Medizintechnik

Ein Signal ist noch kein Messwert. Warum ein optisches Sensorsignal erst durch Kalibrierung zum Blutdruck wird.

Ein Signal ist noch kein Messwert. Diese Aussage klingt selbstverständlich, wird bei modernen Messverfahren aber häufig übersehen. Niemand würde behaupten, ein beliebiges Glas enthalte genau einen Liter, solange keine Skala vorhanden ist. Niemand bestimmt die Länge eines Stocks ohne Maßstab oder die Uhrzeit allein anhand von Tageslicht.

Genau dasselbe gilt für optische Sensoren. Ein Ring, eine Uhr oder ein anderes optisches System misst zunächst lediglich Helligkeitsveränderungen. Diese Veränderungen sind reale Messsignale — aber sie besitzen zunächst keine eindeutige Bedeutung.

Erst durch eine Referenz, eine Skala oder eine Kalibrierung wird aus einem Signal ein interpretierbarer Messwert. Bei der Blutdruckmessung heißt das: Eine Helligkeitsveränderung ist noch kein Blutdruck.

Erst wenn das Signal mit einer geeigneten Referenz verknüpft und kalibriert wird, kann daraus ein Wert in mmHg entstehen. So wie ein Maßstab aus einer Länge einen Meter macht oder ein Messbecher aus einem Volumen einen Liter, macht erst die Kalibrierung aus einem optischen Signal einen Blutdruckwert.

Genau hier setzt bper.me an. Der Blutdruck-Ereignis-Recorder verknüpft das optische Signal mit einer physiologischen Referenz und kalibriert es über die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung. So entsteht aus einer Helligkeitsänderung ein belastbarer Druckwert.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob ein Sensor Veränderungen messen kann. Sie lautet, wie diese Veränderungen kalibriert und einem realen Wert zugeordnet werden. Denn erst Referenz und Kalibrierung verleihen einem Signal seine Bedeutung.

„Ein Signal ist noch kein Messwert — erst die Kalibrierung verleiht ihm Bedeutung“, sagt Holger Redtel, Erfinder der Redtel-Methode.

bper.me ersetzt keine ärztliche Diagnostik. Es schafft jedoch die Referenz, auf der aus einem optischen Signal eine beurteilbare Druckinformation wird.

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