Energie- / Umwelttechnik

Klimafreundlich reisen

Der Trend hin zu mehr Regionalität und Nachhaltigkeit ist besonders auch während der Pandemie spürbar. Mit «Yoalin» reisten 125 junge Menschen mit Bahn und Bus klimafreundlich durch die Alpen. Das Projekt der CIPRA feierte am 19. und 20. September in Innsbruck/AT erfolgreich den Abschluss.

Rund 120 Millionen Menschen besuchen jährlich die Alpen. Die Menschenmassen hinterlassen einen enormen Fussabdruck, da über 80 Prozent der Reisen mit dem eigenen Auto unternommen werden. Dahinter steht oftmals die Angst vor dem Kontrollverlust und Unsicherheit, mobil bleiben zu können. Dabei ist es mit klimafreundlicheren Verkehrsmitteln wie Zug und Bahn bestens möglich, von A nach B zu kommen und dabei noch entspanntes Reisen jenseits von Stau und Lärm sowie authentische Begegnungen zu erleben. Dies zeigten die jungen Menschen, die diesen Sommer mit «Yoalin» und grosser Begeisterung in und durch die Alpen reisten.

Engagierte Community

Das Projekt «Yoalin» – kurz für Youth Alpine Interrail – der CIPRA und des CIPRA Jugendbeirats CYC hat sich seit 2018 der klimafreundlichen Mobilität in den Alpen verschrieben: diesen Sommer erhielten 125 junge Alpenbewohner:innen Zugtickets und Zugang zu einer aktiven Community, die seit der ersten Ausgabe des Projekts stetig gewachsen ist. Über eine Online-Plattform und Social Media konnten sich alle austauschen, Fragen stellen oder Treffen vereinbaren. Die so genannten «Ambassadors» – ehemalige Yoalins – unterstützten zudem bei der Planung oder beantworteten Fragen.

Zum offiziellen Abschlusstreffen in Innsbruck/AT reisten rund 60 junge Menschen an, um von ihren Erlebnissen zu erzählen und über nachhaltige Mobilität zu reflektieren. Die Veranstaltung wurde von der ARGE ALP organisiert, der Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer, die ihre Geschäftsstelle in Innsbruck hat. Am Vormittag wurden neben spielerischen und interaktiven Reiseerzählungen die Gewinnerinnen und Gewinner des Foto- und Geschichtenwettbewerbs prämiert.

Mobilität der Zukunft

Am Nachmittag diskutierten die Teilnehmenden in Workshops über Digitalisierung und Mobilität, sammelten innovative Ideen zum Thema «Letzte Meile» – also wie Reisende vom Endbahnhof beispielsweise zum Urlaubsquartier kommen – und tauschten sich enthusiastisch darüber aus, wie die Alpenregion sich als attraktive Destination für junge Menschen positionieren kann. Fachlichen Input erhielten sie dabei von rund zehn Expertinnen und Experten aus der Tourismusbranche, der Mobilitätsplanung, von der Alpenkonvention und dem Klimabündnis, die sich über die Begeisterung und die kreativen Ideen freuten.

«Die Teilnehmenden sind so engagiert und haben grossartige Ideen. Das gibt uns die Motivation und Energie, uns weiterhin mit ganzer Kraft für die nachhaltige Mobilität der Zukunft im Alpenraum einzusetzen, und zeigt uns, dass wir die nächste Generation dabei einbinden müssen», so die Mitarbeiterin der ARGE ALP-Geschäftsstelle Melanie Plangger vom Land Tirol. Auch für Louise Drompt, Mitglied des CIPRA Jugendbeirats und Yoalin-Ambassadorin, war das Abschlusstreffen ein wichtiger Motivator: «Es gibt viel zu tun, und unsere Generation muss etwas unternehmen, wenn wir eine nachhaltige Zukunft wollen. Wenn ich sehe, dass andere junge Menschen sich engagieren, motiviert mich das sehr."

Fotos und Geschichten von den Reisen gibt es auf Social Media sowie auf der Website. Dort finden sich zudem Karten mit speziellen Destinationen und hilfreiche Reise-Tipps, die zum klimafreundlichen Reisen im Alpenraum inspirieren – zu jeder Jahreszeit und für alle Altersgruppen gleichermassen. Mit Bahnfahrten statt Auto- oder Flugreisen kann jede und jeder ein Zeichen setzen und einen Beitrag für eine umweltverträgliche Zukunft leisten.

 

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