Wie Bier den Sommer auf den Rost bringt
„Bier kann viel mehr, als nur den Durst löschen“, betont Hans-Walter Janitz, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbundes. „Unsere Brauerinnen und Brauer bringen seit Generationen höchste Qualität ins Glas – und genau diese Aromenvielfalt macht Bier auch am Grill zu einer spannenden Zutat.“ Immer häufiger erreichten den Verband Fragen von Verbraucherinnen und Verbrauchern, wie sich regionale Biere in der Küche und insbesondere beim Grillen einsetzen lassen.
Wenn Stammwürze zur Grillwürze wird
Bier, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Rosmarin, Knoblauch und ein Hauch Zucker: Was wie eine einfache Einkaufsliste wirkt, ist die Basis für eine Marinade, die Steaks, Geflügel, Wurst, Tofu & Co. eine überraschende Tiefe verleiht – von malzig-würzig bis fein-herb.
„Schon eine kurze Massage mit einer Biermarinade sorgt dafür, dass Grillgut eine zusätzliche Gewürzschicht erhält“, erklärt Janitz. „Wer sein Steak nur wenige Minuten in der Marinade wendet oder es damit einreibt, bleibt vom Garen her beim klassischen Grillen, holt aber deutlich mehr Aroma heraus.“
Wer dem Bier allerdings mehr Zeit gibt, wird mit einem spürbaren Effekt auf die Textur belohnt: „Nach etwa 24 Stunden in einer kräftigen Biermarinade wird Fleisch – egal ob Rind, Schwein oder Lamm – deutlich mürber und beim anschließenden Grillen besonders zart. Das kommt einem Schmortopf vom Grill schon ziemlich nahe“, so der Bierexperte.
Mehr als Steak: Bier kann auch vegetarisch
Doch die Einsatzmöglichkeiten reichen weit über das klassische Steak hinaus. „Geflügel eignet sich hervorragend für ein kürzeres Einlegen, ebenso Bratwürste“, sagt Janitz. „Und gerade Tofu oder andere pflanzliche Alternativen profitieren von der Aromatiefe einer Biermarinade – damit bekommen sie genau das, was viele sich wünschen: mehr Charakter.“
Ein besonderer Tipp aus dem Brauerbund: „Bier-Schmorzwiebeln vom Grill, dazu ein gutes Stück Brot vom Bäcker um die Ecke – das ist pure Bierküche im besten Sinne“, schwärmt Janitz. „So wird aus einem einfachen Grillabend ein kleiner Ausflug in die Geschmacksvielfalt unseres Bierlands Baden-Württemberg.“
Selbstverständlich spielt dabei auch verantwortungsvoller Genuss eine Rolle. „Wer auf Alkohol verzichten möchte oder muss, kann unsere Marinade problemlos mit alkoholfreiem Bier zubereiten“, betont Janitz. „Alkoholfreie Biere aus Baden-Württemberg stehen ihren klassischen Pendants in Sachen Aroma längst in nichts mehr nach.“
Lieblingsrezept des Baden-Württembergischen Brauerbundes:
Bierige Grillmarinade
Zutaten für eine Marinade, ausreichend für mehrere Steaks oder entsprechendes Grillgut:
- 100 ml Bier aus Baden-Württemberg (Pils oder Helles – gerne auch alkoholfrei)
- ½ Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
- 2 Teelöffel Salz
- ½ Teelöffel frisch gemahlener Pfeffer
- die Nadeln eines Rosmarinzweigs
- 1–2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
- 1 Teelöffel Zucker
Zubereitung:
Alle Zutaten sorgfältig verrühren und nach persönlichem Geschmack abschmecken. Wer es etwas frischer mag, gibt ein paar Spritzer Apfelessig hinzu. Die Marinade in einem geschlossenen Gefäß im Kühlschrank 2–3 Stunden durchziehen lassen.
Anschließend das Grillgut – je nach gewünschter Intensität – kurz oder mehrere Stunden einlegen oder kräftig mit der Marinade einmassieren. Vor dem Grillen überschüssige Marinade leicht abstreifen, damit nichts anbrennt.
Zum perfekten Abschluss empfiehlt der Baden-Württembergische Brauerbund ein gut gekühltes Bier aus Baden-Württemberg – ob klassisch oder alkoholfrei.
Guten Appetit und Prost auf die Grillsaison im Bierland Baden-Württemberg!
Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.
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