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Apple Watch Blutdruck messen: vier Zahlen zur Einordnung
Wer mit der Apple Watch Blutdruck messen möchte, erhält seit watchOS 26 auch in Deutschland einen Hinweis auf möglichen Bluthochdruck – aber keinen Blutdruckwert. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, hat die von Apple veröffentlichten Kennzahlen dieser Funktion zusammengestellt und den Werten einer manschettenbasierten Messung gegenübergestellt. Der Vergleich zeigt zwei verschiedene Aufgaben: Die Uhr wertet über 30 Tage Sensordaten aus und meldet ein Muster; die Manschette liefert in 60 Sekunden Zahlen in mmHg. Wer beides gleichsetzt, zieht aus einem ausbleibenden Hinweis eine Sicherheit, die die Funktion nicht hergibt. Vier Zahlen, die den Unterschied beschreiben 1. 41,2 Prozent. So hoch ist laut Apples Gebrauchsanweisung zur Hypertonie-Benachrichtigung die Sensitivität der Funktion, mit einem…
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Produktname als Health Claim: DR. COMOI benennt nach einer Zahl
Das Oberlandesgericht Köln hat am 16. Januar 2026 entschieden, dass der Name eines Nahrungsergänzungsmittels selbst eine gesundheitsbezogene Angabe sein kann (Az. 6 U 78/25). Der Hersteller hatte sich auf den zugelassenen Claim für Vitamin B6 berufen, „Zur Regulierung der Hormontätigkeit". Das Gericht befand, der Produktname gehe darüber hinaus. Ein Name ist keine Verzierung In der Begründung stellt das Gericht fest, die Bezeichnung impliziere bereits für sich genommen mehr als die Erhaltung eines Normalzustandes. Das Argument der Beklagten, es handele sich um reine „blumige Anpreisungen", ließ es nicht gelten: Es seien Angaben im Sinne von Art. 2 Abs. 2 Nr. 1 HCVO. Das Präparat enthielt achtzehn Zutaten, die beanstandeten Aussagen bezogen…
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Vitamin-B6-Dosierung: DR. COMOI dosiert auf ein Achtel
Die Vitamin-B6-Dosierung in Nahrungsergänzungsmitteln steht seit einer Neubewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit unter engeren Vorgaben: Die EFSA setzte 2023 die tolerierbare Höchstmenge für Erwachsene auf 12 Milligramm pro Tag fest, einschließlich Schwangerer und Stillender. DR. COMOI, Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzen der chinesischen Materia Medica, hergestellt in Deutschland, hat die Vitamin-B6-Dosierung in der Rezeptur Sieben auf 1,4 Milligramm festgelegt – rund ein Achtel dieses Werts und zugleich 100 Prozent des Nährstoffbezugswerts. In einem Fachbeitrag legt die Marke die Begründung offen und widerspricht dabei einem Werbeargument, von dem sie selbst profitieren würde. Der Endpunkt hinter der Zahl Maßgeblich für die Obergrenze ist ein konkreter Schaden: die periphere Nervenschädigung, die bei langfristig hoher…
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Blutdruck und Puls: zwei Zahlen, die ständig verwechselt werden
Wer zu Hause misst, bekommt drei Zahlen angezeigt: oberer Wert, unterer Wert, Puls. Blutdruck und Puls werden dabei regelmäßig für dasselbe gehalten – tatsächlich messen sie völlig Verschiedenes. Und die medizinisch aufschlussreichste Größe steht auf keinem Display: der Abstand zwischen oberem und unterem Wert. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, ordnet die drei Zahlen ein und erklärt, warum eine einzelne Messung dafür nicht ausreicht. Zwei Größen, ein hartnäckiges Missverständnis Der Puls zählt, wie oft das Herz in einer Minute schlägt. Der Blutdruck misst, mit welchem Druck das Blut dabei auf die Arterienwand trifft. Beide Werte können unabhängig voneinander steigen oder fallen: Ein Puls von 68 sagt nichts darüber aus, ob der…
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Yu Ping Feng San: die westliche Datierung ist 130 Jahre zu spät
Yu Ping Feng San, im Deutschen meist als Jade-Wandschirm-Pulver wiedergegeben, gehört zu den meistzitierten Rezepturen der chinesischen Medizin. In der westlichen Fachliteratur wird sie fast durchgehend auf das Danxi Xinfa zurückgeführt, ein Werk aus der Zeit um 1347. Diese Zuschreibung ist nach dem Stand der chinesischen Quellenforschung zu spät angesetzt: Der früheste bekannte Beleg stammt aus dem Jahr 1213. DR. COMOI, Nahrungsergänzungsmittel mit Pflanzen der chinesischen Materia Medica, hergestellt in Deutschland, hat die Belegkette in einem frei zugänglichen Beitrag zusammengestellt. Ein Satz aus dem Jahr 1213 Der früheste Nachweis steht im Jiuyuan Fang, verfasst von Zhang Song, Südliche Song-Dynastie, sechstes Jahr der Ära Jiading — nach heutiger Zählung 1213. Das…
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Blutdruck-Wearable kaufen: 7 Fragen, die Testberichte auslassen
Smartwatches und Fitnessbänder zeigen zunehmend Blutdruckwerte an. Ob diese Werte gemessen oder nur rechnerisch geschätzt werden, geht aus Testberichten und Vergleichstabellen meist nicht hervor. BPER, Blutdruck-Ereignisrekorder für den Heimgebrauch, veröffentlicht deshalb eine Checkliste mit sieben Fragen, die Käuferinnen und Käufer vor der Entscheidung in wenigen Minuten selbst beantworten können. BPER selbst misst manschettenbasiert und damit direkt – über 60 Sekunden hinweg, nicht als einzelner Wert. Die Fachgesellschaften sind in diesem Punkt eindeutig: Für Diagnose, Verlaufskontrolle und Therapieüberwachung sind manschettenlose Geräte derzeit nicht geeignet. Der Unterschied, der alles entscheidet Eine Manschette drückt eine Arterie ab und lässt den Druck langsam wieder ab. Der Druck, bei dem das Blut zurückfließt, ist der…
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Der globale Markt: Eine Kalibrierungslogik für viele Gerätekategorien – ein Profil als gemeinsame Referenz.
