Miningscout.de – Entwicklungen der Bergbaupolitik in Südamerika: Quo Vadis Peru?
Perus Präsidentschaftswahlen werden zur Hängepartie. Der Bergbausektor bleibt gelassen und sieht in dem Land zwar weiter Potenzial, aber keine existenzielle Bedrohung. Das liegt nicht zuletzt an Entwicklungen in anderen südamerikanischen Ländern.
Aftermath Silver (ISIN: CA00831V2057, WKN: A2DMFN) berichtete im März über aussichtsreiche Bohrergebnisse beim Projekt Berenguela im Süden Perus. Die Resultate zeigten eine durchgehend starke Mineralisierung über mehrere Bohrungen hinweg. Das Bohrloch AFD152 etwa durchschnitt ab einer Tiefe von etwa 26,5 Metern einen 48,5 Meter langen Abschnitt mit durchschnittlich 438 Gramm pro Tonne Silber, 2,22 Prozent Kupfer und 24,9 Prozent Mangan.
Aftermath CEO Ralph Rushton sieht in Berenguela ein Projekt mit großem Potenzial. Er betont die Marktnähe in zweifacher Hinsicht: „Berenguela ist ein Projekt im Entwicklungsstadium und eine potenzielle zukünftige Quelle für drei Metalle, die für die aktuelle Energiewende von entscheidender Bedeutung sind: Silber, Kupfer und Mangan.“ Eine Vormachbarkeitsstudie ist für das erste Quartal 2027 geplant.
Hochgradiges Silber, Kupfer und Mangan
„Unsere dritte Bohrphase wurde im Hinblick auf die Vorstudie für das Berenguela-Projekt geplant. Wir verdichten und grenzen oberflächennahe, hochgradige Silber-Kupfer-Mineralisierungen im westlichen Teil der Mineralressource ab, wo zukünftig ein Tagebau beginnen soll. Dies sind einige der besten Bohrergebnisse, die wir bisher in unseren drei Bohrphasen erzielt haben, und wir freuen uns besonders über die starke Kupferassoziation mit unserem Silber“, führt er weiter aus.
Größere Sorgen um den Bergbaustandort Peru macht sich Rushton nicht – wie auch der überwiegende Teil der Unternehmen im Land. Dies mag angesichts der Berichterstattung über Peru überraschen: Auf den ersten Blick wirkt die derzeitige politische Lage instabil. Bis feststeht, welche Kandidaten im Juni in die Stichwahl um die Präsidentschaft einziehen, dürften aufgrund diverser Verzögerungen und Skandale noch Wochen vergehen. Der Wahlleiter ist zurückgetreten, die Polizei durchsuchte sein Haus, Manipulationsvorwürfe kursieren. Die Wählerschaft ist ohnehin gespalten, das Vertrauen in die Politik auf einem Tiefpunkt.
So viel steht fest: Keiko Fujimori, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, ist mit 17 % der Stimmen in der Stichwahl. Ihr 2024 verstorbener Vater wurde vor Jahrzehnten durch den Kongress in Abwesenheit seines Amtes enthoben und nach mehrjährigem Exil in Japan zu einer jahrzehntelangen Haftstrafe verurteilt. Alberto Fujimori wird allerdings auch mit dem rasanten Wirtschaftswachstum der 1990er Jahre und der Schwächung der linken Rebellenbewegung Leuchtender Pfad assoziiert.
Präsidentschaftswahlen versinken im Chaos
Um den zweiten Platz in der Stichwahl kämpfen der linksgerichtete Ex-Abgeordnete Roberto Sánchez und der ehemalige Bürgermeister von Lima, Rafael López-Aliaga. Wer auch immer im Juni gewinnt: Der Wahlsieger wird es mit einem gespaltenen Kongress mit einer knappen konservativen Mehrheit zu tun haben.
Die Andenrepublik zeigt sich zwar wirtschaftlich stabil, politisch aber eher nicht. Peru hat innerhalb eines Jahrzehnts neun Präsidenten erlebt, vier ehemalige Staatsoberhäupter sitzen derzeit im Gefängnis. Die Normalisierung von Skandalen und Unordnung sei „besonders gefährlich“, sagte Herless Carrion, Journalist und Universitätsprofessor. „Es macht das Außergewöhnliche zur Norm – schwache Regierungen, gespaltene Parlamente, ständige Anschuldigungen, wechselnde Kabinette, diskreditierte Führungskräfte, umstrittene Entscheidungen und eine skeptischere Öffentlichkeit.“
Analysten: Peru bleibt ein attraktiver Standort
Wird die politische Instabilität zu einem Risiko für den Bergbau im Land? Analysten rechnen nicht damit. „Peru bleibt ein attraktiver Standort für Investitionen im Bergbausektor, doch die Märkte achten nun deutlich stärker auf die politische Stabilität“, sagte Alexander Londono, Finanzmarktanalyst bei ActivTrades. „Angesichts der noch immer nicht abgeschlossenen Wahlen wünschen sich die Anleger Klarheit.“
Jefferies sieht die Auswirkungen aus der Unsicherheit bei den Wahlen auf den Bergbausektor als begrenzt an. So werde der Bergbau für jede kommende Regierung unabhängig von der politischen Ausrichtung eine strategische Priorität bleiben. Das kommt nicht überraschend: Kupfer allein macht rund 25–30 % der gesamten peruanischen Exporte aus und ist mit Abstand der wichtigste Wirtschaftsmotor und Haupteinnahmebringer des Landes.
