Energie- / Umwelttechnik

Renaturierung am Flehbach: StEB Köln gestalten Naturerlebnisraum zwischen Buchheimer Ring und A3

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) setzen sich aktiv für den Schutz und die Entwicklung natürlicher Gewässerstrukturen ein. Als ein weiterer Baustein zur ökologischen Verbesserung der Kölner Fließgewässer wird in den kommenden Wochen der Flehbach zwischen Buchheimer Ring und A3 renaturiert. Das Ziel: Die Rückführung des Gewässerverlaufs in einen natürlichen Zustand und die Schaffung eines Lebensraums für heimische Tier- und Pflanzenarten.

Der betroffene Abschnitt des Flehbachs zeigte sich bisher von einer naturfernen Seite – begradigt und mit Betonschalen befestigt. Doch das wird sich ändern. Die StEB Köln planen, den Beton zu entfernen und dem Flehbach durch Umgestaltung der Uferbereiche einen neuen, naturnahen Verlauf zu geben. Diese Maßnahme reiht sich ein in die erfolgreichen Gewässerentwicklungsmaßnahmen, die die StEB Köln in den vergangenen Jahren umgesetzt haben und die im Oberlauf des Flehbachs bereits zu naturnahen Gewässerstrukturen geführt haben.

Die ersten vorbereitenden Maßnahmen beginnen in der 48. Kalenderwoche und umfassen Gehölzrückschnitt, vereinzelte Baumfällungen und die Anlage einer Baustraße. Um die Betonschalen zu entfernen, wird das Wasser des Flehbachs vorübergehend umgeleitet. Vor dieser entscheidenden Phase findet eine sorgfältige Befischung und Umsiedlung der Gewässerlebewesen statt. So wird sichergestellt, dass sie keinen Schaden nehmen.

"Sicherheit und Umweltschutz stehen bei all unseren Maßnahmen an erster Stelle. Wir setzen alles daran, den Eingriff in die Natur so schonend wie möglich zu gestalten", betont Dr. Christian Gattke, Geschäftsbereichsleiter Planung und Bau der StEB Köln. "Die Renaturierung des Flehbachs ist ein wichtiger Schritt, um die ökologische Vielfalt in der Region zu fördern und gleichzeitig einen attraktiven Naturerlebnisraum zu schaffen."

Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Renaturierung. Die Betonschalen werden entfernt, die Böschungen leicht abgeflacht, um dem Flehbach einen geschwungenen und natürlichen Verlauf zu ermöglichen. Alle Arbeiten sollen in der vegetationsfreien Zeit (zwischen dem 1. November und dem 28. Februar) abgeschlossen sein.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung einer eigendynamischen Gewässerentwicklung. Hierzu wird Totholz als natürlicher Strömungslenker in das Gewässer eingebracht. Dies schafft wechselnde Strömungsverhältnisse und fördert die Ausbildung natürlicher Gewässerstrukturen, die wichtige Lebensräume für die heimische Gewässerfauna darstellen.

Der Maßnahmenabschnitt erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 450 Metern und umfasst Flächen in Privateigentum. Die enge Zusammenarbeit mit den Eigentümern ist ein zentraler Bestandteil des Renaturierungsprojekts.

Die Renaturierung des Flehbachs erfolgt mit größtmöglicher Sorgfalt für die Umwelt. Wo Aufwuchs entfernt wurde, erfolgt Ersatz durch standorttypische Neupflanzungen. Dieser ganzheitliche Ansatz stellt eine ökologische Verbesserung sowohl für das Gewässer selbst als auch das Gewässerumfeld sicher.

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