Luft- / Raumfahrt

Kolumbien nutzt Drohnen im Kampf gegen Corona

Kolumbianische Behörden setzen spezielle "Drohnenteams" ein, um zu überwachen, ob die wegen der Corona-Virus-Pandemie erlassenen Quarantänemaßnahmen eingehalten werden.

Der Einsatz von Drohnen ermöglicht es ihnen, die Einhaltung der Regeln zur sozialen Distanzierung und der Selbstisolierung live zu erkennen und mittels Audiobotschaften Bürger aufzufordern, in ihren Häusern zu bleiben. Kolumbien folgt damit dem Beispiel von China oder Spanien.

Der mit dem Bundesverband Copter Piloten e.V. (BVCP) befreundete südamerikanische Copter-Verband APD (Asociación de Profesionales de Drones) geht sogar noch einen Schritt weiter und arbeiten an der Entwicklung von Desinfektionsmöglichkeiten per Drohneneinsatz. Hier werden unterschiedliche handelsübliche Agrardrohnen getestet und notfalls modifiziert. Ein Problem ist, dass sich die landwirtschaftlichen Sprühprozesse von denen der Desinfektion unterscheiden und mit den Sprühcoptern der Durchfluss der Chemikalien nicht wie nötig kontrolliert werden kann. Die Wirksamkeit hängt von den verwendeten Desinfektionsmitteln und der Restmenge ab, die auf der Oberfläche verbleiben muss.

Der APD testet relativ kleine, kabelgebundene Drohnen (Matrice 600 oder Tarot S900), die mit der Flüssigkeit von einem LKW versorgt werden und prüft, ob Durchflussrate, Tröpfchengröße und Abdeckung wirklich funktionieren und für die Desinfektion effizient sind.

Desinfiziert werden sollen vor allem Oberflächen, mit denen die Menschen in Kontakt kommen, auch wenn noch nicht vollständig belegt ist, ob sich Menschen infizieren, die diese Oberflächen berühren und wie lange das Virus tatsächlich in der Luft verbleibt oder sich auf diesen Oberflächen ablagert.

Zudem unterstützt der APD auch die örtlichen Behörden bei der Warnung der Bevölkerung und nutzt die sehr einfach zu bedienende DJI Enterprise DUAL um die Konzentration von Personen in öffentlichen Bereichen zu überprüfen…

Drohnen gegen COVID-19

Der APD arbeitet mit Institutionen zusammen, um diese Technologie in die ungeschütztesten Gebiete in Gemeinden und städtischen Zentren mit gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu bringen.
Die Integration der Drohnen-Technologie wird für die Entwicklung hocheffizienter Desinfektionen an öffentlichen Orten, für die Kommunikation und Überwachung von Risiken sowie für die aktuelle Überprüfung der Außentemperatur von Menschenmassen vorgeschlagen.

Ein Modell für die Bekämpfung von Corona in Deutschland?

Auch wenn die Beispiele vielversprechend und in der Corona-Krise sinnvoll erscheinen, in Deutschland gibt es hierfür noch rechtliche Hürden wie z.B. die europäische Datenschutzverordnung zum Schutz der Persönlichkeitsrechte oder aber auch das Verbot für Drohnen, gefährliche Flüssigkeiten wie Desinfektionsmittel mittels Düsen zu versprühen.

Über Bundesverband Copter Piloten e.V. (BVCP)

Der Bundesverband Copter Piloten ist der im deutschen Sprachraum größte Dachverband für Copter-Piloten als Steuerer von Unmanned Aerial Vehicle (UAV) sowie für Unternehmen, die sich dem Betrieb, der Entwicklung, Herstellung oder dem Vertrieb von Unmanned Aerial Systems (UAS) widmen. Bei uns steht der Copter-Pilot im Mittelpunkt. Wir vertreten deren Interessen und fördern den Einsatz von Multicoptern bzw. Unmanned Aerial Systems (UAS) zu gewerblichen oder privaten Zwecken in der Bundesrepublik Deutschland sowie auf europäischer und globaler Ebene.

Unbemannte Flugsysteme werden oft auch als Drohne bezeichnet und sind in Deutschland sehr beliebt. Inzwischen haben sich bereits viele neue wirtschaftliche Einsatzfelder gezeigt, die die ökonomische Nutzung von Drohnen weiter voran treibt. Immer neue Modelle und Nutzungsmöglichkeiten für Drohnen entstehen. Der Markt wächst exponentiell und damit auch die kontroversen Diskussionen.

Im Luftraum über Deutschland ergibt sich inzwischen eine ganz neue Situation. Der Entwicklung von Sicherheitsrichtlinien kommt hier eine entscheidende Rolle zu. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Interessen wirtschaftlicher Unternehmen und behördlicher Einrichtungen, sowie die der privaten Nutzer mit dem Sicherheits- und Schutzbedürfnis der Allgemeinheit in Einklang zu bringen. Der BVCP bildet hier eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen den Copter-Piloten, der Politik und der Öffentlichkeit – für ein wertvolles Miteinander.

Mit seiner Initiative AERIAL CULTURE macht sich der BVCP stark für ein respektvolles und rücksichtsvolles Fliegen mit Verantwortung – für ein verständnis- und respektvolles Miteinander von Copter-Industrie, Copter-Piloten und Bevölkerung. Und fördert in der Community, auf der Verbands-Website und bei regionalen, nationalen oder internationalen Treffen den Erfahrungsaustausch zwischen Copter-Piloten, Behörden und den sonstigen Luftverkehrsteilnehmern.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Bundesverband Copter Piloten e.V. (BVCP)
Startplatz – Im Mediapark 5
50670 Köln
Telefon: +49 (221) 1773375-0
Telefax: +49 (221) 1773375-9
http://bvcp.de

Ansprechpartner:
Kerstin Bach
Stellvertretender Vorstand
Telefon: +49 (221) 1773375-0
Fax: +49 (221) 1773375-9
E-Mail: k.bach@bvcp.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel