Digitale Souveränität im Fokus: IT-Monitoring über Unternehmensgrenzen hinweg
In der neuen Folge sprechen Markus Reitshammer und Philipp Ghirardini über modernes IT-Monitoring und dessen Bedeutung für resiliente digitale Geschäftsprozesse. Im Fokus stehen diesmal externe Abhängigkeiten, SLAs, Business Continuity und digitale Resilienz.
Unter dem Titel „Digitale Souveränität & Vernetzung – IT-Monitoring über Unternehmensgrenzen hinweg (Teil 3)“ wird die Perspektive erweitert: weg von der reinen Betrachtung der eigenen IT-Infrastruktur, hin zu einem ganzheitlichen Blick auf interne und externe Systeme, Partner und Dienstleister.
Moderne Unternehmen sind keine isolierten Systeme. Kritische Geschäftsprozesse hängen heute oft von einer Vielzahl interner und externer Komponenten ab. Dazu zählen eigene Server und Anwendungen ebenso wie Zahlungsanbieter, Internetprovider, Cloud-Plattformen, externe IT-Partner oder Energieversorger. Wer digitale Resilienz ernst nimmt, muss deshalb nicht nur die eigene IT im Blick haben, sondern auch Schnittstellen zu Partnern und Dienstleistern verstehen.
„Resilienz entsteht dort, wo Unternehmen ihre Abhängigkeiten kennen. Monitoring macht sichtbar, welche internen und externen Systeme einen Geschäftsprozess tragen und schafft damit die Grundlage, um im Ernstfall schneller und gezielter zu handeln.“
Philipp Ghirardini, Geschäftsführer WOTAN Monitoring | GH-Informatik GmbH
IT-Monitoring endet nicht an der Unternehmensgrenze
Ein zentrales Thema der Podcast-Folge ist die Einbindung externer Partner in ein ganzheitliches Monitoring-Konzept. Im Störfall ist nicht immer die interne IT verantwortlich. Auch externe IT-Dienstleister, Systemlieferanten, Cloud-Provider oder Energieversorger können Teil eines kritischen Geschäftsprozesses sein.
Gerade deshalb ist es wichtig, diese Abhängigkeiten sichtbar zu machen. Wenn ein Prozess nicht funktioniert, spart ein präzises Monitoring wertvolle Zeit in der Analyse. Statt lange nach der Ursache zu suchen oder Verantwortlichkeiten unklar zu diskutieren, zeigt eine transparente Monitoring-Struktur schneller, an welcher Stelle der Kette ein Problem auftritt. Das reduziert sogenanntes Fingerpointing und unterstützt eine lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen interner IT, Fachabteilungen und externen Partnern.
SLAs machen IT-Qualität über Zeit sichtbar
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf Service Level Agreements, kurz SLAs. Philipp Ghirardini macht deutlich, dass es im modernen Monitoring immer weniger nur um die Verfügbarkeit einzelner Systeme geht. Entscheidend ist vielmehr die Frage, wie verfügbar die Geschäftsprozesse sind, die von diesen Systemen abhängen.
Ein Webshop ist dafür ein anschauliches Beispiel. Für das Unternehmen zählt nicht nur, ob ein Server erreichbar ist. Entscheidend ist, ob Kundinnen und Kunden Produkte anzeigen, in den Warenkorb legen und Bestellungen abschließen können. Fällt dieser Prozess aus oder wird er schleichend langsamer, kann das direkte wirtschaftliche Auswirkungen haben.
SLA-Reports helfen dabei, die IT-Qualität über einen längeren Zeitraum zu betrachten. Sie zeigen, welche Prozesse stabil laufen, wo sich Ausfälle häufen oder wo sich die Verfügbarkeit verschlechtert. Damit werden sie zu einem wichtigen Werkzeug für kontinuierliche Verbesserung, Priorisierung und Ressourcenplanung.
Outside-In-Monitoring zeigt die Kundensicht
Im Podcast wird auch die Bedeutung von Outside-In-Monitoring angesprochen. Dabei werden digitale Services nicht nur aus dem internen Netzwerk heraus überwacht, sondern von außen betrachtet. Das ist besonders wichtig, wenn Unternehmen wissen möchten, ob ein Service tatsächlich so funktioniert, wie ihn Kundinnen, Kunden oder externe Nutzer erleben.
Aus interner Sicht können Systeme verfügbar erscheinen. Aus Kundensicht kann der Prozess dennoch gestört sein, etwa wenn eine externe Schnittstelle, ein Zahlungsanbieter, eine Firewall-Regel oder ein Cloud-Dienst nicht korrekt funktioniert. Outside-In-Monitoring erweitert daher den Blick auf die tatsächliche Nutzbarkeit eines Services.
