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Blutdruck ohne Gerät messen: Der Puls ist tastbar, der Druck nicht
Den Blutdruck ohne Gerät messen zu wollen, ist ein verbreiteter Wunsch. Anlass, die Frage zu beantworten, geben die bundesweiten Herzwochen der Deutschen Herzstiftung, die vom 1. bis 30. November unter dem Motto „Herz aus dem Takt" stehen und sich dem Vorhofflimmern widmen; dort wird ausdrücklich empfohlen, regelmäßig den eigenen Puls zu prüfen. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, ordnet ein, was sich auf diesem Weg erkennen lässt und was nicht. Die kurze Antwort: Der Puls lässt sich ohne Technik tasten, der Blutdruck nicht. Für den Druck gibt es kein Verfahren ohne Messgerät, das eine Zahl liefert. Der erste Versuch läuft meist über Beschwerden – Kopfschmerz, Schwindel, ein roter Kopf, Nasenbluten. Die…
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Blutdruckmessgerät-Genauigkeit: Vier von fünf Bestsellern sind ungeprüft
Zum Weltherztag in der vergangenen Woche hat die Deutsche Herzstiftung daran erinnert, den Blutdruck spätestens ab 40 Jahren mindestens einmal im Jahr zu kontrollieren. Über die Genauigkeit eines Blutdruckmessgeräts entscheiden dabei zwei Dinge, die sich beide vor dem Kauf prüfen lassen: ob das Gerät klinisch geprüft wurde und ob die Manschette zum Arm passt. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, stellt dazu die öffentlich verfügbaren Befunde zusammen. Der Marktbefund ist deutlich: Unter den online meistverkauften Geräten ist die Mehrheit nie klinisch geprüft worden – und an der Sternebewertung lässt sich das nicht ablesen. Die Zahlen dazu stammen aus einer Untersuchung im Fachjournal JAMA. Ein Forschungsteam verfolgte über ein Jahr hinweg alle…
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Blutdruck-Wearable kalibrieren: Die Uhr misst nie besser als die Manschette
Wer ein Blutdruck-Wearable kalibrieren soll, hält das meist für einen technischen Handgriff, nach dem das Gerät richtig misst. In der Messtechnik bedeutet Kalibrieren etwas anderes: das Feststellen und Dokumentieren einer Abweichung, ausdrücklich ohne Eingriff in das Gerät. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, ordnet den Begriff ein und zeigt, was daraus für Blutdruckwerte vom Handgelenk folgt. Anlass ist ein Scientific Statement der European Society of Cardiology zu manschettenlosen Blutdruckgeräten, erschienen im Mai 2026. Der erste Punkt ist eine Begriffsfrage mit Folgen. DIN 1319 beschreibt Kalibrierung als Messprozess, der die Abweichung der Anzeigewerte eines Messgeräts feststellt und dokumentiert – ohne das Gerät dabei zu verändern. Wird das Gerät verändert, heißt der Vorgang…
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Blutdruck-Smartwatch: Genauigkeit in fünf Fragen prüfen
Wie es um die Genauigkeit einer Blutdruck-Smartwatch steht, lässt sich an der angezeigten Zahl nicht ablesen. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, hat aus den geltenden Prüfnormen fünf Fragen abgeleitet, mit denen sich eine Blutdruckangabe vom Handgelenk einordnen lässt. Anlass ist die überarbeitete Norm IEEE 1708, im November 2025 verabschiedet und seit April 2026 veröffentlicht. Allen fünf liegt derselbe Gedanke zugrunde: Nicht der Wert entscheidet, sondern das Verfahren dahinter. Erste Frage: Gilt die genannte Prüfnorm überhaupt für dieses Messprinzip? Für Manschettengeräte gilt die DIN EN ISO 81060-2, die eine klinische Prüfung mit 85 Probanden und 255 Vergleichsmessungen verlangt. Für manschettenlose Wearables gilt sie ausdrücklich nicht; IEEE 1708 nimmt aufblasbare Manschettengeräte am…
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Apple Watch Blutdruck messen: vier Zahlen zur Einordnung
Wer mit der Apple Watch Blutdruck messen möchte, erhält seit watchOS 26 auch in Deutschland einen Hinweis auf möglichen Bluthochdruck – aber keinen Blutdruckwert. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, hat die von Apple veröffentlichten Kennzahlen dieser Funktion zusammengestellt und den Werten einer manschettenbasierten Messung gegenübergestellt. Der Vergleich zeigt zwei verschiedene Aufgaben: Die Uhr wertet über 30 Tage Sensordaten aus und meldet ein Muster; die Manschette liefert in 60 Sekunden Zahlen in mmHg. Wer beides gleichsetzt, zieht aus einem ausbleibenden Hinweis eine Sicherheit, die die Funktion nicht hergibt. Vier Zahlen, die den Unterschied beschreiben 1. 41,2 Prozent. So hoch ist laut Apples Gebrauchsanweisung zur Hypertonie-Benachrichtigung die Sensitivität der Funktion, mit einem…
