Kunst & Kultur

Geheimnisvolle Worte und sehnsüchtige Töne im Löwel-Foyer

Im neuen Gewand mit Anbindung an die Literatur präsentiert sich die Kammermusik des Theaters Plauen-Zwickau ab dieser Spielzeit. Lyrik, Prosa und Briefe schärfen das Profil.

„In die Seele“ heißt das erste Konzert dieser Reihe am 28. Oktober um 19.30 Uhr im Löwel-Foyer des Vogtlandtheaters, bei dem Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Alexander von Zemlinsky und Erwin Schulhoff erklingt sowie Texte von Rainer Maria Rilke rezitiert werden.

Alexander Zemlinsky ist der Nachtwelt wohl vor allem als Opernkomponist ein Begriff, doch in den Werken seiner Jugend zeigt sich eine Dekadenz des fin de siècle vor allem in der Kammermusik. So finden sich in seinem unvollendet gebliebenen »Maiblumen blühen überall« nicht nur glühende Melancholie und brennende Todessehnsucht, sondern auch das Begehren eines jungen Musikers nach der Welt.

Mozarts „Dissonanzenquartett“ lotet die Tonart C-Dur bis zum Äußersten aus. Die langsame Einleitung treibt die Kunst des chromatischen Vorhalts, das Changieren zwischen Dur und Moll ins Extrem. Gestrenge italienische Zeitgenossen wie der Opernkomponist Giuseppe Sarti nahmen daran Anstoß. Sie sahen in dieser langsamen Einleitung eine einzige Ansammlung von Regelverstößen gegen den „reinen Satz“ oder glaubten gar an Fehler beim Setzen der Noten. Tatsächlich handelt es sich aber nur um eine Folge von besonders gewagten Vorhalten über dem langsam pochenden Bass, die sich jeweils überraschend in einen Mollakkord auflösen – Vorbote des Dualismus zwischen Dur und Moll, der das ganze Quartett prägen wird.

Erwin Schulhoff kombiniert in seinem „Concertino“ den Kontrabass mit der Flöte und der Viola in einen temperamentvollen Furiant – jenen böhmischen Volkstanz, den auch Antonín Dvořák gerne verwendete.

Texte von Rainer Maria Rilke, dessen Sprache geheimnisvoll, symbolhaft und hochmusikalisch ist, vorgetragen von Schauspielerin Ute Menzel, runden das Konzerterlebnis ab.

Mitwirkende sind Christina Maria Gass (Sopran), Josef Vlček, Daniela Göhcke (Violine), Igor Michalski, Johannes Range (Viola), Nicolaus Köhler, Tobias Sigler (Violoncello), Michael Pukas (Kontrabass) sowie André Passin (Flöte).

Sa, 28. Oktober, 19:30 Uhr
Löwel-Foyer Plauen

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