Energie- / Umwelttechnik

Drillinge bei den Schneeleoparden im Zoo Basel

Am 9. Mai 2022 kamen im Zolli Schneeleopard-Drillinge zur Welt. Den Jungtieren Tamani, Taruna und Tarim geht es prächtig und Mutter Rangi kümmert sich sehr gut um ihren Nachwuchs. Rund sieben Wochen waren die vier in der Wurfbox und im Stall – ohne Vater. Schneeleoparden sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarungszeit. Mittlerweile sind die Kätzchen, zur Freude aller, auf der Aussenanlage zu sehen.

Nach rund 100 Tagen Tragzeit brachte die knapp siebenjährige Katze Rangi am 9. Mai 2022 Schneeleopard-Drillinge zur Welt – ein Männchen und zwei Weibchen. Die Kamera, mit welcher die Wurfbox ausgestattet ist, ermöglichte es den verantwortlichen Tierpflegenden, die Entwicklung der Jungen zu überwachen, ohne die Mutter bei der Aufzucht zu stören.

Reise für die Zucht

Rangi kam vor fünf Jahren aus dem französischen «Espace Zoologique la Boissière du Dore» in den Zoo Basel. Sie wurde im Rahmen des EAZA Ex-situ-Programms (EEP, Zuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) als geeignete Partnerin für Kater Mekong ermittelt. Dieser wurde vor sieben Jahren im Zoo Basel geboren. Anfangs war Rangi noch zurückhaltend und zeigte kein grosses Interesse an ihrem Partner. Die beiden mussten sich erst aneinander gewöhnen. Mittlerweile verstehen sie sich gut – was die fidelen Drillinge beweisen. Nach der Geburt machte Rangi ihre Sache sehr gut. Sie blieb ruhig und führte die blinden Jungen zur Zitze. Das war nicht immer so. Sie musste das Muttersein erst erlernen. Bereits letztes Jahr im Mai hatte Rangi Nachwuchs. Dessen Aufzucht gelang ihr aber nicht. Das kommt bei erstgebärenden Weibchen häufig vor – auch in der Natur. Sie konnte jedoch von diesem für sie neuen Ereignis profitieren und wichtige Erfahrungen sammeln, die ihr jetzt zugutekommen.

Gut getarnte Einzelgänger

Schneeleoparden sind Einzelgänger. Sie leben in einem riesigen Verbreitungsgebiet im Gebirge Zentralasiens. Einige Tiere leben in einem Revier von bis zu 1’000 km2, etwa 2’000 bis 6’000 Meter über Meer. Dieses grosse Gebiet brauchen sie, da ihre Beute in dem kargen Lebensraum nicht in grosser Menge vorkommt. Schneeleoparden sind scheu und vor allem im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung aktiv. Ihr helles Fell mit den grauen Punkten tarnt sie ausgezeichnet. Deshalb sind Schneeleoparden schwierig zu erforschen. Heute wird die Anzahl Tiere mit Hilfe von Kamerafallen erhoben. Schneeleoparden haben ein einzigartiges Punktemuster und können so individuell erkannt werden. Um Studierende in der Handhabung der Forschungsmethode zu unterstützen, wurde im Gehege des Zoo Basel ebenfalls eine Kamerafalle aufgestellt. Anhand der Fotos respektive der spezifischen Musterung konnten die beiden Tiere Rangi und Mekong unterschieden werden.

Beeindruckende Jagdtechnik will gelernt sein

Der Schneeleopard ist ein geschickter Kletterer und hat eine beeindruckende Jagdtechnik entwickelt. Gut getarnt wartet er, bis er eine potentielle Beute erspäht, schleicht sich an und springt sie dann von oben an. Mit seinem langen buschigen Schwanz kann er im Sprung gut ausbalancieren. So erlegt er auch grössere Tiere wie Steinböcke oder ein Yak. Die ganze Beute wird verwertet; damit erhält der Jäger mit dem Futter auch wichtige Nähr- und Ballaststoffe.

Eine Schneeleopardin gebärt zwei bis drei noch blinde Junge in einer Höhle. Dort bleiben sie bis zu zwei Monaten. In der Wildbahn verlässt die Mutter ihre Jungen immer wieder zum Jagen und kommt zum Säugen zurück. Später begleiten die Jungen die Mutter. Das Jagen muss von den jungen Schneeleoparden gelernt werden. Sie schauen sich die Technik vom Muttertier ab und machen dann erste eigene Versuche. Bei der Mutter bleiben die Jungen etwa zwei Jahre, danach suchen sie sich ihr eigenes Revier.

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