Essen & Trinken

2023er Bordeaux: Ein klassisch-kontemporärer Jahrgang

Nach dem durch klimatische Extreme geprägten Jahr 2022 zeigt sich der Bordeaux-Jahrgang 2023 deutlich klassischer, terroirbetonter und frischer. Nicht Hitze und Trockenstress dominierten, sondern der präzise Umgang mit Terroir und Mikroklima sowie eine fein abgestimmte Kellertechnik. Die Weine lassen häufig Lagen und Handschriften klar erkennen.

Stilistisch erinnert 2023 an grosse Weine der 1980er-Jahre, jedoch mit reiferen, feineren Tanninen. Die Struktur ist klar definiert, ohne hart zu wirken, die Frucht präzise und frisch, die Gesamtwirkung harmonisch. Der Jahrgang setzt auf Spannung, Eleganz und Trinkfluss statt auf Opulenz. Kraft ist vorhanden, bleibt aber dezent im Hintergrund.

Auffallend sind die moderaten Alkoholgrade. Am linken Ufer liegen viele Weine bei 13 bis 13.5 Volumenprozent, am rechten meist zwischen 13.5 und 14 Volumenprozent, nur wenige erreichen 14.5. Das unterstreicht Frische und Balance.

Entscheidend war der Ausbau. Nach teils uneinheitlichen Fassmustern zeigt sich nun ein deutlich homogeneres Bild. Viele Weine haben an Substanz gewonnen, ohne Finesse einzubüssen. Der Neuholzeinsatz wurde oft reduziert, um der delikaten Frucht mehr Raum zu geben. 

» Hier gibts die Degustationsnotizen

Dennoch: 2023 ist weder bei den weissen noch roten Weinen ein homogener Jahrgang, sondern stark vom Terroir und der Vinifikation geprägt. Gerade diese Vielfalt macht ihn jedoch reizvoll. Es gibt sowohl links- als auch rechtsufrig hervorragenden Weine. Als besonders gelungen stechen die vom Cabernet Sauvignon dominierte Appellation Saint-Julien sowie die Merlot-betonten Weine aus Pomerol hervor. Ebenfalls herausragend sind die Süssweine aus Sauternes und Barsac, welche mit lebendiger Säure, klarer Botrytis-Aromatik und grosser Balance zwischen Süsse und Frische bestechen. Sie sind jung zugänglich und zugleich sehr lagerfähig.

Bordeaux-Korrespondent Adrian van Velsen hat im Januar 2026 rund 600 Weine verkostet, beschrieben und bewertet. Die Notizen sollen der VINUM-Leserschaft als Orientierungs-Hilfe dienen. Man findet sie in der VINUM-Datenbank unter «World of Bordeaux: Arrivage 2023».

Zum Schluss stellt sich die Frage: Muss man 2023 jetzt kaufen? Die Antwort lautet Jein. Der Weinmarkt bleibt angespannt und die allgegenwärtigen Abverkaufs-Aktionen irritieren die potenzielle Käuferschaft. Dennoch: überteuert ist 2023 unseres Erachtens nicht. Gerade im Preisbereich zwischen 20 und 60 Franken bietet der Jahrgang ein sehr attraktives Preis-Qualitäts-Verhältnis. Wer Bordeaux-Typizität, Eleganz und frühen Trinkspass sucht, findet somit eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich einen grossen Bordeaux-Jahrgang zu sichern.

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