“ Red Storm Charlie“ – Resilienz beginnt bei den Menschen: ASB Hamburg unterstreicht Rolle von Ehrenamt und Selbstschutz
„Die Resilienz einer Stadt entscheidet sich nicht erst im Ernstfall. Sie entscheidet sich lange vorher – in der Ausbildung, in der Vorbereitung, in der Übung und vor allem im Ehrenamt“, so Schreiber.
Der ASB Hamburg ist seit Jahrzehnten im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz aktiv. Rund 350 Ehrenamtliche engagieren sich in Hamburg unter anderem im Sanitäts- und Betreuungsdienst sowie in den Bereichen Logistik und Verpflegung. Auch bei „Red Storm Charlie“ bringt der ASB seine Erfahrung und seine Einsatzkräfte ein.
Einsatz bei Red Storm Charlie
Mit rund 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist der ASB Hamburg im Rahmen der Medizinischen Task Force und des Patiententransports in die Übung eingebunden. Am 26. September trainieren die Einsatzkräfte gemeinsam mit weiteren beteiligten Organisationen das Szenario eines größeren Verletztentransports im Bereich des Hamburg Airport.
„Dahinter steht eine ganz grundsätzliche Frage: Wie schaffen wir es, auch dann Menschen schnell und professionell zu versorgen, wenn eine Schadenslage die normalen Strukturen und Kapazitäten übersteigt?“, erklärt Schreiber. „Die Antwort lautet: durch Vorbereitung, klare Abläufe und Zusammenarbeit.“
Für den ASB ist dabei entscheidend, dass Bevölkerungsschutz als gemeinsame Aufgabe verstanden wird. Im Ernstfall müssen Behörden, Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und weitere Partner ihre Aufgaben und Schnittstellen kennen und miteinander funktionieren.
Selbstschutz für alle Hamburgerinnen und Hamburger
Resilienz beginnt jedoch nicht erst bei den Einsatzorganisationen. Bevölkerungsschutz beginnt auch zu Hause.
Am 25. September bietet der ASB Hamburg gemeinsam mit EDEKA einen Kurs „Erste Hilfe mit Selbstschutzinhalten“ (EHSH) an – zunächst für geladene Gäste und anschließend für Vertreterinnen und Vertreter der Presse.
„Bevölkerungsschutz bedeutet nicht nur, dass professionelle Einsatzkräfte im Ernstfall schnell zur Stelle sind. Bevölkerungsschutz bedeutet auch, Menschen zu befähigen, sich selbst und anderen zu helfen“, sagt Schreiber.
Dazu gehört ganz konkrete Vorbereitung: ausreichend Lebensmittel und Wasser zu Hause zu haben, notwendige Medikamente verfügbar zu haben und zu wissen, was bei einem Stromausfall oder einer anderen länger andauernden Störung zu tun ist. Ebenso wichtig sind grundlegende Kenntnisse in Erster Hilfe und das Wissen, wie man sich in besonderen Gefahrenlagen richtig verhält.
Wie praktische Vorsorge im Alltag aussehen kann, zeigt auch die gemeinsame Aktion mit EDEKA und Netto: Ab sofort ist dort ein speziell für die persönliche Krisenvorsorge zusammengestellter Notfallrucksack erhältlich. Das Angebot soll Vorsorge greifbar machen und dazu anregen, sich mit der eigenen Vorbereitung auf Ausnahmesituationen auseinanderzusetzen. Der Rucksack enthält unter anderem Hilfsmittel wie ein Kurbelradio, eine Powerbank und einen Wasserfilter; ergänzt wird er durch Hinweise und eine Packliste für weitere persönliche Vorsorge.
„Wer vorbereitet ist, kann in einer Krise zunächst für sich selbst sorgen und zugleich anderen helfen. Das schafft Zeit für die professionellen Einsatzkräfte und stärkt die Widerstandsfähigkeit unserer gesamten Stadt“, so Schreiber.
Der ASB Hamburg vermittelt entsprechendes Wissen in Erste-Hilfe- und EHSH-Kursen. EHSH-Angebote gehören zum regulären Ausbildungsprogramm des ASB Hamburg.
Ehrenamt ist eine tragende Säule des Bevölkerungsschutzes
Für den ASB gehört deshalb beides zusammen: die Fähigkeit der Bevölkerung zur Selbsthilfe und die Einsatzbereitschaft der professionellen und ehrenamtlichen Strukturen.
„Resilienz entsteht nicht allein durch Technik oder Strukturen, sondern durch Menschen, die vorbereitet sind und Verantwortung übernehmen. Das ist unser Beitrag als Hilfsorganisation – Tag für Tag und nicht nur im Rahmen einer Übung wie dieser“, betont Schreiber.
Eine resiliente Stadt ist eine Stadt, in der Menschen, Organisationen und staatliche Stellen wissen, was zu tun ist, wenn etwas passiert. Der ASB Hamburg steht dafür mit seinen ehrenamtlichen Einsatzkräften, seiner Ausbildung und seiner langjährigen Erfahrung im Bevölkerungsschutz bereit.
Der Arbeiter-Samariter-Bund Hamburg ist als Hilfsorganisation fester Bestandteil des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes in der Hansestadt. Rund 350 Ehrenamtliche engagieren sich unter anderem in den Bereichen Sanitätsdienst, Betreuung, Logistik und Verpflegung sowie in der Ausbildung der Bevölkerung. Dazu gehören auch Erste-Hilfe- und Selbstschutzangebote. Weitere Informationen und Kurstermine: www.asb-hamburg.de/erste-hilfe.
ASB Hamburg
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