Energie- / Umwelttechnik

Institutsentwicklung durch mehr interdisziplinäre Wissenschaft: Grünes Licht für strategischen Sondertatbestand des PIK

Von der interdisziplinären Grundlagenforschung bis zur wissenschaftlichen Politikberatung: Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat vom Ausschuss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern grünes Licht für seine Pläne einer Institutserweiterung erhalten. Mit dem vom PIK beantragten Sondertatbestand wird die Kompetenz in bislang wenig beforschten Themen durch zukunftsweisende Investitionsbereiche gestärkt. Gleichzeitig erfolgt durch die Integration des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ab 2025 der Aufbau eines Policy Research Hub an der Schnittstelle zwischen Forschung und Politik.

„In einer konsequenten Weiterentwicklung seiner Strategie zur Erforschung der Bewirtschaftung globaler Gemeinschaftsgüter innerhalb planetarer Belastungsgrenzen kann das PIK nicht nur auf mehr als 30 Jahre Erfahrung zurückgreifen, sondern mit Pionierthemen und einem ausgeweiteten Fokus auf die Sozialwissenschaften auch seine Expertise weiter ausbauen – vom Wissen zur Wirkung“, so Johan Rockström, einer der wissenschaftlichen Direktoren des PIK und Erdsystemforscher. „Wir freuen uns außerordentlich über das Signal, mit der Integration des MCC und der Stärkung innovativer Investitionsbereiche die Erfolgsgeschichte des PIK fortschreiben zu können. Künftig können so evidenzbasiertes Orientierungswissen und handlungsrelevante Optionen für Entscheiderinnen und Entscheider entlang der ganzen Wertschöpfungskette bereitgestellt werden“, erklärt Ottmar Edenhofer, ebenfalls wissenschaftlicher Direktor des PIK und Klimaökonom.

Vom Wissen zur Wirkung mit zukunftsweisenden Forschungsthemen und evidenzbasierter Politikberatung

Im Rahmen der letzten turnusmäßigen Evaluierung durch eine von der Leibniz-Gemeinschaft bestellte internationale Sachverständigenkommission war das PIK unter anderem für seine „Forschung herausragender Qualität“ sowie „stark nachgefragte Politikberatung“ exzellent bewertet worden. Hervorgehoben wurde dabei bereits der „sehr erfolgreiche und umfassende Veränderungsprozess“ zur Weiterentwicklung des Hauses durch die gemeinsame Ernennung der wissenschaftlichen Direktoren aus Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften, Johan Rockström und Ottmar Edenhofer, sowie die Besetzung der Position einer Administrativen Direktorin mit Bettina Hörstrup.

Mit dem Signal zur Bewilligung des Sondertatbestands wird das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change Anfang 2025 ein Teil des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Bereits seit 11 Jahren verbindet das MCC als eigenständiges Institut hochrangige wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Analysen mit einem strukturierten Ansatz an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik. Durch die Integration wird die sozialwissenschaftliche Forschung des PIK in Qualität und Kapazität der naturwissenschaftlichen Forschung gleichgestellt. Die begleitende Stärkung von drei Investitionsbereichen ergänzt zugleich das bewährte Leistungsportfolio des PIK um wegbereitende Forschungsthemen wie Erdsystemresilienz im Anthropozän, Verteilungsfragen und menschliches Wohlergehen bis hin zur Künstlichen Intelligenz.

Die offizielle Bewilligung durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist für Herbst 2024 vorgesehen, geknüpft an die Beschlüsse für das darauffolgende Haushaltsjahr. Mit dem strategischen Sondertatbestand hat das PIK ab 2025 eine zusätzliche Grundfinanzierung von rund 3,8 Millionen Euro jährlich beantragt.  

Über den Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist eines der weltweit führenden Institute in der Forschung zu globalem Wandel, Klimawirkung und nachhaltiger Entwicklung. Natur- und Sozialwissenschaftler erarbeiten hier interdisziplinäre Einsichten, welche wiederum eine robuste Grundlage für Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darstellen. Das PIK ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

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