Der weltweite Markt für digitale Gesundheitslösungen wächst rasant. Smartwatches, Smartphones, Fitness-Armbänder, intelligente Ringe, Sensorplattformen und klassische Blutdruckmessgeräte erfassen heute Milliarden von physiologischen Signalen. Die Herausforderung besteht jedoch nicht in der Erfassung der Daten, sondern in deren Kalibrierung und Vergleichbarkeit. Die Redtel-Kalibrierungslogik basiert auf blutdruckabhängigen Verlaufsdaten und der Blutdruckschwankung zweiter Ordnung. Aus diesen Informationen wird ein individuelles Kalibrierungsprofil erzeugt, das als Referenz für weitere Messsysteme dienen kann. So entsteht eine Brücke zwischen klassischen Blutdruckmessverfahren und modernen digitalen Sensorplattformen. Der BPER (Blutdruck-Ereignis-Recorder) erfasst die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung nichtinvasiv und bildet damit die Grundlage dieses Kalibrierungsprofils. Das Kalibrierungsprofil ermöglicht die Einordnung von Signalen aus unterschiedlichen Geräten auf einer gemeinsamen Grundlage. Es kann für…
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Die Brücke der ISO 81060-Reihe: Wie die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung Referenzwerte mit Verlaufsdaten verbindet.
Die ISO 81060-2 bildet seit vielen Jahren die Grundlage der klassischen nichtinvasiven Blutdruckmessung mit Luftsack und Manschette. Sie ermöglicht die standardisierte Bestimmung systolischer und diastolischer Blutdruckwerte und stellt den internationalen Referenzpunkt für die Blutdruckbewertung dar. Zwischen einzelnen Messungen entstehen jedoch weitere physiologische Informationen: blutdruckabhängige Verlaufsdaten, die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung sowie Veränderungen des Pulsdruckrhythmus. Diese Informationen beschreiben nicht nur einen einzelnen Messwert, sondern die zeitliche Dynamik des Herz-Kreislauf-Systems. Die Kalibrierungslogik auf Basis der Blutdruckschwankung zweiter Ordnung bildet die Brücke zwischen der etablierten ISO 81060-2 und zukünftigen Entwicklungen innerhalb der ISO-81060-Reihe. Sie verknüpft bekannte Blutdruckreferenzen mit den zwischen den Messpunkten vorhandenen Informationen und schafft so die Grundlage für neue Kalibrierungsansätze und die…
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Was nun? Morgen beim Arzt vielleicht nicht mehr nachweisbar. Warum Ereignisse dokumentiert werden müssen.
Ein Blutdruckwert von 85/67 mmHg bei einer Herzfrequenz von 160 Schlägen pro Minute lässt ein relevantes Ereignis vermuten. Er zeigt, dass etwas passiert ist – er erklärt jedoch nicht, was passiert ist. War es Herzrasen? Vorhofflimmern? Eine kurzzeitige Rhythmusstörung? Oder nur ein einmaliges Ereignis? Aus einem einzelnen Messwert lässt sich das nicht beantworten. Das eigentliche Problem beginnt häufig erst danach. Der Patient erlebt die Situation in diesem Moment. Stunden später oder am nächsten Tag sind die Beschwerden oft verschwunden, beim Arzt sind die Werte wieder normal. Das Ereignis ist vorbei. Der Messwert wurde gespeichert. Das Ereignis nicht. Genau hier entsteht die diagnostische Lücke. Der Einzelwert zeigt, dass etwas passiert ist.…
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Ereignisse findet man nicht im Mittelwert. Warum ein einzelner Blutdruckwert die Geschichte dahinter verschweigt.
Die klassische Blutdruckmessung liefert einen einzelnen Wert, beispielsweise 120/80 mmHg. Dieser Wert beschreibt das Ergebnis einer Messung, sagt jedoch nichts darüber aus, was zwischen den einzelnen Herzschlägen tatsächlich passiert ist. Herzrhythmusstörungen, starke Schwankungen des Blutdrucks oder andere relevante Ereignisse können in einem Mittelwert vollständig verborgen bleiben. Erst die Betrachtung mehrerer aufeinanderfolgender Herzschläge macht sichtbar, wie sich Blutdruck und Kreislauf tatsächlich verhalten. Die Kurve zeigt nicht nur einen Durchschnitt, sondern dokumentiert Veränderungen, Schwankungen und Ereignisse. Genau diese Informationen können entscheidend sein, um die tatsächliche Belastung des Herz-Kreislauf-Systems zu verstehen. Genau hier setzt der BPER (Blutdruck-Ereignis-Recorder) an. Statt eines einzelnen Werts erfasst er über die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung nichtinvasiv den kontinuierlichen, blutdruckabhängigen…