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Immunologischer Teufelskreis bei COVID-19 beschrieben
Freiburger Wissenschaftler*innen erklären, wie Antikörper und Immunkomplexe gegen COVID-19 das Immunsystem überstimulieren und damit schwere COVID-19 Erkrankungen hervorrufen / Veröffentlichung in Nature Communications Eine SARS-CoV-2-Infektion führt zu Entzündungsprozessen im Körper. Verlaufen diese Immunreaktionen zu stark, kann es zu Gewebeschäden, Organversagen und Tod kommen. Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Freiburg zeigen nun, wie es zu dieser Überreaktion kommt. Sie wiesen nach, dass Immunkomplexe hierbei eine zentrale Rolle spielen. Die Immunkomplexe entstehen aus der Verbindung körpereigener Moleküle, die eine Immunantwort ausgelöst haben, und Antikörpern. Die gebildeten Immunkomplexe aktivieren Immunzellen über spezifische Oberflächenrezeptoren übermäßig stark, wodurch das Immunsystem unkontrolliert angetrieben wird. Da die Immunkomplexe im Blut auftreten, verteilen sich die Entzündung im gesamten Körper. Die…
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Schwere COVID-19 Verläufe bei Älteren aufgrund „altersschwacher“ Immunreaktion
Forscher*innen der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg haben herausgefunden, dass eine im Alter beeinträchtigte Immunreaktion, die Produktion von antiviralen Interferonen, dafür verantwortlich sein dürfte, dass ältere Patient*innen anfälliger für schwere COVID-19-Verläufe sind. Die Studie, die am 21. September 2022 im Journal of Experimental Medicine (JEM) veröffentlicht wurde, zeigt, dass ältere Mäuse, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, weniger Interferone bilden. Durch die Behandlung mit medikamentösen Interferonen konnten sie vor einer schweren Erkrankung geschützt werden. Dies legt die Annahme nahe, dass der klinische Einsatz von Interferonen bei älteren COVID-19-Erkrankten sehr wirksam sein könnte. "Wir fanden heraus, dass jüngere Tiere eine sehr schnelle und gut koordinierte angeborene und adaptive Immunantwort aufbauen, um die…
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Unikliniken Baden-Württembergs fordern Änderungen bei geplanten Corona-Regeln
Die geplanten Corona-Maßnahmen des Bundes, die ab dem 1. Oktober 2022 in Kraft treten sollen, sehen für Gesundheitseinrichtungen verschärfte Regelungen und zusätzliche Bürokratie vor. So sollen zukünftig alle in Kliniken Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher nur mit einem aktuellen Test oder einem höchstens drei Monate alten Impfnachweis (nach dreifacher Impfung) und in beiden Fällen einer FFP2-Maske ein Krankenhaus betreten dürfen. Mitarbeitende müssten sich drei Mal in der Woche bei einem Testzentrum oder unter Aufsicht testen. „Diese Verschärfung der Maßnahmen in der aktuellen Phase der Pandemie macht aus medizinischer Sicht keinen Sinn. Zudem sind die geforderten Testungen von den Kliniken nur mit erheblichem Aufwand durchführbar und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter…
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Clusterkonferenz „Zukunft der Pflege“
Unter dem Motto „Technologie bewegt Pflege“ richtet das Pflegepraxiszentrum Freiburg am Universitätsklinikum Freiburg die 5. Clusterkonferenz des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierten Clusters „Zukunft der Pflege aus“. Die Konferenz findet am Mittwoch, 21. September und Donnerstag, 22. September 2022 im Kurhaus Bad Krozingen sowie online statt. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenpflichtig und in Präsenz oder online möglich. Medienvertreter*innen haben freien Eintritt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Bandbreite der Themen reicht vom voll automatisierten Bett über Telepräsenzroboter in der Aus-, Fort- und Weiterbildung bis hin zu Hilfsmitteln, welche Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung in der Orientierung und sozialen Teilhabe unterstützen sollen. In der Clusterkonferenz werden innovative Technologien in…
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Internationale Studie zu Hirntumoren bei Älteren mit 3,1 Millionen Euro gefördert
Lymphome des Gehirns sind häufig besonders aggressive und schnell wachsende Tumore, sie treten überwiegend bei älteren Personen auf und führen unbehandelt innerhalb von Wochen oder wenigen Monaten zum Tod. Jetzt fördert das Bundesforschungsministerium mit 3,1 Millionen Euro eine Studie unter der Leitung des Universitätsklinikums Freiburg, die die Behandlung dieser Patient*innen deutlich verändern könnte. Anstelle einer reinen Chemotherapie kommt eine intensivere Chemotherapie, die auch die Übertragung patienteneigener Blutstammzellen beinhaltet, zum Einsatz. Ziel ist eine bessere Heilungsrate und erhöhte Lebensqualität der Betroffenen. Die Studie wird an 42 Zentren in Deutschland sowie weiteren Zentren in Österreich und der Schweiz in enger Zusammenarbeit mit Vertretern von Selbsthilfegruppen durchgeführt. Wirksamere Therapie gegen aggressive Hirntumore…