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Produktname als Health Claim: DR. COMOI benennt nach einer Zahl
Das Oberlandesgericht Köln hat am 16. Januar 2026 entschieden, dass der Name eines Nahrungsergänzungsmittels selbst eine gesundheitsbezogene Angabe sein kann (Az. 6 U 78/25). Der Hersteller hatte sich auf den zugelassenen Claim für Vitamin B6 berufen, „Zur Regulierung der Hormontätigkeit". Das Gericht befand, der Produktname gehe darüber hinaus. Ein Name ist keine Verzierung In der Begründung stellt das Gericht fest, die Bezeichnung impliziere bereits für sich genommen mehr als die Erhaltung eines Normalzustandes. Das Argument der Beklagten, es handele sich um reine „blumige Anpreisungen", ließ es nicht gelten: Es seien Angaben im Sinne von Art. 2 Abs. 2 Nr. 1 HCVO. Das Präparat enthielt achtzehn Zutaten, die beanstandeten Aussagen bezogen…
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Vitamin-B6-Dosierung: DR. COMOI dosiert auf ein Achtel
Die Vitamin-B6-Dosierung in Nahrungsergänzungsmitteln steht seit einer Neubewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit unter engeren Vorgaben: Die EFSA setzte 2023 die tolerierbare Höchstmenge für Erwachsene auf 12 Milligramm pro Tag fest, einschließlich Schwangerer und Stillender. DR. COMOI, Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzen der chinesischen Materia Medica, hergestellt in Deutschland, hat die Vitamin-B6-Dosierung in der Rezeptur Sieben auf 1,4 Milligramm festgelegt – rund ein Achtel dieses Werts und zugleich 100 Prozent des Nährstoffbezugswerts. In einem Fachbeitrag legt die Marke die Begründung offen und widerspricht dabei einem Werbeargument, von dem sie selbst profitieren würde. Der Endpunkt hinter der Zahl Maßgeblich für die Obergrenze ist ein konkreter Schaden: die periphere Nervenschädigung, die bei langfristig hoher…
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Blutdruck und Puls: zwei Zahlen, die ständig verwechselt werden
Wer zu Hause misst, bekommt drei Zahlen angezeigt: oberer Wert, unterer Wert, Puls. Blutdruck und Puls werden dabei regelmäßig für dasselbe gehalten – tatsächlich messen sie völlig Verschiedenes. Und die medizinisch aufschlussreichste Größe steht auf keinem Display: der Abstand zwischen oberem und unterem Wert. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, ordnet die drei Zahlen ein und erklärt, warum eine einzelne Messung dafür nicht ausreicht. Zwei Größen, ein hartnäckiges Missverständnis Der Puls zählt, wie oft das Herz in einer Minute schlägt. Der Blutdruck misst, mit welchem Druck das Blut dabei auf die Arterienwand trifft. Beide Werte können unabhängig voneinander steigen oder fallen: Ein Puls von 68 sagt nichts darüber aus, ob der…
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Yu Ping Feng San: die westliche Datierung ist 130 Jahre zu spät
Yu Ping Feng San, im Deutschen meist als Jade-Wandschirm-Pulver wiedergegeben, gehört zu den meistzitierten Rezepturen der chinesischen Medizin. In der westlichen Fachliteratur wird sie fast durchgehend auf das Danxi Xinfa zurückgeführt, ein Werk aus der Zeit um 1347. Diese Zuschreibung ist nach dem Stand der chinesischen Quellenforschung zu spät angesetzt: Der früheste bekannte Beleg stammt aus dem Jahr 1213. DR. COMOI, Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzen der chinesischen Materia Medica, hergestellt in Deutschland, hat die Belegkette in einem frei zugänglichen Beitrag zusammengestellt. Ein Satz aus dem Jahr 1213 Der früheste Nachweis steht im Jiuyuan Fang, verfasst von Zhang Song, Südliche Song-Dynastie, sechstes Jahr der Ära Jiading — nach heutiger Zählung 1213. Das…
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Blutdruck-Wearable kaufen: 7 Fragen, die Testberichte auslassen
Smartwatches und Fitnessbänder zeigen zunehmend Blutdruckwerte an. Ob diese Werte gemessen oder nur rechnerisch geschätzt werden, geht aus Testberichten und Vergleichstabellen meist nicht hervor. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, veröffentlicht deshalb eine Checkliste mit sieben Fragen, die Käuferinnen und Käufer vor der Entscheidung in wenigen Minuten selbst beantworten können. BPER selbst misst manschettenbasiert und damit direkt – über 60 Sekunden hinweg, nicht als einzelner Wert. Die Fachgesellschaften sind in diesem Punkt eindeutig: Für Diagnose, Verlaufskontrolle und Therapieüberwachung sind manschettenlose Geräte derzeit nicht geeignet. Der Unterschied, der alles entscheidet Eine Manschette drückt eine Arterie ab und lässt den Druck langsam wieder ab. Der Druck, bei dem das Blut zurückfließt, ist der…