen nimmt zu, die Zahnhartsubstanz nimmt ab“, sagt Zahnarzt Harald Schrader, Bundesvorsitzender des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte, anlässlich des Tags der gesunden Ernährung. Sport- und Fitnessgetränke, aber auch Vitamin C-Kautabletten, Fruchtsäfte und kohlensäurehaltige Getränke könnten den Zahnschmelz direkt oder durch Veränderung des Mundhöhlenmilieus angreifen. Deshalb: „Niemals direkt nach solch einer ‚Säureattacke‘ die Zähne putzen“, warnt Schrader. Besser sei es, erst einmal die Zähne mit Wasser zu spülen, dann nach etwa 30 Minuten zu putzen.  Gleichwohl sei eine ausreichende Zufuhr…

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    Medizinische Detektivarbeit

    Die Europäische Union definiert eine Krankheit als „selten“, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind. Demnach gibt es weltweit 6.000 bis 8.000 Seltene Erkrankungen. Sie werden überwiegend erst nach Jahren richtig diagnostiziert, verlaufen meist chronisch fortschreitend und können schwerwiegend bis lebensbedrohlich sein. Deutschlandweit sind es geschätzt rund vier Millionen, EU-weit 30 Millionen Menschen, bei denen eine Seltene Erkrankung diagnostiziert ist. Rund 15 Prozent aller bekannten „Rare Diseases“ können sich auch durch Symptome im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich manifestieren. „Zahnärzten kommt damit eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung Seltener Erkrankungen zu“, sagt Zahnarzt Harald Schrader, Bundesvorsitzender des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ). Anomalien hinsichtlich Zahnform, Zahnfarbe,…

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    Internationaler Tag des Zahnschmerzes

    Es pocht, zieht, sticht – beim Essen, Trinken, ständig. Auch wenn Zahnschmelz die härteste Substanz des menschlichen Körpers ist, sind Zähne keine leblosen Kauwerkzeuge. Sie besitzen wie jedes Organ ein Netzwerk aus Blutgefäßen, Lymphgefäßen und Nervenfasern. Häufiger Grund für Zahnschmerzen ist Karies, die durch bakteriellen Biofilm (Plaque) entsteht. Der ermöglicht es säurebildenden Mikroorganismen, die Zahnhartsubstanz zu zerstören. Das Zahnmark kann sich entzünden (Pulpitis) wie auch der Kieferknochen, und bei fortgeleiteten Infektionen der Hals- und Kopfbereich oder sogar der Brustraum. „Derartige Infektionen können lebensbedrohlich werden“, weiß Zahnarzt Harald Schrader, Bundesvorsitzender des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ). Ohne Mundgesundheit gebe es keine Allgemeingesundheit, betont er. Viele scheuten indes den Zahnarztbesuch aus Furcht…

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    FVDZ: Änderungsvorschläge sind nicht umfassend genug

    Die EU-Kommission hat einen Vorschlag zur Änderung der Medizinprodukteverordnung (MDR) vorgelegt und will damit für eine Entspannung der Übergangsfristen bei der Zertifizierung sorgen. „Die Kommission hat jetzt die Dringlichkeit erkannt und schnell gehandelt“, begrüßte Dr. Frank Wuchold, für die MDR zuständiges FVDZ-Bundesvorstandsmitglied, den Vorschlag. Allerdings: „Gerade für den zahnärztlichen Bereich gehen die vorgeschlagenen Änderungen nicht weit genug. Gegen den Rückzug von Nischenprodukten und kleineren Herstellern sind nach wie vor keine Sonderregelungen vorgesehen“, bedauerte Wuchold. Bereits seit Monaten hatten sich verschiedene ärztliche und zahnärztliche Verbände und Europapolitiker für die Änderungen eingesetzt, weil absehbar Lieferengpässe für wichtige Medizinprodukte drohten. Der FVDZ hatte schon vor Inkrafttreten der MDR vor zu kurzen Übergangsfristen für…

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    FVDZ: Intransparentes Vorgehen sichtbar machen

