Gesundheit & Medizin

FVDZ: Abgabe muss Gesundheit dienen, nicht dem Staatshaushalt

Mit dem von der BILD-Zeitung öffentlich gemachten Eckpunktepapier aus dem Bundesfinanzministerium ist die Diskussion um eine Zuckersteuer in Deutschland neu entfacht. Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) sieht den Ansatz grundsätzlich kritisch, verschließt sich der Debatte jedoch nicht. Statt einer allgemeinen Zuckersteuer befürwortet der FVDZ allerdings eine zweckgebundene Abgabe, deren Einnahmen tatsächlich der Prävention und Gesundheitsförderung zugutekommen.

„Die vorliegenden Ideen, welche Getränke und Lebensmittel mit einer Zuckersteuer zu belegen sind, erwecken doch stark den Eindruck, dass hier unter dem Deckmäntelchen der Gesundheitsförderung ganz allgemeine Haushaltslöcher gestopft werden sollen“, kritisiert der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Christian Öttl. Aus zahnmedizinischer Sicht könne insbesondere eine Reduzierung des Zuckergehalts in Limonaden und anderen stark zuckergesüßten Getränken einen sinnvollen Beitrag zur Kariesprävention leisten.

Entscheidend sei jedoch eine differenzierte Ausgestaltung und kein „Drauflosbesteuern“. Vor allem dürfe es nicht nur darum gehen, Einnahmen für den Staatshaushalt zu generieren, die dann an völlig unbestimmter Stelle wieder ausgegeben werden. „Wenn man eine Abgabe auf Zucker erhebt oder Zucker besteuert, dann sollte sie zum einen dazu dienen, das Verhalten von Produzenten und Konsumenten zu beeinflussen, und zum anderen sollten zusätzliche Einnahmen strikt an Ausgaben zur Prävention, Aufklärung und Versorgung geknüpft sein“, fordert Öttl.

Unsinn sei es deshalb auch, mit Zuckerersatzstoffen gesüßte Lebensmittel genauso besteuern zu wollen wie gezuckerte Lebensmittel. „Wenn schon Zuckersteuer – und die hatte die Bundesregierung ja bereits angekündigt – dann bitte mit gezielter Ausgestaltung fürs Gesundheitswesen und nicht als pure Symbolpolitik mit Seitenblick auf den Staatssäckel.

 

Über den Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V.

Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) ist der größte unabhängige Berufsverband in Deutschland. Er handelt politisch frei und unabhängig. Seine Aufgabe sieht er darin, alternative Handlungsoptionen für Zahnärzte und Zahnärztinnen für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen zu entwickeln. Er engagiert sich für zahnärztliche Therapiefreiheit, Offenheit moderner zahnärztlicher Methoden für alle Patientinnen und Patienten, Prophylaxeförderung, mehr Eigenverantwortung für die Patienten- und Zahnärzteschaft sowie eine solide Finanzierung der Zahnheilkunde.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch im Web: www.fvdz.de

Freier Verband Deutscher Zahnärzte / Berliner Büro (Pressestelle) / Auguststraße 28 / 10117 Berlin

Pressekontakt: Tel. +49 (0) 30 24 34 27-14 / Fax: +49 (0) 30 24 34 27-67 / E-Mail: presse@fvdz.de

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V.
Ubierstraße 83
53173 Bonn
Telefon: +49 (228) 85570
Telefax: +49 (228) 340671
http://www.fvdz.de

Ansprechpartner:
Brigitta Mayer-Weirauch
Pressereferentin
Telefon: +49 228 855732
E-Mail: b.mayer-weirauch@fvdz.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel