Hochschulabschlüsse in Deutschland steigen auf rund 511.600 — fast jeder zweite davon ist ein Bachelorabschluss, und ihre Zahl wächst weiter
Fast jeder zweite dieser Abschlüsse ist ein Bachelorgrad. Und damit steht regelmäßig dieselbe Frage am Ende: In welcher Form die Arbeit eingereicht wird. Wo eine gedruckte Fassung verlangt ist, entscheidet die Verarbeitung über den ersten Eindruck — warum hochwertiger Druck bei der Abschlussarbeit zählt, ist deshalb eine der meistgelesenen Fragen zum Thema.
Der Zeitpunkt ist dabei ungünstig gewählt. Die Entscheidung über die Druckform fällt fast immer in den letzten Tagen vor der Abgabe — also dann, wenn für Korrekturen am wenigsten Raum bleibt.
Vor dem Druck steht allerdings die Formatierung, und dort entstehen die Fehler, die sich später nicht mehr korrigieren lassen — Randbreiten, Seitenzählung, Verzeichnisse.
Mehr Abschlüsse bei sinkenden Anfängerzahlen
Der Zuwachs bei den Abschlüssen steht einer gegenläufigen Bewegung am Studienbeginn gegenüber. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger geht seit mehreren Jahren zurück, unter anderem weil die Altersgruppe der 17- bis 22-Jährigen kleiner wird.
Beides passt zusammen, weil zwischen Einschreibung und Abschluss mehrere Jahre liegen. Die heutigen Absolventenzahlen spiegeln die Anfängerjahrgänge von vor drei bis sechs Jahren. Der Rückgang am Anfang wird die Abschlusszahlen deshalb mit Verzögerung erreichen.
„Für die Betroffenen ist das keine Statistik, sondern ein einzelner Abgabetermin. Und an dem entscheidet sich erfahrungsgemäß mehr an der Form als am Inhalt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Der Prüfungsjahrgang ist ein Stichtag, kein Kalenderjahr
Das Prüfungsjahr 2024 umfasst das Wintersemester 2023/2024 und das darauffolgende Sommersemester. Ein Abschluss vom Februar 2024 zählt damit in dieselbe Erhebung wie einer vom September. Wer die Zahlen mit einem Kalenderjahr vergleicht, verschiebt sie um rund ein halbes Jahr.
Für die Größenordnung spielt das keine Rolle: 245.600 Bachelorabschlüsse bedeuten, dass an deutschen Hochschulen an jedem Werktag im Schnitt weit über tausend Arbeiten angenommen werden.
Was die Prüfungsstatistik für 2024 ausweist
Wie das Statistische Bundesamt meldet, stellt sich das Prüfungsjahr 2024 so dar:
- Rund 511.600 Studierende und Promovierende erwarben einen Hochschulabschluss.
- Gegenüber dem Prüfungsjahr 2023 ist das ein Zuwachs von 1,9 Prozent.
- Auf Bachelorabschlüsse ohne Lehramt entfielen 245.600 Grade oder 48 Prozent.
- Gegenüber 243.600 im Vorjahr entspricht das einem Plus von 0,8 Prozent.
- Das Prüfungsjahr 2024 umfasst das Wintersemester 2023/2024 und das Sommersemester 2024.
Was vor der Abgabe zu klären ist
Die Zahlen für das Prüfungsjahr 2025 legt das Statistische Bundesamt voraussichtlich im Herbst vor.
Für alle, die in diesem Semester abgeben, sind zwei Punkte praktisch: Die Formvorgaben stehen in der Prüfungsordnung der jeweiligen Hochschule und unterscheiden sich erheblich — Randbreiten, Bindungsart, Zahl der Exemplare. Und die Druckerei braucht Vorlauf. Wer beides erst in der letzten Woche klärt, hat die Wahl zwischen Aufpreis und Fristverlängerung. Eine Anleitung zur richtigen Formatierung der Bachelorarbeit fasst die üblichen Vorgaben zusammen.
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