    Wegen des Verdachts der zweckwidrigen Verwendung von Versichertengeldern haben die sieben in der Arbeitsgemeinschaft der KZVen (AG-KZVen) verbundenen Kassenzahnärztlichen Vereinigungen bei der Antikorruptionsstelle des GKV-Spitzenverbandes Anzeige erstattet. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) begrüßt das aktive Vorgehen der KZVen. „Es ist ein vollkommen konsequenter Schritt, um das intransparente Vorgehen in der Frage des Konnektortauschs sichtbar zu machen“, sagte FVDZ-Digitalvorstand Dr. Kai-Peter Zimmermann. „Es geht hier letztlich um die Verschwendung von Versichertengeldern und nicht um Befindlichkeiten.“ Die KZVen berufen sich in ihrer Anzeige auf das Gesetz zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen, mit dem ein Instrument geschaffen wurde, um gegen Korruptionsvorwürfe vorzugehen. Im konkreten Fall des Konnektortauschs werfen die KZVen der…

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    FVDZ fordert: Fristen verlängern, Zertifizierung vereinfachen

    Der Rat der Europäischen Union für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz (EPSCO) beschäftigt sich heute in Brüssel ein weiteres Mal mit der Umsetzung der Medizinprodukteverordnung (MDR). Anlässlich dieser Tagung warnt der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) erneut vor Lieferengpässen bei Dentalprodukten, dem Wegfall wichtiger Nischenprodukte sowie dem Rückzug kleinerer Hersteller vom Markt. „Durch den hohen Aufwand, auch Produkte neu zertifizieren zu müssen, die sich über lange Zeit in der Zahnmedizin bewährt haben, befürchten wir, dass sich gerade die kleineren Hersteller von Dentalprodukten nicht mehr der teuren und langwierigen Zertifizierung stellen. Dies wird eine riesige Lücke hinterlassen, die wir in den Praxen zu spüren bekommen“, betonte Dr. Frank Wuchold, für die…

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    FVDZ: Monatliche Pauschale ist keinesfalls kostendeckend

    Mit harscher Kritik hat der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) auf die geplanten Änderungen der Finanzierung von Komponenten und des Betriebs der Telematikinfrastruktur (TI) durch eine monatliche TI-Pauschale reagiert. „Die niedergelassenen Praxen sollen demnach die teuren TI-Komponenten vorfinanzieren, die Kassen stottern dann mit einer monatlichen Pauschale über sechs Jahre die Kosten ab, die heute festgelegt werden“, sagte FVDZ-Digitalvorstand Dr. Kai-Peter Zimmermann. „Künftige Kostensteigerungen oder neue Komponenten werden nicht eingepreist, sodass die Pauschale am Ende keinesfalls kostendeckend sein wird.“ Der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader kritisierte die aus einem Änderungsantrag zum Krankenhauspflegeentlastungsgesetz hervorgehende TI-Pauschale zudem als wenig transparent. Außerdem sei das Vorgehen der Regierungsfraktionen zu hinterfragen: Das Krankenhauspflegeentlastungsgesetz sei ein Gesetz, das sich…

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    Parodontitis und Diabetes können sich gegenseitig verstärken

    Menschen mit Diabetes haben im Vergleich zu Nicht-Diabetikern ein dreimal so hohes Risiko, an Parodontitis zu erkranken. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Hilfe zum Weltdiabetestag am 14. November hin, der in diesem Jahr unter dem Motto „Access to Diabetes Care“, also „Zugang zur Diabetesversorgung“, steht. 2022 wird der hundertste Jahrestag der Entdeckung des Insulins durch Sir Frederick Banting und Charles Best begangen, und noch immer haben Millionen von Menschen mit Diabetes keinen Zugang zur Diabetesversorgung. „Parodontitis und Diabetes können sich gegenseitig verstärken“, erklärt der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Harald Schrader. „Die gesundheitlichen Folgen für die Patientinnen und Patienten sind enorm, darum ist die Behandlung und Vermeidung von Parodontitis…

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    Es wird Einschnitte geben – vor allem für die Patienten

    Der Deutsche Bundestag hat heute mit den Stimmen der Ampelkoalition das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz verabschiedet. Wochenlang hatten Zahnärzte, Ärzte und andere medizinische Fachberufe gegen das Kostendämpfungsgesetz protestiert. Vergebens, wie sich zeigt. „Die Einschnitte für die medizinische Versorgung werden dramatische Folgen haben – für die Praxen, aber vor allem für die Patienten“, sagte der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader nach der Abstimmung im Bundestag. Mit dem Gesetz wird für die zahnärztliche Behandlung gesetzlich Versicherter wieder eine Ausgabenobergrenze eingeführt. Und das, obwohl erst im vergangenen Jahr umfangreiche Leistungen zur Behandlung der Volkskrankheit Parodontitis in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen wurden. In Deutschland leiden mehr als 30 Millionen Menschen an dieser Erkrankung. „Deren Versorgung wird in Zukunft nur noch…