Energie- / Umwelttechnik

Weitsicht und soziale Verantwortung: Zwei Bioland-Betriebe erhalten Bundespreis Ökolandbau

Weitsicht und soziales Engagement: Das sind Attribute, die viele Bioland-Betriebe auszeichnen. Zwei von Ihnen sind dafür jetzt mit dem Bundespreis Ökolandbau ausgezeichnet worden: Am Mittwoch überreichte Silvia Bender, Staatssekretärin im Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung, dem Bioland-Betrieb Mühlenhof aus Halle sowie dem Bioland-Zusammenschluss „Alles im grünen Bereich e.V.“ aus Niederkaufungen auf den Öko-Feldtagen im baden-württembergischen Ditzingen ihre Urkunden. 

„Ökolandbau nach Bioland-Prinzipien hat zum Ziel, den Menschen eine lebenswerte Zukunft zu sichern. Grundlage dazu ist weitsichtiges Wirtschaften – denn die Landwirtschaft muss sich in eine Richtung verändern, in der sie Rücksicht auf Lebensgrundlagen nimmt und sich den verändernden äußeren Rahmenbedingungen flexibel anpasst. Zur Lebenswertigkeit gehört aber auch ein funktionierendes soziales Gefüge, in dem sich die Stärkeren mit den Schwächeren solidarisch zeigen. Beide Aspekte leben die ausgezeichneten Bioland-Betriebe vorbildlich und sind daher verdiente Gewinner des diesjährigen Bundespreises Ökolandbau“, betont Bioland-Präsident Jan Plagge. 

Der Verein „Alles im grünen Bereich e.V.“ im hessischen Niederkaufungen ist eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, die neben den eigenen Mitgliedern auch über 500 Menschen aus der Region mit hochwertigen Bio-Lebensmitteln versorgt. 36 Jahre nach der Gründung bearbeiten heute 23 Mitarbeitende – gleichberechtigt und ohne feste Hierarchien – in den einzelnen Betriebszweigen, wie dem Acker-, Obst- und Gemüsebau auf 53 Hektar Fläche, der Tierhaltung, der Käserei und der Saatgutvermehrung. Das dabei erwirtschaftete Einkommen fließt in einen gemeinsamen Topf. Davon war die Jury des Bundeswettbewerbs ebenso beeindruckt wie von den zahlreichen Umweltleistungen der Arbeits- und Lebensgemeinschaft, zu denen ein gezielter Humusaufbau, Agroforstanlagen und der Erhalt genetischer Ressourcen durch Nutzung samenfester Gemüsesorten und zahlreicher alter Obstsorten gehören. 

Der Bioland-Ackerbaubetrieb Mühlenhof von Hermann Künsemöller und seiner Tochter Rieke liegt bei Halle, inmitten leichter Böden mit hohen Sandanteilen – eigentlich kein guter Standort für immer häufiger auftretende Hitzen und Dürren. Doch die Künsemöllers haben sich schon früh mit diesem vermeintlichen Standortnachteil auseinandergesetzt und ein Anbausystem entwickelt, das mit den klimatischen Extremen umgehen kann: Bei so vielen Kulturen wie möglich werden Unter- oder Beisaaten eingesetzt, um alle Freiräume auf dem Acker zu belegen, die Flächen optimal zu nutzen und einen nahezu ganzjährigen Aufwuchs sicherzustellen. „Wir versuchen, Ökosysteme nachzubilden und immer das ganze System mitzudenken“, sagt Rieke Künsemöller, die den Betrieb 2001 von ihren Eltern übernommen hat. „Das ist für mich auch der Grundgedanke des Ökolandbaus.“ Die Jury des Bundeswettbewerbs Ökolandbau lobte das Anbausystem als besonders innovativ und zukunftsweisend. 

Seit 2001 zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Betriebe aus, die mit besonderen und wegweisenden Konzepten erfolgreich ökologisch wirtschaften. Die Landwirtinnen und Landwirte können sich für den Bundeswettbewerb Ökolandbau bewerben oder vorgeschlagen werden. Eine unabhängige Jury wählt unter den Betrieben die Sieger aus, von denen in diesem Jahr jeder ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro erhält.

Über den Bioland- Verband für organisch-biologischen Landbau e.V.

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland und Südtirol. Rund 10.000 Betriebe aus Erzeugung, Herstellung und Handel wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt.

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