Ausgezeichnete Naturfotografien im Bundesamt für Naturschutz
„Überwältigend. Mit diesem Begriff lässt sich die fotografische Qualität der Bilder und die Vielfalt der Motive beschreiben“, so BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm. „Naturfotografien wecken Emotionen, im positiven und im negativen Sinne. Sie sind – wenn sie von den Fotografinnen und Fotografen sorgsam und mit Respekt vor der Natur gemacht werden – ein wichtiges Instrument, um mehr Interesse und Verständnis für Lebensräume, Arten und deren Beziehungen untereinander zu wecken und zugleich auch für den Naturschutz zu sensibilisieren. Und genau das verbindet uns – das Bundesamt für Naturschutz, die GDT und alle, die sich an diesem Wettbewerb beteiligt haben.“
„Mich freut an dieser Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz ganz besonders, dass wir hier Fotografie und Naturschutz auf so unmittelbare Weise zusammenbringen. Unsere Bilder entstehen aus Respekt vor der Natur – und genau dieser Anspruch verbindet uns mit dem BfN. Dass die Arbeiten unserer Mitglieder nun an einem Ort gezeigt werden, an dem täglich für den Schutz von Arten und Lebensräumen gearbeitet wird, ist ein starkes Signal. Es macht sichtbar, wie kraftvoll Fotografie sein kann: als Brücke zwischen Emotion und Wissen – und als Impuls, genauer hinzusehen und Verantwortung zu übernehmen“, erklärt GDT-Präsident Stephan Fürnrohr.
Insgesamt 70 Fotografien wurden in sieben Wettbewerbskategorien ausgezeichnet, nämlich Vögel, Säugetiere, andere Tiere, Pflanzen und Pilze, Landschaften, Atelier Natur sowie in der diesjährigen Sonderkategorie „Biodiversität – Die Schönheit und Bedeutsamkeit natürlicher Vielfalt“. Das BfN zeigt in seinen Räumlichkeiten aus Kapazitätsgründen eine Auswahl von insgesamt 48 Bildern. Mit dabei sind unter anderem ein Großer Brachvogel vor den Lichtern des Jade-Weser-Ports, das Porträt eines Schuhschnabels, ein Igel in seinem Naturgarten-Paradies und Ameisen in Teamarbeit. Zu sehen sind beispielsweise aber auch ein geheimnisvolles Algenuniversum, Reisfelder in Madagaskar, schillernde Lichtfragmente und ein vierbeiniger Fleischfresser, der sich als Pflanzenbestäuber betätigt.
Einen Ehrenplatz in der Ausstellung hat das Motiv „Weiß auf weiß“, Siegerbild des diesjährigen Wettbewerbs. Luca Lorenz, ein 20-jähriger Wildtierfotograf aus dem Norden Berlins, hatte in der Schweiz einen Alpenschneehasen mit der Kamera eingefangen und damit die Jury überzeugt. Luca Lorenz, der sich sein Handwerk autodidaktisch selbst beigebracht und sich der künstlerischen Fotografie verschrieben hat, bedeutet es viel, so sagte er nach der Auszeichnung, wenn seine Bilder berühren und dazu beitragen, die heimische Tierwelt mit mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung wahrzunehmen. “
Mit Luca Lorenz hat erneut in der mehr als 50-jährigen Geschichte des GDT-Wettbewerbs „Naturfotograf des Jahres“ ein Mitglied der Jugendgruppe den Gesamtsieg geholt. Kriterien für die Auszeichnung sind nicht nur die Authentizität der fotografischen Leistung und Kriterien der Bildgestaltung, sondern auch die Einhaltung der geltenden Natur- und Tierschutzbestimmungen.
Die Ausstellung „GDT Naturfotograf des Jahres 2026“ ist bis 30. September 2026 in der Bibliothek des Bundesamtes für Naturschutz, Konstantinstraße 110, 53179 Bonn zu sehen. Die Öffnungszeiten: montags bis freitags, jeweils 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr. An Feiertagen ist die Ausstellung geschlossen. Empfohlen wird eine Anmeldung am Vortag, telefonisch zwischen 9.00 und 12.00 Uhr unter 0228/8491-3333 oder per E-Mail unter der Adresse Bibliothek-Bonn@bfn.de.
Hintergrund
Die Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) e.V. – im Jahr 1971 von neun ambitionierten Tierfotografen gegründet – hat mittlerweile über 2500 Mitglieder in Deutschland und 26 weiteren Ländern und zählt damit zu den renommiertesten und einflussreichsten Vereinigungen für Naturfotografie weltweit.
Seit mehr als 54 Jahren prämiert die GDT in ihrem internen Wettbewerb „GDT Naturfotograf des Jahres“ einzigartige und innovative Naturfotografien. Die Auswahl und Prämierung erfolgt in mehreren Stufen: Eine hochkarätig besetzte Jury aus Naturfotograf*innen prüft zunächst die Einsendungen und wählt die besten zehn Werke in den sieben Kategorien aus. Im Anschluss wählen die GDT-Mitglieder aus der Jury-Auswahl in zwei Runden die Sieger*innen: die erste Wahlrunde umfasst die einzelnen Kategorien und erfolgt online. Die zweite Wahlrunde und damit die Wahl des/der Gesamtsieger*in aus allen Kategorie-Sieger*innen findet traditionell während des Mitgliedertreffens im April statt. Am aktuellen Wettbewerb haben sich 546 Mitglieder aus 15 Ländern mit knapp 9.000 Bildern beteiligt.
Weiterführende Informationen
Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) e.V.: https://www.gdtfoto.de/
Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: +49 (228) 8491-0
Telefax: +49 (228) 8491-9999
http://www.bfn.de
Pressesprecher
Telefon: +49 (228) 8491-4444
E-Mail: presse@bfn.de
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