Energie- / Umwelttechnik

Neues Naturschutzprojekt gestartet: BUND renaturiert Moore

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  • Wichtige Ökosysteme werden renaturiert
  • Förderung im Bundesprogramm Biologische Vielfalt
  • Aktive Einbindung der Bevölkerung

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) startet in diesem Sommer sein neues Projekt „Renaturierung von Moorlebensräumen auf der Bergischen Heideterrasse“. Die Projektmaßnahmen dienen der Artenvielfalt und wirken dem Klimawandel entgegen.

Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND: „Wir freuen uns, dass wir in den kommenden Jahren zwischen Duisburg und Siegburg Moorlebensräume in großem Maßstab wiederherstellen können. Die Wiedervernässung ist nicht nur entscheidend für die Rettung der bedrohten Artenvielfalt, sie ist auch die zentrale Aufgabe des Klimaschutzes. Nur so können Moorböden wieder ihrer Funktion als natürliche Kohlenstoffspeicher gerecht werden, statt wie bisher sogar Treibhausgase auszustoßen und damit den Klimawandel zu beschleunigen.“

Eckdaten zum Projekt

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, sowie durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW gefördert. Während der sechsjährigen Projektlaufzeit bis 2029 sollen insgesamt 68 Flächen mit einer Größe von ca. 500 Hektar durch den Rückbau von Entwässerungsgräben wiedervernässt werden.

Mitarbeit von Freiwilligen ist ein wertvoller Bestandteil

Durch die Mitarbeit von Freiwilligen bei der Renaturierung wird die lokale Bevölkerung direkt in den Naturschutz ihrer eigenen Lebensumgebung eingebunden. Begleitend geht es darum, über Vielfalt, Nutzen und die Bedeutung von Moorlebensräumen zu informieren. So soll die Akzeptanz für die durchgeführten Naturschutzmaßnahmen gesteigert werden, denn: was man kennt, schützt man.

Martin Grund, Projektkoordination BUND: „Das Projektteam freut sich, in den nächsten sechs Jahren einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaschutz und Biodiversität zu leisten. Durch die Einbindung der lokalen Bevölkerung bei unseren Arbeiten, haben wir die Möglichkeit eine breite Öffentlichkeit aktiv für mehr Natur- und Klimaschutz zu begeistern. Dabei geht es uns auch darum, wertvolles Hintergrundwissen über Moorlebensräume und die auf sie angewiesenen Tier- und Pflanzenarten zu vermitteln.“

Hintergrund: Der Naturraum Bergische Heideterasse ist ein schmales Landschaftsband und erstreckt sich rechtsrheinisch von der Ruhr im Norden bis zur Sieg im Süden. Das Projektgebiet beinhaltet viele Standorte von Wald- und Heidemooren, Bruchwäldern und anderen Moorlebensräumen. Durch menschliche Einwirkungen wie Flächenversiegelung, Entwässerungen und land- und forstwirtschaftliche Nutzung wurden viele dieser Biotope beeinträchtigt. Intakte Moorlebensräume erfüllen wichtige Funktionen. Sie sind Habitat für seltene und geschützte Tiere und Pflanzen. Im Kampf gegen die Klimakrise sind sie unverzichtbare Helfer, da sie die Fähigkeit haben, Kohlenstoff in ihren Böden einzulagern. Zusätzlich tragen sie, durch ihre Fähigkeit große Wassermengen in der Fläche zu speichern, aktiv zum Schutz gegen Hochwasser und Dürren bei. Diese Funktionen zu sichern und zu fördern ist Ziel des Projektes.

Mehr Informationen: 

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

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Ansprechpartner:
Dr. Martin Grund
BUND-Projektkoordination
Telefon: +49 (176) 48728231
E-Mail: martin.grund@bund.net
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