Tatsächlich wecken die hohen Kupferpreise allein bereits das Interesse ausländischer Investoren an Peru. Laut dem peruanischen Ministerium für Energie und Bergbau beläuft sich das Investitionsportfolio des peruanischen Bergbaus auf rund 64 Mrd. USD. Kupferprojekte machen etwa 71 % dieses Gesamtvolumens aus, gefolgt von Gold mit 12,8 %. Das Land produzierte im vergangenen Jahr knapp 2,77 Millionen Tonnen Kupfer. Die Produktion blieb in den letzten drei Jahren weitgehend konstant.
Southern Copper und Chinalco investieren
Auch derzeit befindet sich der Sektor nicht in der Schwebe; die zuständigen Behörden arbeiten und treffen ebenso wie die Führungsetagen der Unternehmen Entscheidungen. Southern Copper (ISIN: US84265V1052, WKN: A0HG1Y) etwa erhielt die Genehmigung für das 1,8 Mrd. USD teure Tia Maria Projekt. Die Genehmigung erlaubt es der peruanischen Tochtergesellschaft des Unternehmens, die erste Phase des Betriebs im Tagebau La Tapada in der Region Arequipa im Süden Perus aufzunehmen. Geplant sind jährlich 120.000 Tonnen Kupfer über 20 Jahre, spätestens ab 2027.
Chinalco investiert in den nächsten drei Jahren mehr als 700 Mio. USD, um die Kupfermine Toromocho zu modernisieren und die Molybdänproduktion zu steigern.
Es gibt noch einen weiteren Grund, der Analysten im Hinblick auf die künftige Bergbaupolitik Perus ruhig schlafen lässt: Die wachsende Konkurrenz in der Region. Chile mit dem ambitionierten neuen Präsidenten Kast. Argentinien mit Milei und RIGI. Und Venezuela mit der jüngsten Bergbaureform: Die Konkurrenz um ausländische Investitionen schläft nicht.
Auch die Geologen von Aftermath Silver denken nicht an eine niedrigere Schlagzahl. Die Ende März vorgestellten Bohrergebnisse repräsentieren nur einen kleinen Ausschnitt von 17 Bohrlöchern über gut 1.060 Meter aus dem auf 90 Bohrungen und 6.000 Meter aufgestockten Programm.
Aftermath Silver mit 6.000 Meter Bohrprogramm
Die bislang ausgewerteten Diamantbohrungen konzentrierten sich hauptsächlich auf eine 225 m lange Mineralisierungszone im nördlichen Teil von Domain 1 im Westen des Projekts in der Nähe der historischen Tagebaue.
Die großkalibrigen Bohrungen dienen dazu, angezeigte Ressourcen in gemessene Ressourcen in dem Gebiet umzuwandeln, in dem der Abbau voraussichtlich beginnen wird. Gleichzeitig sollen so metallurgische Proben von höhergradigen Erzen gewonnen werden, um den metallurgischen Gewinnungsprozess für das Material zu optimieren.
Der Rest des Bohrprogramms ist darauf ausgelegt, ähnliches höherwertiges Material aus Domäne 2 im Osten des Projektgebiets zu gewinnen, die Ziele SW Intrusive und Copper East zu erbohren und geotechnische Bohrungen rund um das Abbaugebiet zu Studienzwecken durchzuführen.
Die Aktie von Aftermath Silver hat in den letzten drei Jahren um mehr als 200 % zugelegt. Trotz einer deutlichen Korrektur des Kurses um zeitweise fast 50 % in diesem Jahr ist der langfristige und im Februar 2024 gestartete Aufwärtstrend weiterhin intakt. Anhaltende Explorationserfolge und ein klarer Pfad in Richtung Produktion könnten in einem weiterhin günstigen Marktumfeld daher die aktuelle Bewertung von gut 170 Mio. EUR noch deutlich erhöhen.
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Aftermath Silver Ltd.
TSX-Venture: AAG
ISIN: CA00831V2057
WKN: A2DMFN
Webseite: www.aftermathsilver.com
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