Produktionstechnik

Well served: 3D-Druck-Sicherheit im direkten Lebensmittelkontakt

Die Lebensmittelindustrie ist von hohen Standards eingerahmt: Anforderungen an Hygiene und Unbedenklichkeit gelten auch für Maschinen, Anlagen und Komponenten. Gleichzeitig müssen Hersteller und Zulieferer wirtschaftlich und reaktionsfähig bleiben. Die additive Fertigung liefert attraktive Perspektiven, doch wie lassen sich 3D-gedruckte Bauteile und Lebensmittelsicherheit vereinen? Die LMD GmbH geht mit gutem Beispiel voran.   

3D-Druck revolutioniert die Fertigung von Bauteilen durch schnelle Verfügbarkeit sowie hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Vor allem bei komplexen Geometrien, geringer Stückzahl und sehr spezifischen Komponenten eröffnet die additive Fertigung völlig neue Möglichkeiten.  

Zweifel an der Wirtschaftlichkeit und Praktikabilität gibt es nicht, aber wie verhalten sich 3D-gedruckte Bauteile im direkten Lebensmittelkontakt? Um hygienische Sicherheit, chemische Unbedenklichkeit und sensorische Neutralität zu sichern, führt LMD – über gesetzliche Pflichten hinaus – regelmäßige freiwillige Prüfungen durch.

Additive Fertigung: Mehr als nur Material

Die LMD GmbH hat sich mit mehr als zwanzig Jahren Präsenz und konsequenter Weiterentwicklung am Markt der additiven Fertigung etabliert. Für die Experten aus dem Sauerland ist es eine Selbstverständlichkeit, ausschließlich hochwertiges und geprüftes Material im SLS-Prozess einzusetzen. Doch insbesondere in der Lebensmittelindustrie sind FDA- sowie EU-Konformitätserklärungen des Pulverherstellers als alleiniger Nachweis oft nicht ausreichend.

Die erhöhten Anforderungen sind begründet, denn additive Prozesse können Materialeigenschaften verändern. Die Handhabung und Rückführung des Pulvers können dessen Reinheit und Zusammensetzung beeinflussen. Darüber hinaus wirken sich Druckparameter auf das Gefüge, die Dichtigkeit und Aushärtung aus. Weitere relevante Einflussfaktoren im Lebensmittelkontakt können zudem in der Oberflächenbeschaffenheit, Nachbearbeitung und chemischen Glättung liegen.

Lebensmitteltauglichkeit anhand validierter Referenzbauteile geprüft

LMD kennt die Anforderungen im Lebensmittel-Handling sowie die Material- und Prozessfaktoren im SLS-Verfahren. Bewusst lösungsorientiert gehen die Experten aus Lennestadt seit mehreren Jahren über die reine Rohmaterial-Konformität hinaus.

Regelmäßig gibt LMD validierte Referenzmusterplatten zur umfassenden Prüfung an ein unabhängiges, akkreditiertes Forschungsinstitut. Nicht nur der Rohstoff, sondern das finale Bauteil nach vollendetem Fertigungsprozess soll als solches die Anforderungen im direkten Lebensmittekontakt erfüllen.

Unter anderem durchläuft ein Referenzteil dabei folgende Prüfungen:

  • Gesamt- und spezifische Migration nach EN 1186 / EN 13130
  • Elementanalytik und primäre aromatische Amine
  • NIAS-Screening (nicht absichtlich zugesetzte Stoffe)
  • Sensorische Bewertung nach DIN 10955

Unbedenklichkeit bei allen Lebensmitteln – regelmäßig bestätigt

Die Prüfungen offenbaren: Food-Industrie-Kunden und LMD selbst dürfen durchaus zufrieden sein. Gesetzliche Grenzwerte bei Migration, Metallen und primären aromatischen Aminen werden deutlich unterschritten. Die Unbedenklichkeit der additiv gefertigten Bauteile wird für den Einsatz mit allen Lebensmitteln regelmäßig bestätigt.

Auch untermauern die freiwilligen Referenzprüfungen ihre eigene Daseinsberechtigung: Eine Rohmaterial-Konformität allein ist kein vollständiger Sicherheitsnachweis für das gesamte Druckverfahren. Der Prozess verändert das Produkt: Materialumgang, Verarbeitung, Geometrie, Oberfläche und Nachbearbeitung müssen ebenso in die Bewertung einbezogen werden.

Hier greifen LMD Lösungen in der Lebensmittelindustrie

Aufgrund der besonderen Anforderungen der Lebensmittelindustrie schreitet die Automatisierung der Branche eher zögerlich voran. Viele Faktoren wie Hygiene und Reinigung, aber auch Taktzeiten, Variantenvielfalt und Präzision erschweren nachhaltige Prozessoptimierungen.

An dieser Stelle setzt LMD mit Know-how und Qualitätsbewusstsein an: Unbedenkliche Materialien sind die Basis für stabile, lebensmitteltaugliche und detektierbare Bauteile. Additiv gefertigte Schlüsselkomponenten werden zur belastbaren Lösung unter sensiblen Voraussetzungen, beispielsweise als Greifer für empfindliche Backwaren, zur Portionierung oder in der Handhabung von Fleisch- und Milchprodukten.

Geprüfte, praxiserprobte Perspektiven für die Food-Branche

3D-Druck-Komponenten sind international gängige Praxis – auch im direkten Lebensmittelkontakt. Die LMD GmbH setzt sich dafür ein, dass dieses Potenzial weiter ausgeschöpft und die Automatisierung der Lebensmittelindustrie stärker vorangetrieben werden kann.

Die regelmäßige, prozessbasierte Prüfung validierter Referenzteile bildet ein belastbares Fundament für Transparenz und Vertrauen. Der konsequente Prüfansatz stärkt die Sicherheit der Kunden und ermöglicht eine konsequente Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten im Lebensmittelumfeld.

Das Team der LMD GmbH steht gerne für eine individuelle Beratung zur Verfügung. 

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