Bautechnik

Sehen und spüren: Sport ist etwas Tolles!

Beim Sport geht es um Schnelligkeit, Bewegung, Taktik, Teamgeist und Spielfreude. Wie stellt man dies alles in einer Sporthalle künstlerisch dar? Vor dieser Aufgabe stand der Darmstädter Kommunikationsdesigner Jörn Heilmann, nachdem die Sanierung der denkmalgeschützten Darmstädter Böllenfalltorhalle abgeschlossen war. Von außen fällt das Gebäude durch ein markant gewölbtes Dach und ein großflächiges halbrundes Fenster auf, durch das viel Tageslicht auf das Spielfeld flutet.

Seit 1965 wird die Halle von Vereinen, Schulen und Musikveranstaltern für sportliche und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Im Erdgeschoss sind die Umkleide- und Sanitärräume für den Breitensport untergebracht. Den Eingangsbereich der Sporthalle schmückt ein hellgraues Betonrelief des Darmstädter Künstlers Helmut Lander, rechts davon gelangt man durch die „Schleuse" in den neuen Anbau, der Annex genannt wird.

Heilmanns künftige Malflächen, die strahlend weißen Wände der drei Gänge zu den Kabinen, machten auf ihn einen sauberen, sterilen und unpersönlichen Eindruck. Es irritierte ihn, dass sie dem Auge keinerlei Orientierungshilfen boten. In diesen Fluren, von denen der eine wie der andere aussah, konnten sich die Sportler – zumal von Gastmannschaften – leicht verirren.

Bevor er ein Farbkonzept erarbeitet, lässt Heilmann die emotionale Grundstimmung und die Architektur eines Gebäudes auf sich wirken. Dabei entwickelt sich in seinem Kopf schon die erste Idee. „Sport ist etwas Tolles", sagt er, und dieses überwältigende Gefühl wollte er auch mit seiner Wandgestaltung auslösen. Das Design soll Begeisterung, Dynamik und Lebensfreude vermitteln, und der Gang zu den Kabinen soll wie ein künstlerischer Willkommensgruß empfunden werden.

Beim Konzeptentwurf ließ sich der Kommunikationsdesigner von den Farben der Bodenmarkierungen für die Sportarten Badminton, Volleyball, Handball, Basketball und Hockey inspirieren. Mit Indeko-plus von Caparol, „ein Superprodukt, das Spaß macht", fiel ihm die Gestaltung leicht. Schon oft hat er diese Premiumfarben in Innenbereichen angewandt. Ihm imponiert nicht nur ihr gutes Deckvermögen, so dass sich ein zweiter Anstrich meist erübrigt, sondern auch die Einheitlichkeit und Homogenität der Oberflächen. Ein weiterer Vorteil ist das schnelle und geruchlose Trocknen. Die hohe Strapazierfähigkeit macht sich bei starkem Publikumsverkehr, wie er auch im Sportbetrieb des Annex‘ vorherrscht, bezahlt. Zudem trägt Indeko-plus zu einem gesunden Raumklima bei, weil die Farben keine Konservierungsstoffe, Lösemittel oder Weichmacher enthalten und daher für sensible Wohn- und Lebensbereiche geeignet sind. Indeko-plus hat zudem das Siegel „Für Allergiker geeignet" bekommen.

Heilmann wählte heitere, zum Teil pastellige Töne aus, um die nüchterne Atmosphäre der Gänge aufzulockern. Aus den über acht Millionen Farbtönen, die ihm zur Wahl gestanden hätten, entschied er sich für ein vergrautes Rosa, Zitronengrün, Himmel- und Dunkelblau und ein unfarbiges Grüngrau. Die Farbflächen trug er frei Hand auf, als Hilfsmittel diente ihm Kreppband.

Das Grundthema Sport wird von einem Ball, der sowohl Hand- wie auch Fußball oder Volleyball sein könnte, und die blaue Silhouette eines jungen Sportlers angedeutet. Diese Figur ist von wegweisenden Zahlen und Pfeilen umgeben, aber auch von Formen und Skizzen, mit denen Trainer den Spielaufbau darstellen oder nachträglich Spiele auswerten. An diesen Chiffren oder Symbolen können sich auch Gastsportler, etwa die gegnerischen Mannschaften des SV 98, gut im Gewirr der Gänge orientieren. Das schwungvolle Design lässt die Wände tanzen, beeinträchtigt aber nicht ihr helles Erscheinungsbild. Um die Blicke der Vorübergehenden anzuheben, hat Heilmann in einem der Gänge seine verspielten Formen in Richtung Decke und um ein Fenster verlagert.

An diesem Durchgang endet das Annexgebäude, und durch die geöffnete Tür wird bereits die lichtdurchflutete Sporthalle sichtbar. Hier ist die Nahtstelle, hier geht das neue in das alte Gebäude über. Die Sportler, inzwischen umgezogen, trudeln ein, bilden Mannschaften. Das Training kann beginnen.

Petra Neumann-Prystaj

Jörn Heilmann

Der Darmstädter studierte Kommunikationsdesign und Bildende Kunst und leitet eine Kreativagentur. Als Mitglied der Künstlervereinigung Darmstädter Sezession engagiert er sich als freier Kunstberater und Kurator für Unternehmen. In den 1980er Jahren begann er als einer der ersten Graffiti-Sprayer Deutschlands mit konzeptioneller Wandgestaltung und ist seither mit zahlreichen Projekten im öffentlichen Raum aktiv.

Bautafel:

Objekt:
Sporthalle am Böllenfalltor, Darmstadt

Bauherr: 
Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG

Ausführung:
Jörn Heilmann, Darmstadt

Farbkonzept:
Jörn Heilmann, Darmstadt

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