Finanzen / Bilanzen

„Bundeswehr braucht mehr Zentralisierung und mehr Freiheiten bei der Beschaffung“

Die Koalition hat sich darauf verständigt, dass die Bundeswehr zur Erfüllung ihrer NATO- und gesetzlichen Aufgaben zügig modernisiert werden muss. Deshalb hat der Deutsche Bundestag zusätzliche Mittel in Höhe von 100 Mrd. Euro allein für die Beschaffung von Rüstungsgütern bereitgestellt. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat dabei zwei Engpässe ausgemacht: EU-weite Ausschreibungspflichten sind zeitaufwändig und interne Beschaffungsprozesse zu bürokratisch. ZEW-Beschaffungsexperte Leonardo Maria Giuffrida, PhD, Leiter der ZEW-Nachwuchsforschungsgruppe Öffentliche Beschaffung rät: „Da nationale Sicherheitsinteressen nicht immer Vorrang vor EU-weiten Beschaffungsvorgaben haben können, sollte sich die Bundeswehr auf zwei Dinge konzentrieren: Erstens sollte die Beschaffung bei der kompetentesten und erfahrensten Vergabestelle der Streitkräfte zentralisiert werden. Das ermöglicht den Zugang zu einer möglichst großen Zahl von Lieferanten, erhöht die Nachfragemacht und maximiert den Nutzen aus der Kompetenz. Und zweitens sollten die Vergabebeamten mehr Freiheitsgrade erhalten, um in Auswahlverfahren auf frühere Leistungskennzahlen zurückzugreifen bzw. im Fall von Einzelanbietern, wenn der Einkäufer bereits erfahrene Lieferanten mit einem guten Ruf für bestimmte Produkte kennt.“
Über ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim

Das ZEW in Mannheim forscht im Bereich der angewandten und politikorientierten Wirtschaftswissenschaften und stellt der nationalen und internationalen Forschung bedeutende Datensätze zur Verfügung. Das Institut unterstützt durch fundierte Beratung Politik, Unternehmen und Verwaltung auf nationaler und europäischer Ebene bei der Bewältigung wirtschaftspolitischer Herausforderungen. Zentrale Forschungsfrage des ZEW ist, wie Märkte und Institutionen gestaltet sein müssen, um eine nachhaltige und effiziente wirtschaftliche Entwicklung der wissensbasierten europäischen Volkswirtschaften zu ermöglichen. Durch gezielten Wissenstransfer und Weiterbildung begleitet das ZEW wirtschaftliche Veränderungsprozesse. Das ZEW wurde 1991 gegründet. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Derzeit arbeiten am ZEW Mannheim rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen rund zwei Drittel wissenschaftlich tätig sind.

Forschungsfelder des ZEW

Arbeitsmärkte und Personalmanagement; Digitale Ökonomie; Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik; Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement; Marktdesign; Soziale Sicherung und Verteilung; Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement; Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft, Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik.

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