BizResilient-Cycle: Alltag und Ernstfall verbinden
Philipp Ghirardini beschreibt im Gespräch, dass ein Geschäftsprozess wie ein Baum verstanden werden kann. An der Oberfläche steht etwa der Webshop als sichtbarer Prozess. Darunter verzweigen sich zahlreiche Systeme und Abhängigkeiten.
Dieses Wissen ist nicht nur für den laufenden IT-Betrieb relevant, sondern auch für Notfall- und Wiederanlaufpläne. Wenn mehrere Systeme betroffen sind, muss klar sein, welche Services zuerst wiederhergestellt werden müssen, damit kritische Geschäftsprozesse rasch wieder funktionieren.
Damit greift die Folge einen zentralen Gedanken des BizResilient-Cycle auf: Informationen aus ITSM, Monitoring, Eskalationsmanagement und Business Continuity sollen nicht getrennt betrachtet werden. Ziel ist es, digitale Geschäftsprozesse nicht nur zu überwachen, sondern ihre Qualität messbar zu machen und ihre Widerstandsfähigkeit laufend zu erhöhen.
Digitale Souveränität als strategischer Faktor
Zum Abschluss der Interviewreihe geht es auch um digitale Souveränität. Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und kritische Infrastrukturen sind immer stärker auf stabile digitale Prozesse angewiesen. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen und der Druck, Abhängigkeiten nachvollziehbar zu machen.
In diesem Umfeld gewinnt die Frage an Bedeutung, auf welche Lösungen Unternehmen setzen und wie viel Kontrolle sie über ihre digitalen Strukturen behalten. WOTAN Monitoring | GH-Informatik GmbH steht hier für eine österreichische Monitoring-Lösung, die seit vielen Jahren gemeinsam mit Kunden und Partnern weiterentwickelt wird. Die lokale Verankerung, die Nähe zu Kundenprojekten und die Möglichkeit, individuelle Anforderungen zu berücksichtigen, werden im Gespräch als wichtige Faktoren für digitale Souveränität und nachhaltige IT-Qualität sichtbar.
Dreiteilige Podcast-Reihe zeigt Monitoring aus unterschiedlichen Perspektiven
Die aktuelle Folge bildet den Abschluss der dreiteiligen Podcast-Reihe mit Philipp Ghirardini. In Teil 1 ging es um IT-Monitoring, automatisierte IT-Dokumentation und resiliente Geschäftsprozesse. Teil 2 widmete sich Alarmservern, Eskalationsmanagement und zielgruppengerechter Kommunikation im Monitoring. Teil 3 erweitert den Blick auf externe Abhängigkeiten, SLAs, Business Continuity und digitale Souveränität.
Die Reihe entstand im Podcast „Digitalisierung ist für Dich“, der von Markus Reitshammer, Geschäftsführer von Re – Systems, moderiert wird. Die langjährige Partnerschaft zwischen Re – Systems und WOTAN Monitoring | GH-Informatik GmbH fließt dabei als praktische Erfahrung aus gemeinsamen Kundenprojekten in das Gespräch ein.
Zur aktuellen Podcast-Folge:
„Digitale Souveränität & Vernetzung – Monitoring über Unternehmensgrenzen hinweg (Teil 3)“
Zu Teil 1 der Podcast-Reihe:
„Resilienz im Fokus – IT-Monitoring und automatisierte Dokumentation mit Philipp Ghirardini (Teil 1)“
Zu Teil 2 der Podcast-Reihe:
„Vom Alarmserver zur Zielgruppensteuerung – IT-Monitoring präzise kommunizieren (Teil 2)“
Der Podcast „Digitalisierung ist für Dich“ ist über die Podcast-Kanäle von Re – Systems verfügbar:
WOTAN Monitoring steht für verlässliche IT-Qualität und die gezielte Sicherung digitaler Geschäftsprozesse. Als Lösung der GH-Informatik GmbH bietet WOTAN weit mehr als klassisches Monitoring: Es unterstützt Unternehmen dabei, ihre IT-Infrastrukturen stabil, sicher und nachvollziehbar zu überwachen – ein zentraler Beitrag zur nachhaltigen Betriebsfähigkeit und digitalen Resilienz. Die Lösung wurde praxisnah entwickelt und verbindet technologische Stärke mit persönlicher Betreuung, flexiblen Lizenzmodellen und kontinuierlicher Weiterentwicklung. WOTAN adressiert dabei zentrale Anforderungen wie Verfügbarkeit, Eskalationsmanagement und Prozessstabilität – und ermöglicht Unternehmen, interne wie externe Qualitätsanforderungen effektiv umzusetzen. So wird IT-Qualität nicht nur messbar, sondern auch steuerbar – mit einer Lösung, die auf Vertrauen, Transparenz und Praxisnähe setzt.
WOTAN Monitoring | GH-Informatik GmbH
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