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Wenn Sonnenblumen zwischen die Kriegsfronten geraten …

Eigentlich wollte die i.m.a-Redaktion in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „lebens.mittel.punkt“ nur ein neues Unterrichtsthema bieten – über Herkunft, Anbau und Nutzung von Sonnenblumen. Doch dann begann der Krieg in der Ukraine. Und plötzlich erhält das friedliche Thema politische Brisanz. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen kann nun die Wissensvermittlung über Sonnenblumen dazu beitragen, mehr Verständnis für die Herausforderungen der Landwirtschaft in Krisenzeiten zu entwickeln.

Aus Russland ist nicht nur der Krieg in die Ukraine gekommen. Von Russland aus hat sich auch die Sonnenblume ausgebreitet. Sie wird dort seit dem 19. Jahrhundert kultiviert und entwickelte sich bald darauf in ganz Osteuropa zu einer Nutzpflanze. Heute ist die Ukraine weltweit der größte Exporteur von Sonnenblumenöl. Korrekt müsste es jedoch heißen: Bisher war dieses Land der größte Exporteur. Denn mit Kriegsbeginn liegt die ukrainische Landwirtschaft am Boden, werden Felder vernichtet und können Landwirte keine Sonnenblumen mehr anbauen. In der Ukraine geht die Sonnenblume, die auch ein Symbol der Friedensbewegung ist, im Krieg unter.

Auch vor diesem Hintergrund kann es insbesondere für Schulkinder von Bedeutung sein, sich mit dieser prächtigen Ölpflanze zu befassen, wie dies die neue Ausgabe vom i.m.a-Lehrermagazin „lebens.mittel.punkt“ empfiehlt. Dort werden für Grundschulkinder vom Anbau über das Wachstum bis zur Nutzung des Sonnenblumenöls die vielfältigen Aspekte der Korbblütler erläutert.

Dies geschieht unpolitisch. Gleichwohl wird allein durch eine rein sachliche Gegenüberstellung der Exportmengen von Sonnenblumenöl deutlich, welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine hat: Von insgesamt 13,6 Millionen Tonnen jährlich weltweit exportiertem Sonnenblumenöl kommen 27 Prozent aus Russland und 51 Prozent aus der Ukraine. Kein anderes Land der Welt produziert auch nur annähernd derartige Mengen. So haben der Ausfall der Sonnenblumenproduktion in der Ukraine und die Handelsbeschränkungen mit Russland auch Auswirkungen in Deutschland, die für Schulkinder offensichtlich werden, wenn leere Supermarktregale von fehlendem Speiseöl künden.

Damit hat die Ausgabe 48 vom „lebens.mittel.punkt“ mit ihren eigentlich unpolitischen Themen über den Sonnenblumenanbau, den Weg des Wassers, über Ökosysteme im Kleinen oder Pflanzen-Drinks, mit Reportagen und Tipps für die Ernährung und den Bildungsunterricht ganz unfreiwillig eine neue Dimension bekommen.

Wer sich davon einen eigenen Eindruck verschaffen möchte, kann das aktuelle Heft jetzt online lesen auf www.ima-lehrermagazin.de, dort herunterladen oder die Zeitschrift kostenfrei abonnieren. Der „lebens.mittel.punkt“ erscheint vier Mal im Jahr und ist ein Bildungsangebot zu Themen der Natur, Landwirtschaft und Ernährung für die Primar- und Sekundarstufe allgemeinbildender Schulen.

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Als gemeinnütziger Verein informieren wir über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, und über die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft. Weil immer mehr Menschen immer seltener Gelegenheit haben, sich selbst ein reales Bild von der Landwirtschaft zu machen, kommt es insbesondere darauf an, bereits Kindern und Jugendlichen durch die Bereitstellung von Lehrmaterialien und mit Hilfe von Pädagogen Einblicke in die heutige Welt der Landwirtschaft zu vermitteln. Die i.m.a-Arbeit wird von den deutschen Bäuerinnen und Bauern getragen und von der Landwirtschaftlichen Rentenbank finanziell gefördert.

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