Software

Suchmaschinen-Traffic bricht ein: Die Verweise von Google an Nachrichtenseiten sanken binnen eines einzigen Jahres um 33 Prozent

Der wichtigste Zulieferer von Reichweite liefert weniger. Laut dem Bericht „Journalism, Media, and Technology Trends and Predictions 2026“ des Reuters Institute sanken die Verweise von der Google-Suche an Nachrichtenseiten binnen eines Jahres um 33 Prozent, die aus Google Discover um 21 Prozent. Grundlage sind Daten für über 2.500 Nachrichtenseiten. Befragt wurden 280 Führungskräfte aus 51 Ländern. Veröffentlicht wurde der Bericht am 12. Januar 2026.

„Solange Suchmaschinen Listen ausgegeben haben, war Sichtbarkeit eine Platzierung. Wenn Antworten ausgegeben werden, ist Sichtbarkeit eine Erwähnung — das ist eine andere Aufgabe“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Die Erwartung ist noch deutlicher als der Rückgang

Bemerkenswert ist weniger der gemessene Wert als die Prognose der Befragten. Sie rechnen dem Bericht zufolge damit, dass sich die Verweise aus Suchmaschinen in den kommenden drei Jahren um 43 Prozent verringern.

Wer damit plant, verschiebt Aufwand. Wenn eine Antwort die Frage bereits beantwortet, entscheidet nicht mehr die Platzierung in einer Liste, sondern ob ein Angebot in der Antwort überhaupt vorkommt — die Aufgabe, an der Werkzeuge für die Sichtbarkeit in KI-Antworten ansetzen.

Die Antwort auf den Einbruch ist inhaltlich

Aufschlussreich ist, worauf die Befragten setzen. Nach Angaben des Berichts wollen sie Investitionen in eigene Recherchen um 91 Prozent und in einordnende Analysen um 82 Prozent erhöhen.

Gekürzt wird dem Bericht zufolge bei allgemeinen Nachrichten, die Sprachmodelle mühelos wiedergeben können — dort um 38 Prozent. Die Trennlinie verläuft damit zwischen Inhalten, die anderswo verfügbar sind, und solchen, die es nicht sind.

Was der Bericht ausweist

Laut dem Reuters Institute ergibt sich folgendes Bild:

  • Die Verweise aus der Google-Suche sanken binnen eines Jahres um 33 Prozent.
  • Aus Google Discover gingen sie um 21 Prozent zurück.
  • Für die kommenden drei Jahre erwarten die Befragten ein Minus von 43 Prozent.
  • Nur 38 Prozent blicken zuversichtlich auf die Aussichten ihres Geschäfts.
  • Das sind 22 Prozentpunkte weniger als vier Jahre zuvor.

Zwei Kanäle, ein Text

Für Betreiber von Webseiten folgt daraus eine doppelte Anforderung. Ein Text muss weiterhin in klassischen Suchergebnissen bestehen und zugleich so aufgebaut sein, dass ein Sprachmodell ihn korrekt wiedergibt und zuordnet.

Beides schließt sich nicht aus, verlangt aber unterschiedliche Prüfungen. Wie sich maschinelle Zugriffe auf eine Seite technisch begleiten lassen, zeigt sich etwa an Assistenten, die eine Website eigenständig auswerten.

Woran sich die kommenden Monate messen lassen

Das Reuters Institute legt den Bericht jährlich im Januar vor. Der Vergleich der nächsten Ausgabe wird zeigen, ob die erwarteten 43 Prozent eintreten oder ob sich der Rückgang einpendelt.

Aussagekräftiger als die Verweiszahl ist dabei das Verhältnis von Reichweite zu Rückkehr. Ein Angebot, das seltener gefunden, aber häufiger direkt aufgerufen wird, steht anders da als eines, das nur weniger Besuche zählt.

Über die Provimedia GmbH

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Provimedia GmbH
Weidenweg 12
74321 Bietigheim-Bissingen
Telefon: +49 (7142) 3442727
Telefax: +49 (7142) 2279985
http://provimedia.de

Ansprechpartner:
Alexander Weipprecht
CEO
Telefon: +49 (7142) 3442727
E-Mail: info@provimedia.de
Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel