Energie- / Umwelttechnik

Alternativen zum „Black Friday“-Konsumwahn

„Black Friday“, „Cyber Monday“ und Co. – jedes Jahr geht es noch früher los mit den Schnäppchen-Kauf-Angeboten. Doch dieser Konsumrausch ist nicht nachhaltig, denn er verursacht viele Probleme: Unmengen an Verpackungsmüll entstehen; alte, noch funktionsfähige Geräte, werden durch vermeintlich bessere neue Modelle ersetzt und landen im Elektroschrott; „Fast Fashion“-Mode wird einmal getragen und dann nicht mehr angerührt. „Der „Black Friday“ ist Symptom eines Konsumwahns, der mit der Verschwendung von Energie und Rohstoffen einhergeht und damit auch der Natur schadet“, sagt Jutta Sandkühler, Geschäftsführerin des NABU Berlin. „Wir möchten die Berliner*innen deshalb dazu ermutigen – auch mit Blick auf Weihnachten – auf Müllvermeidung und nachhaltige Produkte zu setzen“.

Unsichtbarer Müll“ – nur Vermeidung ist wirklich nachhaltig

Passend zum „Black Friday“ findet unter dem Motto „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen“ die diesjährige „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“ statt, die noch bis zum 29. November läuft. Neben Verpackungsmüll oder Elektroschrott gibt es nämlich viele „unsichtbare“ Abfälle, die selten wahrgenommen werden. Dazu gehören Abfälle aus der vorangegangenen Produktion, beim Transport oder tatsächlich unsichtbarer Müll wie Mikroplastik oder Abrieb.

Selbst wenn sich Hersteller „nachhaltiger“ Produkte bemühen, mit Rohstoffen sparsamer umzugehen und Abfälle zu reduzieren, ist das umweltfreundlichste Produkt immer noch jenes, das vermieden wird. „Jede*r von uns kann sich fragen: Wozu ein Waffeleisen kaufen, wenn ich es mir leihen kann? Warum zwei Dutzend Kleider besitzen, wenn ich sie auch tauschen kann? “, sagt Sandkühler.

Wenn kaufen, dann aus zweiter Hand

Doch wenn die Weihnachtszeit naht und wir unseren Lieben etwas schenken wollen, setzen die meisten Menschen doch auf neu gekaufte Ware. Dabei gibt es viele Alternativen: Secondhand liegt im Trend. Die „NochMall“, das Gebrauchtwarenkaufhaus der Berliner Stadtreinigung, startete erfolgreich in den Sommer und wird rege besucht. Auch auf Flohmärkten, in „Vintage Kilo Stores“ oder in vielen kleinen Secondhand-Kleiderläden können Kauflustige nach einem Weihnachtsgeschenk auf zweiter Hand stöbern. Online bieten Portale wie „Kleiderkreisel“ ebenfalls die Möglichkeit, günstig hochwertige Vintage-Mode zu kaufen.

Weitere nachhaltige Geschenkideen:

  • Verschenken Sie Zeit miteinander! Zum Beispiel einen Spaziergang oder einen Kinobesuch in der Zeit nach Corona.
  • Packen Sie zusammen an! Pachten Sie für Ihre Lieben eine Öko-Ackerparzelle am Stadtrand und ernten Sie im nächsten Jahr Ihr eigenes Gemüse.
  • Basteln Sie Dinge oder stellen Sie sie selber her! Zum Beispiel Samenbomben, Bienenwachstücher oder Strickpullover.
  • Kreieren Sie Geschenke in der Küche! Etwa Chili- oder Rosmarinöl, selbst hergestellter Glühwein, Pesto, eingelegtes Gemüse – oder ein selbst zusammengestelltes Kochbuch mit leckeren Rezepten.
  • Oder Sie schenken ein Stück Natur. Wie wäre es mit einer Wildvogel-Patenschaft oder Geschenkmitgliedschaft des NABU Berlin?

Noch mehr Tipps zur Ökologischen Lebensführung finden Sie auf unserer Webseite:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/index.html

Über NABU Berlin

Der NABU Berlin (Naturschutzbund Landesverband Berlin e.V.) ist ein Mitgliederverband. Über 19.000 Naturschützer*innen unterstützen die Arbeit des NABU Berlin, viele von ihnen engagieren sich in den zehn Bezirks- und acht Fachgruppen für den Erhalt der Natur und eine lebenswerte Umwelt. Weitere Informationen über den NABU Berlin finden Sie unter https://berlin.nabu.de.

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