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Tiefe Hirnstimulation bei Zwangsstörungen: Ärzt*innen fordern besseren Zugang für Patient*innen
Geschätzt bis zu 300.000 Menschen in Deutschland leiden unter einer Zwangsstörung, die sich nicht mit Verhaltenstherapien oder Medikamenten behandeln lässt. Für einzelne dieser schwerst behandlungsresistenten Personen könnte eine Tiefe Hirnstimulation eine wirksame Therapie werden. Doch bislang finden nur wenige dieser Menschen den Weg bis zur Operation. Experten des Universitätsklinikums Freiburg haben am 15. Juli 2022 gemeinsam mit weiteren internationalen Expert*innen einen Artikel im Fachmagazin Nature veröffentlicht, in dem sie einen besseren Zugang für Betroffene zu dieser Therapieform fordern und Vorschläge machen, wie dies gelingen könnte. „Die Tiefe Hirnstimulation kann bei psychischen Erkrankungen sehr wirksam sein. Anders als bei der Parkinson-Erkrankung, wo diese Behandlungsform inzwischen zum Standard der Behandlung bei fortgeschrittener…
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Fit für die Zukunft: Doppelwechsel am Universitäts-Herzzentrum Freiburg · Bad Krozingen
Seit 1. August 2022 ist Prof. Dr. Dirk Westermann Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie und Prof. Dr. Martin Czerny ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg. Zudem wurden die Kliniken für Kardiologie und Angiologie I und II zusammengelegt. Westermann folgt damit auf Prof. Dr. Christoph Bode und Prof. Dr. Franz-Josef Neumann, Czerny ist Nachfolger von Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf. „Das Universitäts-Herzzentrum ist eines der größten und leistungsfähigsten Zentren für kardiovaskuläre Medizin in Europa. Mit den beiden neuen Ärztlichen Direktoren sind wir stark für die Zukunft aufgestellt. Damit werden die Kliniken und ihre Fachbereiche noch enger verzahnt, was direkt unseren Patient*innen zugute kommt“,…
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Universitäts-Herzzentrum als Referenzklinik ausgezeichnet
Als Zeichen der engen, strategischen Zusammenarbeit ist das Herzzentrum des Universitätsklinikums Freiburg von Siemens Healthineers zur Globalen Multimodalen Referenzklinik für kardiovaskuläre Medizin ernannt worden. Das Universitätsklinikum Freiburg ist damit das erste Universitätsklinikum in Deutschland, das diese Auszeichnung erhält. Ziel der bereits sehr fruchtbaren Partnerschaft zwischen Siemens Healthineers und dem Universitätsklinikum Freiburg ist die Entwicklung wegweisender multimodaler, klinischer Abläufe und Behandlungskonzepte in der Herz- und Gefäßmedizin. Schon heute bilden innovative Medizintechnologien und intelligente Digitalisierungsprozesse einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Patient*innenversorgung und weisen den Weg zu einer Neugestaltung der Gesundheitsversorgung. „Das Universitätsklinikum Freiburg leistet täglich qualitätszentrierte universitäre Spitzenmedizin und gehört zu den Vorreitern bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen“, sagt Prof. Dr.…
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Zusätzliche Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Freiburg offiziell eröffnet
Am Dienstag, 31. Mai 2022 wurde die Tagesklinik 2 der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter am Universitätsklinikum Freiburg offiziell eröffnet. Behandelt werden hier Patient*innen seit Mitte Mai. Damit wird mit zwölf Therapieplätzen die dringend notwendige Erweiterung des Angebotes für Kinder und Jugendliche in Südbaden realisiert. Die Finanzierung wurde durch das Land Baden-Württemberg, das Universitätsklinikum Freiburg und verschiedene Unterstützer*innen gewährleistet. „Ich freue mich sehr, dass wir heute – auf unser gemeinsames Drängen hin – mit zwölf zusätzlichen tagesklinischen Behandlungsplätzen für Kinder und Jugendliche unser Angebot ausbauen können“, so Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. Ein weiterer zügiger Ausbau von Behandlungsplätzen sei jedoch dringend nötig. „Schwer kranke Kinder…
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Schwere Lungenentzündungen: Bessere Behandlung dank bakterieller Schnell-PCR
Spätestens seit SARS-CoV-2 ist die Polymerase-Kettenreaktion, kurz PCR, als schnelles Nachweisverfahren von Viren allseits bekannt. Seit mehr als zehn Jahren dient die molekularbiologische Methode unter anderem zur Erkennung von Virusinfektionen. Im Gegensatz dazu basiert die bakterielle Diagnostik auf der Anzucht von Bakterienkulturen. Hierbei liegen Ergebnisse erst nach mindestens 48 Stunden vor. In einer ersten randomisierten Studie mit 208 Patient*innen konnten Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Freiburg zeigen, dass ein neuentwickelter PCR-Test zum Bakteriennachweis bei schweren Lungenentzündungen zu einer schnelleren Erregerdiagnostik und besseren Steuerung der Antibiotikatherapie beiträgt. Die Ergebnisse wurden am 23. Mai 2022 in der renommierten Zeitschrift Lancet Respiratory Medicine veröffentlicht. „Da eine rasche Antibiotikagabe bei schweren Pneumonien lebensrettend ist, werden die…