HANNOVER MESSE 2026: N+P zeigt vernetzte Datenräume für Industrie und Bauwesen
N+P zeigt damit, wie Daten aus Maschinen, Anlagen und Prozessen sicher, nachvollziehbar und über Unternehmens- sowie Branchengrenzen hinweg nutzbar gemacht werden können. Gemeinsam mit den jeweiligen Projektpartnern werden konkrete Szenarien vorgestellt, die nicht nur technologische Konzepte sichtbar machen, sondern ihren Nutzen für reale Anwendungen in Fertigung, Service und Bauwesen verdeutlichen.
GREEN-TWIN: Souveräne Plattformen von der Maschine bis in die Cloud
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts ist das Projekt GREEN-TWIN, welches im Rahmen der 8ra-Initiative gefördert wird. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Daten aus Maschinen und Anlagen so erfassen, verarbeiten und bereitstellen lassen, dass Unternehmen sie sicher nutzen können, ohne ihre Datenhoheit aufzugeben. N+P verfolgt dazu einen Ansatz mit souveränen, hybriden Plattformstrukturen, die maschinennahe Datenverarbeitung innerhalb der Edge mit zentralen cloud-basierten Anwendungen und digitalen Zwillingen verbindet.
Besonders anschaulich wird dieses Thema durch die gemeinsame Präsentation mit SITEC Industrietechnologie GmbH (SITEC). Auf dem Messestand wird ein Montagemodul von SITEC eingebunden, an dem das Szenario live demonstriert wird. Damit wird für Messebesucher unmittelbar erlebbar, wie Daten aus dem realen Anlagenbetrieb in eine durchgängige digitale Struktur überführt werden können – von der Maschine über die lokale Edge-Verarbeitung bis hin zur weiteren Nutzung in übergeordneten Plattformen und Anwendungen.
Der Mehrwert liegt in einer Architektur, die Sicherheit, Skalierbarkeit und Integrationsfähigkeit zusammenbringt. Unternehmen erhalten damit eine Grundlage, um digitale Zwillinge aufzubauen, neue datenbasierte Leistungen zu entwickeln und Informationen kontrolliert auch für die Zusammenarbeit in Partnernetzwerken oder Datenräumen bereitzustellen.
CO₂-Tracking über Manufacturing-X: Emissionen transparent und nachvollziehbar machen
Ein weiteres Thema ist das CO₂-Tracking über Manufacturing-X. Dabei geht es darum, Emissionsdaten entlang der Wertschöpfung transparent zu erfassen, eindeutig zuzuordnen und nachvollziehbar bereitzustellen. Ziel ist es, CO₂-Daten nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in reale Prozess- und Wertschöpfungszusammenhänge einzubetten.
Projektpartner in diesem Umfeld ist die Smart Systems Hub GmbH, die das zugehörige Testbed vor Ort präsentiert und ebenfalls auf dem Gemeinschaftsstand Industrie 4.0 vertreten ist. Im Zusammenspiel von Maschinen, Sensorik, digitalen Zwillingen und Datenraumtechnologien wird sichtbar, wie Nachhaltigkeitsdaten in industrielle Abläufe integriert und für Nachweise, Auswertungen und Optimierungen nutzbar gemacht werden können.
Für Unternehmen bedeutet das vor allem mehr Transparenz und eine belastbare Grundlage für Dokumentation und Zusammenarbeit. CO₂-Werte werden dort verfügbar, wo sie benötigt werden, etwa für Kundenanforderungen, Partnerbeziehungen oder die gezielte Weiterentwicklung von Prozessen.
Datenaustausch zwischen Betreiber und Hersteller: Service partnerschaftlich weiterdenken
Wie standardisierter Datenaustausch in der Praxis funktionieren kann, zeigt N+P gemeinsam mit Smart Systems Hub, SITEC und der ULT AG im Themenfeld Datenaustausch zwischen Betreiber und Hersteller über Manufacturing-X. Im Fokus steht die Frage, wie reale Betriebsdaten organisationsübergreifend genutzt werden können, um Wartung, Service und Ersatzteilmanagement vorausschauender, effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Ausgangspunkt ist eine in vielen Unternehmen bekannte Situation: Wartungen erfolgen häufig reaktiv, Daten liegen fragmentiert vor und wichtige Informationen gehen zwischen Betreiber, Integrator und Hersteller verloren.
Der gezeigte Ansatz setzt genau hier an. Durch sicheren Datenaustausch über den gesamten Anlagenlebenszyklus entsteht eine durchgängige, datenbasierte Sicht auf Nutzung und Verschleiß. Das schafft die Grundlage für zustandsorientierte Services, höhere Anlagenverfügbarkeit und datenbasierte Entscheidungen ohne Medienbrüche. Zugleich wird sichtbar, wie Partner entlang der Wertschöpfung auf Basis klar geregelter Datenflüsse enger zusammenarbeiten können.
Manufacturing-X und Construct-X: Datenräume über Branchengrenzen hinweg nutzen
Im vierten Anwendungsfeld richtet N+P gemeinsam mit der Construction Future Lab gGmbH und dem Verein buildingSMART Deutschland e. V. den Blick auf die Verbindung von Manufacturing-X und Construct-X. Gezeigt wird, wie Daten aus dem (Bau-)Maschinenumfeld so bereitgestellt werden können, dass sie auch im Baukontext nutzbar werden. Damit entsteht ein praxisnahes Szenario für die branchenübergreifende Nutzung von Datenräumen, das neue Möglichkeiten für Transparenz, Nachhaltigkeit und digitale Zusammenarbeit eröffnet.
Dieser Demonstrator verknüpft die vom BMWE geförderten IPCEI-CIS-Projekte GREEN-TWIN und Construct-X mit dem Manufacturing-X-Projekt Fluid4.0.
Die N+P Informationssysteme GmbH ist seit 1990 kompetenter Ansprechpartner für die Digitalisierung von Industrie und Bauwesen im Mittelstand. Für Industriekunden ist die Aufstellung von N+P als Digitalisierungspartner für die gesamte Wertschöpfungskette von Konstruktion (CAD) über Fertigung (CAM), Planung (ERP) und Steuerung (MES) bis zum Datenmanagement (PDM/PLM) im deutschsprachigen Raum einzigartig. Auch für das Bauwesen ist N+P Anbieter für die durchgängige Digitalisierung des Gebäudelebenszyklus (Planen – Bauen – Betreiben) und verbindet die IT-Systeme von Planung (CAD/BIM), Bauablaufmanagement (BUILD) und Gebäudebetrieb (CAFM). Durch stetige Weiterentwicklung kann das inhabergeführte Familienunternehmen heute auf ein Team von ~200 IT-Spezialisten an sieben Standorten in Deutschland bauen.
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